Montag, 11. Dezember 2017

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Berufsfeuerwehrwochenende fĂŒr Jugendfeuerwehr

48 Stunden Feuerwehralltag

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WÀhrend des Berufsfeuerwehrwochenendes konnten die angehenden FeuerwehrmÀnner viel lernen. Foto: Manuel PflÀsterer

 

Weinheim, 01. Juli 2013. (red/fw) Im Juli hatte die Jugendfeuerwehr Weinheim Abteilung Stadt zusammen mit der Partnerwehr der Lutherstadt Eisleben im Feuerwehrzentrum der Abteilung Stadt ihr jÀhrliches Berufsfeuerwehrwochenende.

Information der Feuerwehr Weinheim:

„Am Freitag hat die „Schicht“ fĂŒr die Jugendlichen mit antreten im Hof begonnen. Abteilungskommandant Ralf Mittelbach und Jugendfeuerwehrwart Hannes Hartmann begrĂŒĂŸten die zahlreichen Jugendliche und Jugendbetreuer, die 48 Stunden lang den Alltag einer Berufsfeuerwehr simulieren wollten. Im Anschluss fand fĂŒr die erste Aktion fĂŒr dieses Wochenende statt. Die Einsatzabteilung der Wehr fĂŒhrte eine AlarmĂŒbung im Pflegeheim St. Barbara durch, wo wir uns als „Patienten“ die gerettet werden mussten beteiligten. Abteilungskommandant Ralf Mittelbach erklĂ€rte uns den Übungsablauf und die einzelnen Aufgaben die jeder Jugendliche an der Übung hatte.

Nach einer sehr spannenden Übung und alle Jugendlichen von den Aktiven sicher gerettet worden sind und auch wieder alle vollzĂ€hlig im Feuerwehrzentrum eingetroffen waren, kamen unsere Freunde aus der Lutherstadt Eisleben im Feuerwehrzentrum an. Unser KĂŒchenteam unter der FĂŒhrung von Jugendleiter David Kunerth bereiteten uns ein leckeres Abendessen zu. Nach dem Aufwasch und dem AufrĂ€umen sind wir wieder im Übungshof angetreten. Dort wurden wir von Jugendfeuerwehrwart Hannes Hartmann in Gruppen fĂŒr die ÜbungseinsĂ€tze die im Hof aufgebaut waren eingeteilt.

Die eine Gruppe hat mit dem RĂŒstwagen einen verunglĂŒckten Bus angehoben, wĂ€hrend die anderen Gruppen mit dem GerĂ€tewagen Gefahrgut Gullis abdichteten. Mit dem Löschgruppenfahrzeug hat eine Gruppe ihre Grundkenntnisse bei einem Innenangriff vertieften können. Nach dem Übungen die etwa zwei Stunden ging wurden den Jugendlichen wie bei einer richtigen Berufsfeuerwehr in ihr jeweiliges Einsatzfahrzeug eigenteilt. Kurz darauf wurden die SchlafrĂ€ume und die Betten bezogen und etwas Ruhe kehrte ein.

Doch diese hielt nicht lange an. Der Alarmgong ging kurze Zeit spĂ€ter an und die Durchsage kam „Einsatz fĂŒr die Jugendfeuerwehr, Feuerschein an der GasĂŒbergabestation“. Innerhalb weniger Minuten waren alle Jugendliche umgezogen und auf den Fahrzeugen aufgesessen. Der komplette Löschzug wurde alarmiert und rĂŒckte Richtung Gasstation aus. An der Einsatzstelle angekommen wurde durch den ZugfĂŒhrer und den jeweiligen GruppenfĂŒhrern die Einsatzstelle erkunden. Es wurde schnell klar dass es sich um ein Fehlalarm handelte. Darauf hat der ZugfĂŒhrer der Leitstelle Entwarnung gegeben.

Nach dem Einsatz ist vor dem Einsatz

Der Löschzug ist zurĂŒck ins Feuerwehrzentrum gefahren. Doch nach dem Einsatz ist vor dem Einsatz. Die jeweiligen Fahrzeuge wurden durch die Gruppen wieder Kontrolliert, so dass bei dem nĂ€chsten Alarm wieder alles an seinem Platz war und nichts fehlte. Nach einem kleinen Snack kehrte Nachtruhe im Feuerwehrzentrum ein.

Am Samstagmorgen stand erst mal Dienstsport auf dem Plan. Die einen spielen im Hof Fußball, wĂ€hrend die anderen im Feld und an der Weschnitz unter FĂŒhrung von Jugendleiter Daniel Paradiso joggen gingen. Anschließend gab es ein ausgiebiges FrĂŒhstĂŒck. Danach sind alle Jugendlichen wieder mit kompletter PSA (Persönlichen SchutzausrĂŒstung) im Hof angetreten. Es stand die Praktische und Theoretische Ausbildung in Form eines Zirgeltrainings auf dem Dienstplan.

Wir wurden wieder in verschiedene Gruppen eingeteilt. An insgesamt 6 Stationen wurde verschiedene Einsatztaktiken wie Verkehrsabsicherung, Löschangriff, Reagieren bei einem Herzinfarkt und Bedienung des AED-GerĂ€tes, Bedienung des FunkgerĂ€tes, tragbare Leitern und Leiter stellen oder Knoten und Stiche geĂŒbt. Es hat jedem sehr viel Spaß gemacht und wir konnten viel fĂŒr unseren zukĂŒnftigen Einsatzdienst mitnehmen. Nach den zahlreichen Übungen wurde die Fahrzeugeinteilung wieder umgestellt.

Kurz vor dem Mittagessen ging ein Alarm fĂŒr die Jugendfeuerwehr ein. Auf der Weidsiedlung brannte eine Lagerhalle und zwei Personen wurden vermisst. Nach Eintreffen am Einsatzort, teilte der ZugfĂŒhrer jedem Fahrzeug Aufgaben zu und schnell hatten die Jungen BrandschĂŒtzer alles unter Kontrolle. Die Personen wurde gefunden und betreut, die Lagerhalle wurde gelöscht und mit Hilfe eines LĂŒfters entraucht. Danach gab es eine Einsatznachbesprechung noch vor Ort. SchlĂ€uche wurde wieder aufgerollt und das ganze Einsatzmaterial wieder sicher auf den Fahrzeugen verstaut. Nun ging es zurĂŒck in das Feuerwehrzentrum, wo bereits das Mittagessen auf die Jugendliche wartete.

Nach dem Essen hatten wir Zeit fĂŒr Freizeit bis wir dann am Nachmittag an den Waidsee gerufen worden sind. Dort haben wir zusammen mit dem DLRG und den Schlauchboten denn See unsicher gemacht und verschiedene Spiele und Aufgaben gemacht. Es war eine super AbkĂŒhlung fĂŒr uns. Als die Jugendlichen dann genug hatten sind wir wieder zurĂŒck ins Feuerwehrzentrum gefahren. Dort haben wir Tische und BĂ€nke sowie Teller und Besteck an den Grillplatz gebracht. Vom Schwenkgrill gab es dann leckere Steaks und BratwĂŒrste und dazu hausgemachte Salate von unserem KĂŒchenteam.

Ein Feuerwehrmann hat niemals frei

Zu Besuch kamen der Abteilungskommandant Ralf Mittelbach und sein Stellvertreter Thomas Keller. Als dann alles vorbei war und auch alles wegerĂ€umt war, gab es noch einmal einen Fahrzeugbesatzungswechsel. Diesmal durften es die Jugendlichen selber wĂ€hlen wo und mit wem sie auf das Einsatzfahrzeug gehen wollten. Kurz vor Mitternacht wurden vermisste Personen in den Feldern an der RömerbrĂŒcke gemeldet. Der Komplette Löschzug rĂŒckte wieder dorthin aus.

Am Einsatzort wurde festgestellt dass es nicht leicht war die Personen zu finden, denn die Dunkelheit machte den zukĂŒnftigen BrandschĂŒtzern zu schaffen. Mit zahlreichen Scheinwerfern und Handlampen wurde versucht das Gebiet auszuleuchten. Koordiniert fanden die Jugendlichen dann die beiden vermissten Personen und konnten gleich die erlernte Erste Hilfe vom Vormittag anwenden. Im Feuerwehrzentrum angekommen wurde die Einsatzfahrzeuge von dem Schlamm der Felder befreit und die Stiefel wurden geputzt. Der nĂ€chste Alarm konnte kommen doch in dieser Nacht blieb es ruhig. Am nĂ€chsten Morgen wurden wir wieder zum FrĂŒhstĂŒck geweckt. Nach dem alle ihre Sachen wieder gepackt haben und die Feldbetten abgebaut waren, endete das Berufsfeuerwehrwochenende. Wir verabschiedeten unsere Partnerwehr aus der Lutherstadt Eisleben. Und freuen uns auf ein Wiedersehen in vier Wochen beim diesjĂ€hrigen Sommerzeltlager in Eisleben Jedem hatte das Wochenende sehr viel Spaß gemacht und alle sind sie MĂŒde aber Fröhlich Nachhause gegangen.“

Über Alina Eisenhardt

Alina Eisenhardt (23) ist seit 2012 freie Mitarbeiterin bei uns, macht Redaktion, schreibt Texte und ist fĂŒr "Unsere Metropolregion - Newsletter" verantwortlich. Sie studiert Psychologie.