Donnerstag, 23. November 2017

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Hildebrand Mühle: „Grüne Immobilie“ statt Großbordell

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Hildebrand Mühle August 1999 Luftbild Wolf-Rüdiger Pfrang

Hildebrand Mühle August 1999 Luftbild Wolf-Rüdiger Pfrang

Weinheim, 1. Dezember 2010. (cm/pm) Der Gemeinderat hat am Mittwoch (24. November) einem Städtebaulichen Vertrag mit der Denkmal AG zugestimmt. Diese wird die alte Hildebrand’sche Mühle in ein Wohn- und Geschäftshaus umbauen. Im Vertrag wurde außerdem festgehalten, die Nutzungswünsche des früheren Besitzers nicht weiter zu verfolgen. Dieser plante ein Großbordell im Gebäude einzurichten. Der neue Investor will 50-70 Wohnungen bauen.

Der Weinheimer Gemeinderat dürfte erleichtert sein. Hatte der frühere Besitzer der alten Hildebrand’schen Mühle noch geplant, diese in ein Großbordell zu verwandeln, werden diese Nutzungswünsche nun nicht länger verfolgt. Dies wurde vertraglich festgehalten.

Im Vertrag verpflichtet sich die Wiesbadener Denkmal AG, die vor Jahren erteilte Baugenehmigung eines früheren Interessenten nicht zu verwenden. Im Gegenzug darf der Investor auf bis zu 950.000 Euro Fördermittel aus einem Städtebau-Sanierungsprogramm hoffen.

Jedoch nur unter der Bedingung, dass eine verträgliche Entwicklung umgesetzt wird. Auch diese Sanierungsziele wurden vertraglich festgelegt.

Wie Oberbürgermeister Heiner Bernhard sagte, sei er froh, dass er ein Versprechen einlösen könne. Die Gemeinderatsfraktionen lobten die Hartnäckigkeit der Verwaltungsspitze. Diese hatten dem früheren Bordell-Investor eine Umsetzung seiner Pläne so schwer wie möglich gemacht. Auch das Engagement einer Bürgerinitiative, die sich gegen die Bordell-Pläne stark gemacht hatte, wurde lobend erwähnt.

Der Vorteil dieses Investors liegt in der Spezialisierung der Denkmal AG, so die Stadt Weinheim. Diese hat sich nämlich auf die Sanierung alter Industriedenkmäler spezialisiert. Ein Abriss der alten Hildebrand’schen Mühle ist somit nicht notwendig.

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Der neue Investor Denkmal AG möchte in dem alten Industriegebäude hochwertige Wohnungen unterbringen. Ein großer Teil der Gebäude wie Turm und Villa bleiben erhalten, Nebengebäude werden abgerissen.

Insgesamt rechnet der Investor mit 12 Millionen Euro Baukosten und zusätzlichen Kosten für Abriss und komplette Entkernung, wofür der Zuschuss verwendet werden soll.

„Es werden 50-60 Wohnungen entstehen“, sagte Pressesprecher Michael Thümmel auf Anfrage. „Diese werden zwischen 70-100 Quadratmeter haben.“ Ab Januar gehe man in die konkretere Planung mit den Architekten. Dabei werde auch geprüft, inwieweit „altengerechtes Wohnen“ angeboten werden könne.

Aus Kapitalanlegersicht sei das Objekt sehr interessant, weil hier durch den Denkmalschutz höhere Abschreibungen möglich seien, außerdem plane man eine Niedrigenergiesanierung, so dass hier weitere Förderungen über die KfW möglich seien: „Das wird eine grüne Immobilie“, sagte Herr Thümmel.

Geplant ist eine Vermarktung ab Frühjar bis Mitte 2011, ab 2012 könnte dann gebaut werden. Das ehrgzeizige Ziel: Ab 2013 wären die Wohnungen dann beziehbar.

Link:
Denkmal AG
Referenzobjekt Schloss Seeheim
Pressemitteilung der Denkmal AG

Anmerkung der Redaktion:

Christian Mühlbauer absolviert ein redaktionelles Praktikum bei uns in der Zeit vom 22. November – 10. Dezember 2010. Herr Mühlbauer studiert an der Fachhochschule Ansbach “Ressortjournalismus.-€