Donnerstag, 22. Juni 2017

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Petry bewegt Dich: Fit auf die Piste

Guten Tag

Hirschberg, 2. Dezember 2010. Die Wintersportler jauchzen angesichts der Wetterlage: Endlich Schnee – ab auf die Piste heißt es in den kommenden Monaten. Ski fahren macht aber nur dann wirklich Spaß, wenn man sich drauf vorbereitet. Dann sinkt auch die Gefahr von Verletzungen.

Anmerkung der Redaktion:
Matthias Petry schreibt auf unseren anderen Blogs in Heddesheim, Hirschberg und Ladenburg seit einem halben Jahr jeden ersten Dienstag im Monat die „Petry bewegt Dich-Kolumne“ – mit Tipps, wie man sich im Alltag fit halten kann. Wenn Sie frĂŒhere BeitrĂ€ge lesen möchten, können Sie gerne auf das Archiv hirschbergblog kostenfrei zugreifen.

Von Matthias Petry

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Matthias Petry: Gesundheit ist alles. Foto: local4u

Haben Sie auch schon den Winterurlaub gebucht? Geht-ÂŽs wieder fĂŒr eine Woche zum Skifahren in die Berge? Haben Sie damit dann Ihr jĂ€hrliches Sportprogramm erfĂŒllt? Dann gehören Sie zu einer (recht großen) Risikogruppe.

Der Spaß kann gefĂ€hrlich werden.

Wer das ganze Jahr ĂŒber keinen Sport treibt und dann eine Woche lang Skipisten runterbrettert, lebt gefĂ€hrlich. Das gilt besonders fĂŒr AnfĂ€nger – aber auch fĂŒr gute Techniker und „alte Hasen“.

Sie kennen das: Anfangs lĂ€uft es auf der Piste noch wie geschmiert – die ersten HĂ€nge nehmen Sie mit links. Doch bald werden die Beine schwer, der RĂŒcken zwickt, die Lunge brennt. Dann liegen Sie zum ersten Mal auf der Nase. Gerade nochmal gut gegangen …

Skifahren ist Ă€ußerst komplex. Es setzt koordinative und konditionelle FĂ€higkeiten voraus – Kraft und Ausdauer sind gefragt. Hinzu kommt eine hohe Sturzgefahr und damit verbunden: eine hohe Verletzungsgefahr. Das wird meist unterschĂ€tzt – Skifahren ist wie Autofahren ohne Knautschzone und Airbag.

Die Chirurgen sind besser im Training als ihre Patienten.

Ein Skiunfall kann das UrlaubsvergnĂŒgen schnell zum Horrortrip werden lassen. KnochenbrĂŒche, BĂ€nderrisse, SchĂ€deltraumata – die KrankenhĂ€user in den Alpenregionen sind gut ausgelastet und machen gute GeschĂ€fte. Die dortigen Chirurgen gehören zu den besten ihrer Zunft – kein Wunder, denn sie sind stĂ€ndig im Training!

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Doch das Unfallrisiko auf der weißen Piste können Sie reduzieren. DafĂŒr bemĂŒhen wir nochmal das Beispiel Autofahren: Wie prĂ€parieren Sie Ihr Auto fĂŒr den Winter? Inspektion, Winterreifen, Frostschutzmittel? Dann machen Sie ja alles richtig. Und wie prĂ€parieren Sie Ihren Körper fĂŒr Wintersport? Gar nicht? Dann mĂŒssen Sie was tun.

Um Ihren Körper zu stĂ€rken und fĂŒr den Wintersport zu prĂ€parieren, mĂŒssen Sie ein Grundlagentraining absolvieren, das bereits im Herbst beginnen sollte: Die Muskeln krĂ€ftigen – vor allem die Beinmuskulatur – aber auch RĂŒcken, Bauch, Schultern und Arme. Am besten in einer wöchentlichen Skigymnastik.

Üben, ĂŒben, ĂŒben.

Auch eine WirbelsĂ€ulengymnastik (siehe Oktoberausgabe) passt da bestens – allerdings ergĂ€nzt durch Übungen fĂŒr die Beinmuskulatur (z. B. Kniebeugen) und fĂŒr die Arme. Kaufen Sie sich fĂŒr zu Hause ein Theraband inklusive Übungsanleitung.

Und trainieren Sie Ihre Ausdauer, Ihr Herz-Kreislaufsystem. Gehen Sie regelmĂ€ĂŸig walken, laufen, radfahren oder schwimmen. Mindestens zweimal pro Woche fĂŒr mindestens eine halbe Stunde.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Ist Ihr Körper fĂŒr den Wintersport vorbereitet, ermĂŒdet er weniger schnell. Und die meisten StĂŒrze passieren dann, wenn Kraft und – damit unweigerlich verbunden – auch Konzentration und Reaktion nachlassen.

Ein trainierter Körper beugt Verletzungen vor.

StĂŒrze kommen dann weniger oft vor – aber natĂŒrlich sind sie auch nicht unvermeidbar. Eine trainierte Muskulatur, die Knochen, Sehnen und Gelenke schĂŒtzt, kann dann StĂŒrze abfedern und das Verletzungsrisiko dadurch erheblich verringern.

Und man schĂŒtzt damit natĂŒrlich auch die anderen Wintersportler, wenn man Kollisionen auch noch am Nachmittag ausweichen kann. Wenn die Muskeln den Befehlen des Gehirns zuverlĂ€ssig Folge leisten.

Außerdem ist man mit einer guten Fitness selbstsicherer und lockerer, man hat mehr Zutrauen in die eigenen FĂ€higkeiten und damit mehr Spaß auf der Piste.

Ein Skiunfall kann schlimme Folgen haben. Körperliche Fitness ist die beste PrÀvention, damit einem selbst und anderen nichts passiert.

In diesem Sinne wĂŒnsche ich Ihnen Ski heil!

Mit sportlichen GrĂŒĂŸen
Matthias Petry

In eigener Sache:
Nach einem halben Jahr und sechs fachlichen BeitrĂ€gen zum Thema „Sport und Gesundheit“ möchte ich mich bei allen Lesern bedanken.

Die sehr guten Zugriffszahlen zeigen, dass meine Artikel in der Reihe „Petry bewegt Dich“ auf ein breites Interesse stoßen, was mich sehr freut. 🙂

Es geht mir aber nicht nur um Unterhaltung, sondern vor allem darum, Menschen zu mehr Bewegung und Sport zu animieren.

Deshalb wĂŒrde ich gern von Ihnen wissen, ob meine RatschlĂ€ge bislang auch irgendetwas praktisch bewirkt haben.

Wenn Sie also den einen oder anderen Tipp umgesetzt haben oder sich gar mehr bewegen wie frĂŒher, dann schreiben Sie doch ein kurzes Feedback als Kommentar.

Das wĂŒrde wiederum mich noch mehr motivieren, Ihnen auch im kommenden Jahr als „gutes Gewissen“ zur Seite zu stehen. Themen gibt-€ℱs genug, denn ohne Gesundheit ist alles nichts!

Zur Person:
Matthias Petry ist Sportwissenschaftler und als Dozent im Gesundheitsbereich tĂ€tig. Matthias Petry gibt Antworten auf Fragen rund um Sport, Fitness und Gesundheit und möchte dazu motivieren, dass Menschen wieder mehr Bewegung in ihren Alltag einbauen und dadurch schrittweise gesĂŒnder werden.