Donnerstag, 16. August 2018

Neubaugebiet Lützelsachsen Ebene

Spatenstich für Heizzentrale

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Peter Krämer, Geschäftsführer der Stadtwerke Weinheim, Architekt Roland Träger, Erster Bürgermeister Dr. Torsten Fetzner, Uwe Gerbich-Demmer vom Pilgerhaus, Werner Sporer vom Autohaus Sporer und Manfred Müller-Jehle von der Wirtschaftsförderung der Stadt Weinheim (von Links) setzten heute den ersten Spatenstich für die neue Heizzentrale.

 

Weinheim, 02. Juli 2013. (red/ld) Heute mittag war Spatenstich für die neue Heizzentrale der Stadtwerke Weinheim. Sie soll im Oktober, zu Beginn der Heizperiode, in Betrieb gehen. In dem 250 Quadratmeter großen, einstöckigen Gebäude soll ein Heizkessel betrieben werden, der als Reserve dienen soll. Die restliche Wärmeleistung wird über die Abwärme des Blockheizkraftwerks von Landwirt Axel Großhans bezogen.

Von Lydia Dartsch

Derzeit beziehen bereits zwei Privatkunden sowie das Pilgerhaus und das Autohaus Sporer Biowärme aus der 950 Meter langen Leitung zum Blockheizkraftwerk von Axel Großhans. 22 künftige Bewohner haben bereits Anträge für einen Anschluss an das Netz gestellt.

Der gesamte Wärmebedarf des Gebiets könne damit nicht gedeckt werden. Deshalb wird nun die Heizzentrale mit einem Heizkessel gebaut. Dieser soll künftig 1,8 Millionen Kilowattstunden Wärme im Jahr erzeugen und die Versorgung in Spitzenzeiten gewährleisten. Die Stadtwerke Weinheim rechnen mit einem zukünftigen Wärmebedarf von 4,6 Millionen Kilowattstunden im Jahr. Architekt Roland Träger hat das Gebäude so konzipiert, dass im Bedarfsfall ein weiterer Kessel eingebaut werden und die Leistung so erhöht werden kann.

Investitionssumme: Eine Million Euro

Für die Stromversorgung für Kessel, Pumpen und Lüftungsanlage wird auf dem Dach eine Fotovoltaikanlage mit 140 Modulen und einer Spitzenleistung von 35 Kilowatt – 32.800 Kilowattstunden im Jahr – installiert. Sie soll einen Teil des Strombedarfs decken.

Eine Million Euro kostet die Heizzentrale. Damit sie sich rentiert, müssen zwei Drittel der künftigen Bewohner des Neubaugebiets an das Fernwärmenetz angeschlossen sein. Ein Anschluss ist an jedem Grundstück vorhanden. Der Geschäftsführer der Stadtwerke, Peter Krämer, sieht kein Problem darin, genügend Interessenten zu finden:

Die Anmeldungen gehen zügig voran.

Auch die großen Bauträger wie die Firma Baustolz, die Hanseatische Immobilien-Treuhand und die Firma Sattler hätten bereits Interesse angemeldet.

Regenerative Energieversorgung als Pluspunkt

Gut 1.000 Neubürger erwartet der Erste Bürgermeister Dr. Torsten Fetzner in den kommenden Jahren in Lützelsachsen Ebene. Vor allem junge Familien sollen sich hier ansiedeln:

Regenerative Energien sind inzwischen ein Vermarktungsvorteil,

sagte er. Neben der Anbindung an den Öffentlichen Personennahverkehr und günstigen Grundstückspreisen mache dieses Kriterium Grundstücke für junge Familien attraktiv. Mit dem Bezug von Fernwärme erfüllen Hausbesitzer die Vorgaben des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG), wonach bei Neubauten mindestens 20 Prozent der Wärme aus erneuerbaren Energien stammen muss.

 

Über Lydia Dartsch

Lydia Dartsch (31) hat erfolgreich ihr Volontariat beim Rheinneckarblog.de absolviert und arbeitet nun als Redakteurin. Die studierte Politikwissenschaftlerin und Anglistin liebt Kino, spielt Gitarre und sportelt gerne.