Montag, 24. Juli 2017

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Landkreis baut vierteiligen Gebäudekomplex für 200 Personen bis Herbst 2015

Asylbewerber-Unterkunft in Heppenheimer Straße

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Die Brombeersträucher kommen weg. Auf dem Grundstück baut der Landkreis ein Asylbewerberheim für 200 Personen.

Die Brombeersträucher kommen weg. Auf dem Grundstück wird der Landkreis einen Wohnkomplex für 200 Asylbewerber bauen.

 

Weinheim/Rhein-Neckar/Ladenburg, 03. Dezember 2013. (red/ld) Rund 200 Asylbewerber sollen ab Herbst 2015 (wir hatten zunächst 2014 berichtet in Weinheim untergebracht werden. Zu diesem Zweck wird der Landkreis einen vierteiligen Gebäudekomplex auf einem städtischen Grundstück an der Heppenheimer Straße neu bauen. Das verkündeten Oberbürgermeister Heiner Bernhard (SPD) und Landrat Stefan Dallinger (CDU) heute bei einer Pressekonferenz im Rathaus.)

Die Asylbewerber sollen eine „Willkommenskultur“ in der Stadt vorfinden und schnell integriert werden. Deshalb seien in den vergangenen sechs Monaten Gespräche mit der Stadt, mit Flüchtlingsvereinigungen, den christlichen Kirchen und dem Moschee-Verein geführt worden. In den Gemeinschaftsräumen der Unterbringung sollen Aktivitäten wie Sprachförderung und Hausaufgabenhilfe für die Kinder angeboten werden. Man setze auf ehrenamtliches Engagement, sagten OB Bernhard und Landrat Dallinger.

Auf „gute Integrationsmöglichkeiten“ habe man bei der Auswahl des Grundstücks geachtet, sagte OB Bernhard heute. Das 4.436 Quadratmeter große Grundstück liegt zwischen einem Baumarkt im Gewerbegebiet und grenzt an ein Wohngebiet. In zehn Minuten Fußweg ist der Kindergarten in der Fichtestraße zu erreichen. Der Weg zur Grundschule dauert zu Fuß 25 Minuten. Zudem sei das Grundstück gut an den öffentlichen Personennahverkehr angebunden. Der Fußweg zur OEG-Haltestelle „Händelstraße“ dauert immerhin 13 Minuten.

Neubau für 200 Personen für 10 Jahre

Derzeit ist das Gelände als Sondernutzungsfläche für Einzelhandel vorgesehen. Ein vorhabenbezogenes Änderungsverfahren des Bebauungsplans wird jetzt anlaufen. Das Grundstück an der Heppenheimer Straße wird dann für zehn Jahre durch den Landkreis von der Stadt gepachtet. Genaue Planungen gebe es noch nicht, sagte Landrat Stefan Dallinger. Wegen der vorgesehenen Nutzungsdauer käme eine Containerlösung wie in Schwetzingen nicht in Frage. Auch eine so große Unterbringung wie in Sinsheim mit 424 Plätzen werde es nicht mehr geben. Der Neubau für 200 Personen werde sich an der umliegenden Bebauung orientierenund zweistöckig werden. Benötigt wird nach unserer Berechnung eine Wohnfläche von 1.400 Quadratmetern. Dazu kommen Gemeinschafts- und Verwaltungsräume.

Die Anzahl der aufgenommenen Asylbewerber sei in den vergangenen zwei Jahren „exorbitant“ gestiegen, sagte Landrat Dallinger. Bis zum Ende dieses Jahres werden neue 700 Asylbewerber im Landkreis untergebracht. Im Jahr 2012 waren es 340. Im Jahr zuvor 250. Das sei viel, käme aber noch nicht an die Zahlen während des Jugoslawienkriegs heran, sagte Landrat Dallinger. Es sei aber damit zu rechnen, dass die Situation so bleibe. Deshalb habe man sich für die Neubaulösung entschieden.

Bedarf bleibt auf hohem Niveau

Zudem werden in den kommenden Jahren auch einige Unterbringungsmöglichkeiten wegfallen: Die Ladenburger Martinsschule, wo derzeit 160 Personen untergebracht sind, wird ab dem kommenden Jahr während der Sanierung des Carl-Benz-Gymnasiums als Ausweichquartier für Schüler benötigt und nach der Schulsanierung abgerissen werden. Die Containerlösung in Schwetzingen wird Ende 2015 aufgelöst werden.

Eine weitere Gemeinschaftsunterkunft wird derzeit in Wiesloch gebaut. Sie soll im kommenden Herbst 240 Plätze bieten. Der Neubau in Weinheim wird im Herbst 2015 eröffnet. Wir berichten im Laufe des Tages ausführlicher.

Über Lydia Dartsch

Lydia Dartsch (31) hat erfolgreich ihr Volontariat beim Rheinneckarblog.de absolviert und arbeitet nun als Redakteurin. Die studierte Politikwissenschaftlerin und Anglistin liebt Kino, spielt Gitarre und sportelt gerne.

  • Dirk Ahlheim

    Wenn schnelle Integration gewünscht wird, warum nicht innerhalb der Stadt? Wenn 200 Menschen auf engstem Raum als Übergangslösung leben müssen mit unterschiedlichen Kulturen und Bildungsstand etc., dann brauch ich mir um den Wert meiner Immobilien und den Schutz meiner Familie vor Kriminalität und Drogen keine Sorgen machen,hahaha! Danke liebe Stadt, erst Familien nach Weinheim locken, und dann den anliegenden Bolz- und Spielplatz in einen Ort für für schnelle Drogengeschäfte verwandeln, prima Idee. Da brauchen unsere Kinder gar nicht mehr den Bus nehmen, um an Drogen zu kommen! Oder wie war das mit der schnellen Anbindung gemeint??? So NICHT!!!

  • Rheinneckarblog

    Guten Tag!

    Sie kriminalisieren Menschen auf der Flucht. Einfach so, pauschal und ohne jede faktische Grundlage.

    Wir empfehlen Ihnen diesen Text und darüber nachzudenken, wieviel Nazi bereits in Ihnen steckt.

    http://www.weinheimblog.de/06/der-nazi-ist-in-uns-allen/17361.html

    • Dirk Ahlheim

      Informieren Sie sich besser über die Auswirkungen von Massenunterkünften auf die unmittelbare Umgebung, den darüber gibt es bereits zahlreiche Erkenntnisse. Nicht zuletzt auch in Weinheim!!! Auch sollten Sie die aktuellen Empfehlungen vieler sozialer Einrichtungen hinsichtlich einer dezentralen Verteilung der Asylanten für eine bessere Integration lesen!! Machen Sie Ihre journalistischen Hausaufgaben und unterlassen Sie Verleumdungen dieser Art.

    • Petra

      Um die Aussage vom User Dirk zu untermauern, möchte ich dem Weinheimblog folgende Artikel aus sehr rennomierten und angesehenen deutschen Zeitungen ans Herz legen. Hier geht es gerade um diese Argumente und weitere Aspekte…

      http://www.welt.de/politik/deutschland/article118832535/Terroristen-suchen-Asyl-in-Deutschland.html

      http://www.faz.net/aktuell/politik/fluechtlinge-aus-tschetschenien-verroht-und-hoch-aggressiv-12574365.html

      • hardyprothmann

        Guten Tag,

        danke für die Empfehlung. Was den Artikel in der „renommierten“ Welt angeht – den haben wir nachrecherchiert und herausgefunden, dass, sagen wir es salopp, der Inhalt Bullshit ist.

        http://www.ladenburgblog.de/12/von-terroristen-und-schulkindern/14384.html

        Der FAZ-Artikel könnte ich genauso zerlegen. Wenn Sie den aufmerksam lesen, greift er Beispiele in ganz Deutschland auf, um überhaupt „Fälle“ zusammenzubekommen.
        Weiter ist klar, dass es in den Unternkünften zwischen den Volksgruppen zu übergriffen kommt – das spricht für eine dezentrale Unterbringung, um dies zu vermeiden.
        Wer kritisch liest, muss sich die Frage stellen, wenn denn diese Tschetschenen so „hochgradig verroht und aggressiv“ sind – wieso gibt es dann so wenig Fälle? Da passt was nicht zusammen.
        Insgesamt ist der FAZ-Artikel hochgradig spekulativ

        Schönen Gruß und Hinweise nehmen wir immer gerne entgegen.

        Hardy Prothmann

        • Petra

          Mit Verlaub, Ihr Statement ist eine Wucht!
          Wenn schon die Journalisten dieser beiden Zeitungen von Ihnen als jämmerliche Amateure hingestellt werden, dann möchte ich mit Ihnen in diesem Kontext keinen weiteren Diskurs führen. Sie scheinen bei dem Thema die Wahrheit ausschließlich für sich gepachtet zu haben und gefallen sich vermutlich in der Rolle des medialen Inquisitors…

          • hardyprothmann

            Guten Tag,

            Sie haben die Artikel empfohlen und ich habe Ihnen daraufhin einen Hinweis auf einen bereits im August erschienen Artikel gegeben, der nachweist, dass die Welt sich irgendwas zusammenerfunden hat. Man kann es auch eine glatte Lüge nennen. Meine Recherche ist mit Fakten unterlegt, die Auskünfte stammen von den zitierten Ämtern und Personen. Sie haben vollkommen recht – der Welt-Artikel ist ein erbärmliche journalistische Nicht-Leistung.

            Selbstverständlich wollen Sie keinen Diskurs mehr führen – Ihre „Argumentationbasis“ ist ja auch gerade kaputt gegangen. Inhalt falsch, „renommierte Zeitung“ nicht verlässlich.

            Abgesehen haben ordentlich recherchierende Journalisten nicht „die Wahrheit“ für sich gepachtet, sondern veröffentlichen nachprüfbare Informationen. Wem das nicht ins Weltbild passt, streitet das aber trotzdem ab. Ist halt so. Anständig arbeitende Journalisten sind nicht dafür verantwortlich, ob jemand gute von schlechten Informationen unterscheiden kann oder will.

            Sie wollen sich Ihr vorurteilsbeladenes und beschränktes Weltbild erhalten? Dann liegen Sie richtig – es lohnt sich kein weiterer Diskurs.