Sonntag, 26. Mai 2019

FAS-Redakteurinnen haben es schwer - Versuch einer beschwichtigenden Verstehung

Der nekrophile Nihilismus der Antonia B.

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Kreis Bergstra√üe/Rhein-Neckar, 03. Januar 2014. (red) √úberhaupt keinen guten Start ins neue Jahr erleben die s√ľdhessischen Orte Birkenau und Rimbach sowie der komplette Odenwald. Laut der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung ist der Odenwald die H√∂lle auf Erden und Orte wie Birkenau, M√∂rlenbach und Rimbach sind die „scheu√ülichsten Orte der Welt“. Wer hier lebt, wird angeblich „im Kopf kaputt gemacht“. Einfach so. Weil man hier lebt. Die unausweichliche Folge laut der FAS-Redakteurin Antonia Baum: Drogen und Rauchen ab dem Alter von elf Jahren, Ladendiebstahl und eine die Pers√∂nlichkeit deformierende Depression.

Von Hardy Prothmann

Im Landratsamt Kreis Bergstra√üe l√§uft das email-Postfach voll.¬†Eine ganze Region ist emp√∂rt. Die Menschen in den s√ľdhessischen Odenwald-Gemeinden sind fassungslos und protestieren. Was haben sie getan, um derart kollektiv verachtet und verunglimpft zu werden? Was ist an ihren Orten so „pervers“, dass jemand ¬†mit schon fast pathologischer Wut sie so besch√§mt? Und wie kommt solch ein „Zeugs“ (Text) in eine Zeitung, die sich sonst f√ľr die Bastion des Bildungsb√ľrgertums h√§lt? Wie reagiert man auf einen derartigen Hass auf Heimat und Heim? Auf Familie und Leben auf dem Land? Muss man sich das „gefallen“ lassen, soll man reagieren oder lieber nicht?

Man sollte darauf reagieren.¬†Denn die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (FAS) hat eine Auflage von knapp 350.000 Exemplaren. Zudem wurde der Artikel unter der zun√§chst nichtssagenden √úberschrift „Dieses St√ľck Germany“ auf faz.net ver√∂ffentlicht und besch√§digt ohne Sinn und Verstand den Lebensraum von gut 30.000 Menschen. Einfach so. Ohne Anlass, ohne Fakten – nur weil eine offensichtlich zutiefst traumatisierte Nachwuchsjournalistin und eine zutiefst verantwortungslose Redaktion ihrer gleichsam egozentrierten Hybris freien Auslauf lassen.

Auf Tour oder Tourette?

Vielleicht leidet die Autorin Antonia B. schlicht und ergreifend am Tourette-Syndrom und muss ab und zu einfach laut Schei√üe schreiben, weil sie einfach krank ist und nicht anders kann. Hinweise gibt es genug. Aber dann w√§re sie so eine Art Jonathan Meese der jungen Literatur. √Ąsthetisch eher eklig, also noch ekliger, als sie viele Sachen eklig findet und am ekligsten w√§re ja, wenn sie nicht nur eklig w√§re, sondern auch so aussehen w√ľrde. Wie profan. Deswegen sieht sie adrett aus und gibt sich m√§dchenhaft. Auch, wenn sie bald 30 Jahre alt wird. Sie hat so eine Art Lizenz der Dauer-Abiturientin. Davon gibt es in Berlin viele, die nicht erwachsen werden wollen. Die meisten sind aber wirklich d√ľmmer als die Dummheit erlaubt und Antonia B. hat einen geheimen Traum. Dazu mehr am Ende des Textes.

Von Selbsthass, Frust und Wut handelt ihr 2011 erschienener Deb√ľtroman „Vollkommen leblos, bestenfalls tot“. Hier ist es die Gro√üstadt, die Antonia B. √§hnlich hoffnungslos, zerst√∂rerisch und krank machend bezeichnet wie den l√§ndlichen Raum des Odenwalds. In der Zeit wird das Buch so besprochen:

Alkoholexzesse, Drogenabst√ľrze, Amok-Fantasien und schlie√ülich am Ende der Todeswunsch: ¬ĽOh Gott, ich lebe in einer Welt voll Schei√üe.¬ę

Nat√ľrlich muss es nicht zwangsl√§ufig so sein, dass Antonia B. selbst in einer Welt voll Schei√üe lebt. Sie ist ja nur die Autorin einer fiktiven Ich-Erz√§hlerin und eine durchaus attraktive junge Frau mit m√§dchenhaftem Sprechduktus bei gleichzeitig gewollt lasziv-l√§chelndem Augenaufschlag und einem leichten Lispeln.

Was ist real, was fiktiv?

Hermeneutisch betrachtet, darf man aber fragen, inwieweit die Autorin des Textes auch die Autorin im Text ist. Und da die reale Motivwelt der Feuilleton-Redakteurin Antonia B. in der portr√§tierenden Schilderung ihrer traumatischen Kindheit √ľberraschend √§hnlich der der verfiktiven Protagonistin in der Gro√üstadt ist, wird das sogar wahrscheinlich. Autorin wie Protagonistin fl√ľchten vom Land in die Gro√üstadt. Die Autorin beginnt mit elf Jahren zu rauchen und „zu kiffen, bis man nichts mehr sah, und zu klauen, um sich irgendwie zu unterhalten.“

Literaturwissenschaftlich betrachtet, ist der aktuelle Artikel im Feuilleton der FAS sehr aufschlussreich. Denn er l√§sst offensichtliche Schl√ľsse zwischen der „realen“ Erlebniswelt der Autorin und ihrer durch und durch kaputten, ver√§chtlichen und hassenden Romanfigur zu. Ist die Ich-Erz√§hlerin im Roman am Ende nur der Spiegel in eine durch Kiffen verr√ľckte Psyche einer frustrierten FAS-Autorin, die einfach dort landen musste, weil die Klapse zu gew√∂hnlich gewesen w√§re?

Also landfl√ľchtet Antonia Baums Heldin, so wie jedes Post-Abitur-Mittelstandskind, getrieben von Sehns√ľchten und der Hoffnung auf Besserung der Gesamtsituation, in die Gro√üstadt. (taz, 15.10.2011)

Die Handlung ist schnell skizziert: Die Icherz√§hlerin, ein junges M√§dchen, will so schnell wie m√∂glich weg von zu Hause. Sie ertr√§gt ihren Vater nicht, weil der nur an sein Ego denkt und ihre Mutter daf√ľr r√ľcksichtslos ausnutzt. Und sie ertr√§gt ihre Mutter nicht, weil diese sich das viel zu lange gefallen lie√ü. (Zeit, 17.11.2011)

In der Beschreibung der realen Erfahrungswelt von Antonia B. liest sich das so:

Die Familienoberhäupter waren Männer, die Frauen meistens zu Hause, die Männer schrien die Frauen an, wenn sie selbst versagt hatten, die Frauen ließen sich von ihren Männern anschreien, und beide, Männer wie Frauen, wollten in der Nachbarschaft einen gepflegten Eindruck machen.

Muss man davon ausgehen, dass Antonia B. aus einer kaputten Familie kommt? Außen eine scheinheilige Fassade, innen die Hölle? Ihr Vater ein hochgradiges Arschloch, ihre Mutter eine dumme Landkuh? Dazu nix los im im Dorf. Im Odenwald. Aus Sicht einer gelangweilten narzistisch-pubertierenden Göre ganz sicher der falscheste aller falschen Plätze, um als herausragendes Schriftstellerinnen-Talent entdeckt zu werden. Nur Dummheit. Nichts als degenerierte Dummheit um diesen eigenen verstrahlten Geist herum.

Die innere Hölle der Antonia B.

Und wie bitter musste die Erfahrung sein, endlich als „Odenwaldinhaftierte“ dieser „Odenwaldh√∂lle“ entkommen zu sein, um in der Betonh√∂lle der Gro√üstadt festzustellen, dass hier auch alles einfach nur erbarmungslos schei√üe ist. Im Odenwald gibt’s B√§ume, in Berlin viel Beton. Planton erz√§hlte gleichnishaft von der H√∂hle, deren H√∂lle Antonia B., wenn auch geblendet vom Licht entkommen zu sein scheint. Doch sie sp√ľrt, dass die H√∂hle, die der Frucht, die sich in ihren Leib einnisten will, schicksalshaft nicht entkommen kann. Und Antonia B. wehrt sich. Indem sie alles beschimpft. Die Logik ist einfach: Es muss mehr als zwei Wege geben. Mehr als Licht und Schatten. Und selbst wenn es die Erkenntnis sein soll, dass es eben doch nur Licht oder Schatten gibt und beides Schei√üe ist. Damit hebt man sich immer noch √ľber die, die sich f√ľr eins von beiden entscheiden.

Sie schreibt halt gerne √ľber Leichen im Keller, verzehrt sie gleichsam und erkl√§rt das hinterher als sinnlos. So geht halt nekrophiler Neo-Nihilismus.¬†Ganz sicher kann die Antonio B. schreiben. Man kann ihr sicher nicht vorwerfen, dass sie das nicht kann. Ob man das gut findet oder nicht, steht nicht auf ihrem Blatt.

Aber man kann ihr sehr wohl vorwerfen, wie achtungslos sie dieses Schreiben benutzt. Denkt man Ihr Schreiben weiter und wendete es konsequent auf sie an, so bleibt allerdings nichts als Sinnlosigkeit. Das kann auch Selbstschutz im Sinne einer selbsterf√ľllenden Prophezeiung sein. Solange sie ihrem K√∂rper in Abrede stellt, dass in ihr ein lebenshungriges Wesen wachsen kann, wird es auch nicht wachsen, ob verhindert oder abgetrieben.

Nicht schwanger ist wenigstens leblos

„Vollkommen leblos“ ist eine kontradiktische Metapher. Vollkommenheit ist ein Los ohne jedes Leben. Nicht menschlich. Und „bestenfalls tot“ eine Umschreibung von „√ľber die Toten nichts als Gutes“. Vielleicht ist es aber auch ganz simpel die Erleichterung einer Angst vor einem Leben, das, solange man es nicht will, einfach tot diagnostiziert werden soll. Wie traurig.

Im Wald gibt es Vegetationsstufen, in der Gro√üstadt stapeln sich Stockwerke auf Stockwerke. Hier wie da versuchen Menschen ihrem jeweiligen Leben einen Sinn zu geben. Eine postpubert√§re, sprachtalentierte G√∂re hat ein „Ich wei√ü, dass ich nichts wei√ü“ irgendwie in den falschen Hals bekommen und will einfach mehr wissen als andere. Und wenn schmerzhaft nur so geht, alles Wissen und Sein als bedeutungslos und damit dumm, d√ľmmer, am d√ľmmsten zu charakterisieren. Inklusive ihrer selbst, die das aber zumindest so gemeinschaftlich reflektiert, als sie zwar wei√ü, wie dumm alles Dumme ist, aber auch keinen Ausweg kennt.

Das ist ihr Thema. Sie selbst. Und ob sie nun an Tourette leidet oder sonst einen Hau abhabt oder einfach nur den kalkulierten Skandal als Eigenmarketing nutzt („au√üen s√ľ√ü und innen b√∂se“).

Wer wei√ü? Die Feuchtgebiete hat Charlotte Roche schon besetzt. Irgendwas mit Nazis ist voll Panne und wenn man lustlos ist – warum nicht das lustlose „Sinnbew√§ltigungsproblem“ zum Erkennungsmerkmal bis zum Exzess stilisieren? Dazu schreibt die fast 30-J√§hrige „√ľber absurdeste Orte“, „abwegigste Ortschaften“ und „perverse Kleinst√§dte“ – und alle sind gleich. Alles ist eklig und von allem wird ihr schlecht. Sie, also die Protagonistin, leidet unter Menschheit als T√∂tungsdelikt und die Autorin f√ľhlte sich im Odenwald zum Tode verurteilt.

Mit großer Wahrscheinlichkeit, bist Du hier falsch,

l√§sst Antonia B. ihre Romanheldin sagen. Mit sehr gro√üer Sicherheit ist der Artikel der Autorin √ľber den Odenwald einfach nur ein Umschrieb ihres Deb√ľt-Romas.

Und √§rgern darf man sich √ľber Antonia B. und die FAS dann, wenn man den Text ernst nimmt. Einen Sinn darin sucht und Antonia B. damit auf den Leim geht. Es gibt keinen Sinn und jeder, der den sucht, ist ein Depp.

Verstehste? Reingelegt. Idiot. (Ehrlich? Ich bin auch zun√§chst drauf reingefallen.) Es handelt sich nicht um eine journalistische Arbeit mit irgendwelcher M√ľhe, die Dinge zu verstehen und zu erkl√§ren. Der Text ist ein Selbstplagiat. Ein Abklatsch, um sich an ein paar Odenw√§ldern zu r√§chen, denen sie noch eins reinw√ľrgen wollte. Sich selbst inbegriffen. Kopf-Gewichse am Schreibtisch beim Betrachtern der schlanken Finger, die nie Arbeit gesehen haben, daf√ľr aber gut lackiert sind. Leblos, aber sch√∂n. Imagination. So wie geklautes L‚ÄôOr√©al.

Antonia B. und der Tag der offenen T√ľr

Geht man darauf ein, verschafft man dem trostlosen Gem√ľt der Antonia B. kurzfristig ein wenig Leidensfreude. Denn dann best√§tigt sich ja, wie sehr dumm die sehr Dummen im Odenwald sind. Genau deshalb sollte man auf sie reagieren und zwar anders, als sie es erwartet. Die Emp√∂rung ist von ihr berechnet. Sie langweilt das, h√§lt es f√ľr dumm. Typische Verachtungsschnittmenge.

Genau deshalb sollte man ihr Gr√ľ√üe aus der sch√∂nen Heimat schicken. M√∂glichst in Tracht. Mit gl√ľckseligem L√§cheln und einer Einladung zum Tag der offenen T√ľr der Feuerwehr, sowohl in Birkenau, als auch in M√∂rlenbach, als auch in Rimbach.

Denn mit einiger Wahrscheinlichkeit kann man davon ausgehen, dass Antonia B. sich seit Drucklegung von „Vollkommen leblos, bestenfalls tot“ irgendwie im Kreis dreht und nicht vorankommt. Sie ist eine Gefangene ihres eigenen Sinnbew√§ltigungsproblems.

Vermutlich dauert dieser Zustand auch schon länger an als die Drucklegung des Buches. Vermutlich ist der Druck arg groß und das Ablassventil in unerreichbarer Ferne:

Es ist nicht unwahrscheinlich, dass ich, h√§tte es im Odenwald nicht einen vern√ľnftigen Mann gegeben, meinen vom Odenwald ohnehin schon verw√ľsteten Kopf mutwillig vollends verw√ľstet h√§tte, vielleicht w√§re ich jetzt tot oder Drogendealer, oder ich h√§tte aufgegeben, w√§re im Odenwald geblieben und l√§ngst mehrfache Gro√ümutter. Der Mann, der mich vor alldem bewahrt hat, war mein Deutschlehrer, und seinetwegen setzte ich mich an manchen Tagen gerne in die Weschnitztalbahn, um in die Schule zu fahren, wo er √ľber B√ľcher sprach, in denen man, selbst im Odenwald, zumindest zeitweise, zu Hause sein konnte, die einem aber umso deutlicher machten, warum man da dringend weg muss, aus dem Odenwald, aus allem, raus..

Vielleicht h√§tte sie einfach ihren Deutschlehrer heiraten sollen, den sie im FAS-Artikel am Ende fast z√§rtlich umschw√§rmend liebkost, der aber vermutlich nur ihren Geist, aber niemals ihr Fleisch ber√ľhrt hat. War dieser Deutschlehrer ihre erste gro√üe, aber heimliche Liebe? Ist sie seitdem auf der Suche nach ihm – in vollem Bewusstsein, dass sie ihn in der Vergangenheit in ihrer verfluchten Heimat nicht finden kann und auch in der oder den neuen Welten nicht?

Man muss nicht Literaturgeschichte studiert haben, um zu wissen, dass entt√§uschte Lieben ein lebenslanger Quell der freudlosen W√ľte sein k√∂nnen. Insbesondere dann, wenn diese nur √ľberwunden werden k√∂nnen, indem man genauso spie√üig wird wie das Leben, das man √ľberwinden will. Pubertierende ohne Verstand halten das immer schon f√ľr pervers.

Schmerz. Sehnsucht.

Das kann man real oder fiktiv so viel Abtreiben wie man will. Es bleibt der Schmerz der Sehnsucht. Vermutlich ganz banal nach Liebe. Oder Liebensfähigkeit. Mit all den Fassaden, die mal mehr, mal weniger, aber immer dazugehören.

Die alten Griechen nannten das ein Dilemma. Und modern lässt sich das Leiden der jungen B. vielleicht so beschreiben: Antonia B. hat persönlich den Odenwald verlassen, aber der Odenwald niemals die Person Antonia B. Ganz egal, wo sie hingeht.

Was bleibt als Erkenntnis? Man entkommt seinem Schicksal nicht. Egal, was man tut.

Antonia B. kann sich noch so sehr an „Menschfressern“ erg√∂tzen und sich noch so sehr im Nichts ergehen. Sie ist zwar in Borken (Westfalen) geboren, aber die Zeit ihrer heranwachsenden Erkenntnis hat sie im Odenwald erlebt. Sie kann das alles zunichte machen. Schlecht schreiben wie es schlechter nicht mehr geht. Den Geruch von Kochk√§se und die B38 und die Weschnitztalbahn wird sie – egal, was sie tut – nie mehr los.

Sie wird, und das ist dramatisch, auf ewig von diesen prägenden Erfahrungen traumatisiert sein.

Einen Ausweg aus dem Labyrinth kann jeder finden. Ich empfehle der jungen Frau den Mythos von Sisyphos von Albert Camus. Diese Welt ist absurd. Wenn man das verstanden hat, kann man auch wieder ein wenig Lachen. Zumindest in den Pausen.

Und vielleicht sogar, wenn man ein Baby statt einem „Vollkommen leblos, bestenfalls tot“ in H√§nden h√§lt.

Bisweilen versucht sie sich noch als Feuilletonistin. Und die verantwortlichen Redakteure geben ihr den Raum, um ihre Exzesse ausleben zu können.

So ist halt Berlin. Da hocken Schwaben und Odenw√§lder aufeinander, spielen Metropole und kommen nicht aus ihren l√§ndlichen Strampelanz√ľgen heraus. Egal, wie ungl√ľcklich man √ľber vollgepisste Windeln ist und sich nach Mama sehnt, die aber irgendwie auch des Teufels sein muss, weil man nie gefragt worden ist, wieso man in diese sinnlose Welt gesetzt wurde.

Das ist einfach ungerecht. Antonia B. hat sich gerächt. An allem.

Und sie wei√ü – immerhin das ein Schritt in Richtung Erwachsensein – dass der Odenwald und Birkenau mit seinen Sonnenuhren auch die Sonnenallee in Neuk√∂lln h√§tte sein k√∂nnen. Aber da w√§re sie vermutlich nicht so beh√ľtet aufgewachsen. Da h√§tte sie mit gro√üer Wahrscheinlichkeit selbst auf die Fresse gekriegt, statt jetzt anderen auf die Fresse zu hauen. Einfach so. Weil ihr nix Besseres einf√§llt.

Weiterf√ľhrende Informationen

Lesung aus „Vollkommen leblos, bestenfalls tot“ – knapp 17 Minuten, die als Selbstplagiat den Artikel in der FAS verst√§ndlicher machen.¬†(Wer sich wirklich interessiert, guck das – k√∂nnen wir nicht einbinden, sondern nur verlinken.)

Oder das:

Zeit online: „Eine Welt voll Schei√üe“

Uni Duisburg: Die Autorin Antonia Baum

Bachmann-Preis: Jury-Diskussion

Perlentaucher: Vollkommen leblos, bestensfalls tot

√úber Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (50) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist Gr√ľndungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten Portr√§ts und Reportagen oder macht investigative St√ľcke.