Dienstag, 20. Februar 2018

Preisträgerinnen in DAK-Kunstwettbewerb gegen Komasaufen ausgezeichnet

Heisenberg-Schüler lieber „bunt statt blau“

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Weinheim, 04. Juli 2014. (red/ld) Wie viel Schaden Alkohol anrichten kann, damit haben sich die Schüler/innen des Werner-Heisenberg-Gymnasiums beschäftigt und mit ihren künstlerischen Fotografien am Wettbewerb „Bunt statt blau“ der DAK teilgenommen. Am Donnerstagvormittag wurden die drei besten Arbeiten der Schule ausgezeichnet.

Die Preisträgerinnen des Wettbewerbs "bunt statt blau" vom Werner-Heisenberg-Gymansium mit ihren Werken.

Die Preisträgerinnen des Wettbewerbs „bunt statt blau“ vom Werner-Heisenberg-Gymansium mit ihren Werken.

Von Lydia Dartsch

Von Vorglühen – also vor einer Party Alkohol zu trinken, um sich in Stimmung zu bringen – halten die fünf Preisträgerinnen Celine Witon (1. Platz), Lea Schulz, Lejla Crnisanin (zusammen 2. Platz), Jasmin Krositz und Sophie Schiereck (zusammen 3. Platz) nichts. Auch nicht davon, sich ins Koma zu saufen. Schlagzeilen über Jugendliche, die mit einer Alkoholvergiftungen ins Krankenhaus eingeliefert wurden, schrecken sie eher davon ab, zu viel zu trinken, sagt Celine Witon, die mit ihrem Bild den ersten Platz des Wettbewerbs belegt hat: „Da fragt man sich schon nach dem Sinn, wenn man das liest.“

Ihr Bild zeigt ein Mädchen mit zwei Gesichtshälften: Die eine ist bunt, strahlt Gesundheit und Lebensfreude aus. Die andere ist blass geschminkt, wirkt krank. „Vom Alkohol gezeichnet“, sagt Celine Witon dazu. Im Regionalwettbewerb belegte sie mit diesem Bild den ersten Platz. Beim Landeswettbewerb den dritten. „Das Bild fand die Jury in Stuttgart so schön, dass es behalten wollten“, sagt Ulrich Fath Leiter des DAK-Service-Zentrums Mannheim. Deshalb kann das Bild bei dem Termin auch nicht dabei sein.

Zwei Gesichter des Alkohols. Mit diesem Bild bewarb sich Celine Witon für den Wettbewerb "Bunt statt blau". Foto: DAK

Zwei Gesichter des Alkohols. Mit diesem Bild bewarb sich Celine Witon für den Wettbewerb „Bunt statt blau“. Foto: DAK

 

Doch auch die anderen Bilder, die von der Schule eingereicht worden sind, können sich sehen lassen: „Die Maske trügt. Sie lügt!“ steht auf einem weiteren ausgezeichneten Foto, auf dem ein Mädchen eine gelbe Maske von ihrem Gesicht nimmt. Das Gesicht ist blau. Auf einem anderen Bild sieht man zwei Wege: Auf dem einen steht eine Gruppe Mädchen, die sichtlich Spaß am Feiern hat. Auf dem anderen – dunkleren – sieht man ein Mädchen allein, einsam.

Mit Alkohol verantwortungsvoll umgehen lernen

Der Wettbewerb, den die Krankenkasse DAK seit vier Jahren ausschreibt soll auf den verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol aufmerksam machen. Nicht den Alkohol ganz verbieten, sagt Herr Fath. Denn er sei ein Teil der Gesellschaft. Trotzdem:

Bei den Jugendlichen, die mit Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert werden, verzeichnen wir in den vergangenen elf Jahren einen Zuwachs von 123 Prozent.

Diesem Ansatz stimmt Rektor Gerald Kiefer zu: „Ich glaube, dass ein Tabu den umgekehrten Effekt haben würde. Aber man muss lernen damit umzugehen“, sagt er.

Mit Alkohol umgehen können die fünf jungen Frauen, sagen sie. „Auf Geburtstagsfeiern gibt es immer mal ein Glas Sekt, aber das ist in Ordnung“, sagt Celine Witon. Wenn einer ihrer Freunde auf einem Fest doch mal zu viel getrunken hat: „Dann sage ich schon, dass es genug ist und halte ihn davon ab, noch mehr zu trinken.“ Man müsse den anderen schließlich auch helfen, sagt sie.

Über Lydia Dartsch

Lydia Dartsch (31) hat erfolgreich ihr Volontariat beim Rheinneckarblog.de absolviert und arbeitet nun als Redakteurin. Die studierte Politikwissenschaftlerin und Anglistin liebt Kino, spielt Gitarre und sportelt gerne.