Montag, 24. September 2018

Jugendhilfeausschuss für Beibehaltung der Fördermittel – „Centro Culturale“ in der Weststadt

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Guten Tag!

Weinheim, 04. Februar 2011. (pm) Die engagierte Jugendarbeit des Weinheimer Stadtjugendrings spürt trotz der angespannten Finanzlage Rückenwind aus der örtlichen Kommunalpolitik. Der Jugendhilfe-Ausschuss hat sich gestern klar in einer Empfehlung an den Gemeinderat für eine Beibehaltung der finanziellen Ausstattung der offenen Jugendarbeit im laufenden Jahr ausgesprochen. Außerdem begrüßte das Gremium eine Idee des Stadtjugendrings, das ehemalige „Spanische Zentrum“ in der Weststadt künftig als kulturelles Zentrum, also „Centro Culturale“, zu nutzen.

Information der Stadt Weinheim:

„Vertreter aller Fraktionen im Ausschuss zollten der Spitze des Stadtjugendrings großes Lob für dessen Kinder- und Jugendarbeit in der Stadt. Geschäftsführer Jürgen Holzwarth hatte zuvor betont, dass offene Jugendarbeit in einer Stadt unverzichtbar bleibe – was auch sozialwissenschaftlich immer deutlicher herausgearbeitet werde. Laut einer Expertise des Deutschen Jugendinstituts sei offene Jugendarbeit gerade für die Kompetenzentwicklung und Motivationsbereitschaft der Jugendlichen erforderlich. Die Anforderung an die Jugendarbeit steige im Zuge des gesellschaftlichen Wandels sogar.

Der Stadtjugendring betreut für die Stadt so Projekte wie das Schülercafé in der Karrillon-Schule, den Kids Club Nord, das „Juzo“ in Oberflockenbach, einen Sommer-Kids- und einen Sommer-Teens-Club, sowie die Mobile Jugendarbeit im Mehrgenerationenhaus. Alleine in diesen Projekten werden rund 500 Kinder und Jugendliche betreut.

Der Stadtjugendring erfüllt generell die gesetzlichen kommunalen Aufgaben der Jugendarbeit, der Jugendsozialarbeit und des Kinder- und Jugendschutzes. Alles zusammen erfordert einen jährlichen kommunalen Zuschussbedarf von rund 600 000 Euro. Im Haushaltsplan-Entwurf der Verwaltung seien keine Mittelkürzungen vorgesehen, bestätigte Oberbürgermeister Heiner Bernhard.

„Es gibt keinen besseren und kostengünstigeren Weg, die Jugend dieser Stadt zu betreuen“, hieß es im Gremium. Und: „Wenn die Stadt diese Jugendarbeit alleine machen wollte, wäre sie viel teurer.“

Der Gemeinderat soll im Zuge der anstehenden Haushaltsberatungen der Empfehlung des Ausschusses folgen, sowie einen weiteren kommunalen Zuschuss von 7000 Euro bewilligen, um den Wegfall einer Zivildienststelle auszugleichen.

In einem künftigen „Centro Culturale West“ in der Zeppelinstraße soll der im letzten Jahr neu gegründete Verein „Centro Italiano“ als Mieter der Stadt auftreten. Gründer und Vorsitzender des Vereins ist Michele Vetere, der auch Vorstandsmitglied im Weststadtverein „Pro West“ ist. Der Verein hat sich bereiterklärt, den Stadtjugendring als Partner einzubeziehen und ihm die Nutzung der Räume zu gestatten.

Wie Jürgen Holzwarth erklärte, gibt es zahlreiche Projekte und Gruppen, die Interesse an der Förderung einer Stadtteilkultur in der Weststadt haben. Im neuen „Centro“ könnten Kleinkunst, Tanzkreise, Lesungen. Seminare, Konzerte und Gruppentreffen eine neue Heimat finden.

Positiver Nebeneffekt: Das Mehrgenerationenhaus in der Konrad-Adenauer-Straße, das mittlerweile sehr gut angenommen wird, kann durch einen weiteren Standort für soziokulturelle Arbeit entlastet werden und steht künftig vermehrt für Kinder- und Jugendarbeit zur Verfügung.

Die Unterhaltung des „Centro“ soll durch Mieteinkünfte und Benutzungsgebühren finanziert werden, so dass für die Stadt keine weiteren Kosten entstehen. Der Stadtjugendring hat dazu ein Konzept erarbeitet.“

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Das weinheimblog