Dienstag, 21. August 2018

ATU stimmt der Einrichtung eines ILEK-Regionalmanagements zu

Badische Bergstraße soll endlich blühen

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Weinheim, 05. Juni 2014. (red/ld) Das „Integrierte Ländliche Entwicklungskonzept“ – kurz ILEK – hört sich recht gestelzt an. Und nach Meinung vieler Mitglieder des Ausschuss für Umwelt und Technik (ATU) läuft es auch so. Das Projekt „Blühende Badische Bergstraße“ kommt nicht wirklich zum Blühen. Ein Regionalmanagement soll das jetzt ändern. Und das Projekt mit konkreten Umsetzungsmaßnahmen vorantreiben.

Die Bergstraße soll mit dem Regionalmanagement endlich erblühen. Foto: Stadt Weinheim

Die Bergstraße soll mit dem Regionalmanagement endlich erblühen. Foto: Stadt Weinheim

Von Lydia Dartsch

„Wir haben das Personal für diese Aufgabe nicht“, sagte der Erste Bürgermeister Dr. Torsten Fetzner. Auch die anderen Kommunen hätten es nicht. „Deswegen brauchen wir die Stelle des Regionalmanagers“, sagte er. Nach seinen Worten gäbe es allerdings viele einzelne Gruppierungen, die aktiv seien. Das von Stadträtin Susanne Tröscher (CDU) genutzte Wort „Debattierclub“ wollte Dr. Fetzner daher in Bezug auf die bisher schon zu Wege gebrachten Maßnahmen im Rahmen des ILEK nicht stehen lassen.

„Das ist eine Ohrfeige für alle die, die sich ehrenamtlich für ILEK einsetzen“, so der Erste Bürgermeister. Außerdem gäbe es viele Maßnahmen, die nicht bekannt seien, da sie nicht im Internet stünden, konterte Dr. Fetzner die anhaltende Kritik, dass ILEK nur schleppend laufe. Zuvor hatte Frau Tröscher gesagt, dass die Maßnahmen überfällig seien. Peter Lautenschläger (Weinheim Plus) hatte ILEK gar als Trauerspiel bezeichnet.

Von alleine blüht es nicht

„Warum kann man das nicht weniger breiig ausdrücken?“, hatte Susanne Tröscher in Bezug auf die Aufgabenbeschreibung des Regionalmanagers gefragt. Der soll laut Unterlagen „die interkommunale Zusammenarbeit der ILEK-Kommunen unterstützen sowie das Subsidiaritätsprinzip und die Erschließung des endogenen Potenzials im ILEK-Gebiet fördern“. Etwas klarer: Seine Aufgaben bestehen vor allem in der Koordination und Umsetzung von Maßnahmen, ebenso wie in der wirksamen Öffentlichkeitsarbeit bezüglich des Projekts. GAL-Stadtrat Dr. Alexander Boguslawski sagte, es gehe auch um eine zusätzliche Motivationssteigerung.

12.500 Euro wird jede Gemeinde pro Jahr für die Finanzierung des Regionalmanagements aufbringen müssen. Förderungen wird es geben, der Bescheid des Landes Baden-Württemberg liegt bereits vor. Nach dem Willen der Ausschussmitglieder sollen die Maßnahmen zügig umgesetzt werden. Hoffnung also, dass die Blühende Badische Bergstraße ihrem Namen in Zukunft wieder gerecht wird, wenn das Projekt mit frischem Wind und Personalressource gefüttert wird. „Da blüht von alleine nix“, hatte ja auch schon Dr. Boguslawski gesagt.

Über Lydia Dartsch

Lydia Dartsch (31) hat erfolgreich ihr Volontariat beim Rheinneckarblog.de absolviert und arbeitet nun als Redakteurin. Die studierte Politikwissenschaftlerin und Anglistin liebt Kino, spielt Gitarre und sportelt gerne.