Dienstag, 12. Dezember 2017

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Vortragsreihe zum Stadtjubiläum am 06. Mai

„Der Schiedsspruch des Jahres 1264“

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Weinheim, 05. Mai 2014. (red/pm) Anlässlich des 750. Jubiläums der Stadt, bietet die Stadtverwaltung geschichtsinteressierten Einwohnern eine Reihe historischer Vorträge. Die Vortragsreihe wird am Dienstag, 06. Mai, fortgesetzt.

Stadtjubilaeum, Weinheim, Vortrag

Titel des Vortrag lautet „Der Schiedsspruch von 1264″. Foto: Stadt Weinheim

Information der Stadt Weinheim:

„Die Stadt, federführend das Stadtarchiv und das Museum, organisieren für die geschichtsinteressierte Bevölkerung eine Reihe historischer Vorträge. Sie stehen im Kontext mit dem Anlass des 2014 gefeierten Stadtjubiläums: „750 Jahre Stadt Weinheim“. Im Jahr 1264 wurde Weinheim in den Urkunden erstmals als Stadt erwähnt. Ein Schiedsspruch und ein Vergleich, beide aus dem Jahr 1264, nennen ein „novum oppidum“ in Weinheim, eine neue Stadt. Der nächste Vortrag in der Reihe findet am Dienstag, 6. Mai, 20:00 Uhr statt.

Das Thema des Vortrag lautet „Der Schiedsspruch von 1264. Weinheim als kurpfälzische Stadt bis ans Ende des Mittelalters“. Referent ist Professor Dr. Volker Rödel aus Karlsruhe.
Thema des Abends ist diesmal der Schiedsspruch selbst. Das ist der Hintergrund: Nachdem das Kloster Lorsch 1232 seine Reichsunmittelbarkeit verloren hatte, bildete Weinheim einen Brennpunkt im Streit der Erzbischöfe von Mainz und der Pfalzgrafen bei Rhein um die Nachfolge in dessen Besitz.

Dank eines 1264 in zwei Etappen zustande gekommenen Schiedsspruchs konnte sich die Siedlung zur Stadt weiterentwickeln, da Pfalzgraf Ludwig II. das bessere Recht daran zugesprochen wurde und er nun ermächtigt war, die Neustadt zu erbauen und unter gewissen Bedingungen Lorscher Eigenleute dort aufzunehmen.

Einblick in die Sozial- und Rechtsverhältnisse

Dieser durch zahlreiche Schiedsleute mühsam zustande gebrachte Vergleich ermöglicht einen guten Einblick in die Sozial- und Rechtsverhältnisse jener Zeit. Er schuf die Grundlage für die Entstehung der Stadt im Rechtssinne und ihre weitere Entwicklung im Spätmittelalter, auf die ein Ausblick gegeben wird.

Professor Dr. Volker Rödel war von 1997 bis 2010 Leiter des Generallandesarchivs Karlsruhe und damit des Archivs, in dem diese für die Stadt Weinheim und ihr diesjähriges Jubiläum wichtigen Urkunden liegen. Seit 2003 hat er eine Honorarprofessur am Historischen Seminar der Universität Heidelberg inne. Seine Forschungsschwerpunkte innerhalb der südwestdeutschen Landesgeschichte setzt er in der Sozial-, Kultur-, Verfassungs- und Rechtsgeschichte des Spätmittelalters, der Archivgeschichte, der kurpfälzischen und badischen Geschichte und den historischen Hilfswissenschaften.

Er ist Stellvertretender Vorsitzender der Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg, ferner Mitglied der Hessischen Historischen Kommission Darmstadt, der Gesellschaft für Fränkische Geschichte, der Pfälzischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften und bei zahlreichen historischen Vereinen. Seit 2003 ist er Schriftleiter der „Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins“.

Die weiteren Vorträge in der Reihe:

  • Dienstag, 01. Juli, 20:00 Uhr, Das Jahrhundert der Kriege – Weinheim im 17. Jahrhundert, (Rainer Gutjahr, Karlsruhe)
  • Dienstag, 07.Oktober, 20:00 Uhr, „viele adeliche Häuser“. Stadtsitze und Landschlösser des Adels in der Kurpfalz im 18. Jahrhundert, (Dr. Harald Stockert, Mannheim)

Veranstaltungsort ist immer Bürgersaal im Alten Rathaus, Marktplatz 1., 20:00 Uhr. Der Eintritt ist frei.“

Über Alina Eisenhardt

Alina Eisenhardt (23) ist seit 2012 freie Mitarbeiterin bei uns, macht Redaktion, schreibt Texte und ist für "Unsere Metropolregion - Newsletter" verantwortlich. Sie studiert Psychologie.