Sonntag, 21. Januar 2018

Error, no Ad ID set! Check your syntax!

Aktion „Sicherer Schulweg 2011“

Print Friendly, PDF & Email


Heidelberg, 06. September 2011. (red) Die Polizeidrektion Heidelberg – Heidelberg und Rhein-Neckar-Kreis – mahnt zu RĂŒcksicht im Straßenverkehr gegenĂŒber SchĂŒlern. VerstĂ€rkte Polizeikontrollen zum Schulanfang.

Achtung Schulanfang! Quelle: PD Heidelberg.

Information der Polizeidirektion Heidelberg:

„Sommerferien ade – die schönste Zeit des Jahres fĂŒr Tausende von SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern ist in wenigen Tagen vorbei. Mit dem Schulanfang am 12. September 2011 beginnt das neue Schuljahr und damit verbunden sind wieder neue Risiken fĂŒr die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler, da sich die Verkehrsteilnehmer und SchĂŒler erst wieder aufeinander einstellen mĂŒssen. Insbesondere die ErstklĂ€ssler, die sich eine Woche spĂ€ter zum ersten Mal auf den Weg zur Schule machen, aber auch zahlreiche GrundschĂŒler, die auf weiterfĂŒhrende Schulen gewechselt haben, sind Gefahren auf dem oft noch unbekannten Schulweg ausgesetzt.

In besonderem Maße wird von Eltern die Gefahr von Verletzungen von Kindern als Mitfahrer im Auto unterschĂ€tzt. Deshalb muss gerade bei den „Eltern-Taxis“ auf die korrekte Sicherung im Kindersitz – auch auf noch so kurzen Strecken – geachtet werden.

Auch die Heidelberger Polizei hat sich mit der Schwerpunktaktion „Sicherer Schulweg – Gib acht auf mich“ auf den Schulanfang eingestellt. Die Vorbereitungen sind abgeschlossen und gleichzeitig mit Beginn des Schuljahres starten intensive Überwachungsmaßnahmen.

Eines vorweg – die Unfallzahlen in Heidelberg und im Rhein-Neckar-Kreis sind in den letzten Jahren konstant auf niedrigem Niveau.

Dies ist besonders auf die AktivitĂ€ten der kommunalen und staatlichen Stellen sowie von VerbĂ€nden und Organisationen zurĂŒck zu fĂŒhren, die sich mit Verkehrssicherheit befassen.

Unfallzahlen: Im Bereich der Polizeidirektion Heidelberg ereigneten sich im Jahr 2010 insgesamt 26 SchulwegunfĂ€lle (Vorjahr 33), bei denen 26 Personen verletzt wurden. Zwölf UnfĂ€lle wurden dabei von SchĂŒlern, dreizehn UnfĂ€lle von anderen Verkehrsteilnehmern und einer von beiden Beteiligten verursacht. Damit ist die Zahl der SchulwegunfĂ€lle und der hierbei Verletzten rĂŒcklĂ€ufig und etwa auf dem Niveau von 2008.

Im gleichen Zeitraum stieg die Zahl der VerkehrsunfÀlle mit Kindern leicht auf 198 (196). Hierbei wurden 157 Kinder (138) leicht, 27 Kinder (31) schwer verletzt und ein Kind getötet.

In der vergleichenden Halbjahresbetrachtung 2010/2011 setzt sich die positive Entwicklung bei den SchulwegunfĂ€llen fort, aber auch bei den VerkehrsunfĂ€llen mit Kindern zeichnet sich eine leichte Entspannung ab. Bei bislang 12 SchulwegunfĂ€llen (Vorjahr 16) wurden 11 SchĂŒler leicht (Vorjahr 12) und ein SchĂŒler (Vorjahr vier) schwer verletzt. Bei den 78 VerkehrsunfĂ€llen mit Kindern (Vorjahr 82) wurden im 1. Halbjahr 2011 zwar neun Kinder schwer (Vorjahr acht), aber fĂŒnf weniger als im Vorjahr (58) und damit 53 leicht verletzt.

Oberstes Ziel – Gefahren minimieren und Verkehrssicherheit erhöhen

Das oberste Ziel der Heidelberger Polizei ist, Gefahren fĂŒr Schulkinder weiter zu minimieren und die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei wie in den Vorjahren den neuen „Abc-SchĂŒtzen“ die beim Schulanfang oft erstmals mit den neuen Erfahrungen im Straßenverkehr konfrontiert werden.

Um dieses Ziel zu erreichen wird die Polizeidirektion Heidelberg folgende Konzepte anwenden:

  • Gezielte Überwachung an Schulen und Schulwegen, insbesondere an FußgĂ€ngerĂŒberwegen/-furten sowie von FußgĂ€ngern gemeinsam genutzten VerkehrsflĂ€chen. Auch die Beobachtung des Radverkehrs gehört zum Konzept.
  • Geschwindigkeitskontrollen, insbesondere an Stellen mit erhöhter Unfallgefahr fĂŒr Kinder durch den Einsatz von Laser-HandmessgerĂ€ten und Geschwindigkeitsmessungen mit Anhaltekontrollen.
  • Ein großes Augenmerk gilt Autofahrern – oftmals Eltern – die ihre Kinder vor Schulen im Haltverbot, auf FußgĂ€ngerĂŒberwegen und unmittelbar davor sowie auf FußgĂ€ngerfurten an Ampeln, aber auch auf Geh- und Radwegen ein- und aussteigen lassen
  • ÜberprĂŒfung der technischen Einrichtungen an FahrrĂ€dern.
  • Viele SchĂŒler erreichen die Schulen mit öffentlichen Verkehrsmitteln. In zahlreichen FĂ€llen verhalten sich Autofahrer an Haltestellen von Bussen und Bahnen falsch.
  • Neben der notwendigen Überwachung und entsprechenden Sanktionen steht aber auch die AufklĂ€rung – vor allem durch verkehrserzieherische GesprĂ€che – der Kinder, der Eltern, aber auch anderen Kraftfahrern im Vordergrund. Dabei soll vor allem auf verkehrsgerechtes Verhalten zur Vermeidung von UnfĂ€llen wie z.B. die Benutzung von RĂŒckhaltesystemen fĂŒr Kinder, die Gurtanlegepflicht sowie auf die Benutzung von Radwegen hingewiesen werden.

Die Heidelberger Polizei ist guter Dinge, mit der bislang so erfolgreichen Einsatzkonzeption „Sicherer Schulweg“ die Unfallzahlen weiterhin zu reduzieren und die Kraftfahrer fĂŒr ein rĂŒcksichtsvolles, verkehrsgerechtes und besonders vorsichtiges Verhalten zu gewinnen.

Die Polizei ist aber auch auf die Mithilfe der Eltern angewiesen.

Diese können insbesondere mit den SchulanfĂ€ngern, ein Schulwegtraining durchfĂŒhren. Es hat sich als sehr sinnvoll erwiesen, mit den Kleinen den Schulweg mehrfach abzugehen und die Kinder hierbei auf Gefahren- und Problemstellen hinzuweisen.“