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Edda Gärtner aus Weinheim überzeugt bei Gedichtwettbewerb

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Weinheim/Rhein-Neckar, 6. September 2011. (red/pm) Die Weinheimerin Edda Gärtner gewann beim Gedichtwettbewerb „Unterm Apfelbaum“ von SWR4 Rheinland-Pfalz. 675 Autorinnen und Autoren hatten insgesamt rund 1.000 Gedichte eingereicht – viele davon finden sich im Poesiebändchen „Unterm Apfelbaum“, erschienen beim Leinpfad Verlag.

Information von SWR4 Rheinland-Pfalz:

Unterm Apfelbaum mit schöner Poesie.

„Große Dichter wie Goethe, Rilke und Fontane haben sich vom Apfelbaum zu melodiösen Zeilen inspirieren lassen … Edda Gärtner aus Weinheim hat es ihnen nachgetan und darf jetzt die Früchte ihrer kreativen Arbeit ernten. Beim Gedichtwettbewerb „Unterm Apfelbaum“ von SWR4 Rheinland-Pfalz und anlässlich der Bundesgartenschau in Koblenz ist das Gedicht der 70-jährigen Rentnerin zur Veröffentlichung ausgewählt worden.

Zur Jury gehörten die Literaturwissenschaftlerin und Schriftstellerin Petra Urban sowie Wolfhard Klein, SWR4-Programmchef und Autor. Die Anthologie „Unterm Apfelbaum“ ist jetzt im Ingelheimer Leinpfad Verlag erschienen.

Insgesamt 675 Autorinnen und Autoren aus dem ganzen Land, Debütanten in Sachen Lyrik ebenso wie erfahrene Schreiber, haben sich einen Reim auf den Apfelbaum gemacht und rund 1.000 Gedichte eingereicht. Es geht dabei um Liebe und Verführung, Vergänglichkeit und Tod, Trennung und Abschied. Aber auch das kleine Glück im Alltag spielt eine Rolle, Lebensfreude und Lebensgenuss und nicht zuletzt eine Erfahrung, die alle schon gemacht haben: In so manchem Apfel steckt der Wurm!“

Erschienen in „Unterm Apfelbaum“, Leinpfad Verlag, September 2011.

Unterm Apfelbaum

Den allerschönsten Liebestraum,
träumt-€˜ ich unterm Apfelbaum
mit Nachbars blondem Käthchen.
Ein Wesen, weder Kind noch Frau,
mit Augen, die so himmelblau,
ein süßes, kesses Mädchen.

So wie einst Eva, wie ich fand,
hielt sie ein-€˜ Apfel in der Hand,
ich sollte ihn probieren.
Ich habe mich nicht lang geziert,
ihn gierig in den Mund geführt,
gern ließ ich mich verführen!

In unserem Apfelparadies,
pflückt ich die Äpfel reif und süß,
ich wollte mich verlieben.
Zwei Namen und „Für immer dein“
ritzte ich in den Baum hinein
und bin bei ihr geblieben.

So mancher Sommer ging ins Land,
wo Herz zum Herz sich noch mehr fand,
es war der Garten Eden.
Aus Apfelblüten einen Kranz,
trug schließlich sie beim Hochzeitstanz,
am schönsten Tag im Leben.

Steh heut ich unterm Apfelbaum,
denk ich an diesen Liebestraum
und an mein blondes Käthchen.
Sind auch die Haare längst schon weiß,
so brennt mein Herz noch immer heiß,
für dieses ewig junge Mädchen!

Edda Gärtner