Samstag, 25. November 2017

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Weinheimer Brandsch√ľtzer mit neuem Wagen

Neues Rettungstunnelfahrzeug im Dienst

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Weinheim, 06. M√§rz 2014. (red/fw) Die Feuerwehr Weinheim hat ein Kleineinsatzfahrzeug auch Rettungstunnelfahrzeug in den Einsatzdienst gestellt. Dieses Fahrzeug ist das erste Rettungstunnelfahrzeug in der Geschichte der Weinheimer Feuerwehr zum Schutz der B√ľrgerschaft.

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Das neue Fahrzeug ist perfekt f√ľr Tunnel geeignet. Foto: Feuerwehr Weinheim

Information der Feuerwehr Weinheim:

„Vorwiegend ist das Fahrzeug f√ľr den Fluchtstollen des Saukopftunnel, der √ľber die Bundesstra√üe 38, die Stadt Weinheim (Baden-W√ľrttemberg) mit der Gemeinde Birkenau (Hessen) verbindet, gedacht. Der Saukopftunnel wurde 1999 f√ľr den Stra√üenverkehr freigegeben. Er ist 2715¬†m lang und damit der l√§ngste einr√∂hrige, im Gegenverkehr betriebene Stra√üentunnel in Mitteleuropa au√üerhalb der Alpen.

An Werktagen fahren im Durchschnitt rund 20.400 Fahrzeuge durch den Saukopftunnel. Im Februar des vergangen Jahres wurde nach mehrjähriger Bauzeit der Fluchtstollen eröffnet. Dieser hat eine Breite von 2,25 Meter und eine Höhe von 2,35 Meter und eine Länge von 2666 Meter.

Zehn Querschl√§ge verbinden den Rettungstollen, √ľber Schleusen den Haupttunnel. Im Stollen herrscht konstanter √úberdruck. Im Zuge der Erweiterung wurde die Sicherheitstechnik im Tunnel auf den neusten Stand gebracht. Damit ist das geforderte h√∂here Sicherheitsniveau gew√§hrleistet.

Zwei Brände im Saukopftunnel

In der Vergangenheit kam es im Saukopftunnel bereits zu Eins√§tzen, Unf√§lle und auch zwei Br√§nde. Der letzte gro√üe Brand ereignete sich am 15. November 2010. Am Ostportal des Tunnels brannte es in der Technikzentrale. Ein Kurzschluss in der Schaltanlage hatte den Brand im Technikraum ausgel√∂st. Der Schaden lag bei knapp 50.000 Euro und der Tunnel musste durch Stromausfall bedingt f√ľr eine Woche gesperrt werden.

Im Juni 2013 wurde bei einer Begehung der Einsatzabteilung der Feuerwehr Weinheim Abteilung Stadt, mit verschiedenen Kleinfahrzeugen die Befahrung des Stollens getestet. Die Wahl fiel dann auf einen PIAGGIO Porter Top deck. Dieser ist mit seiner Kompaktheit das ideale Fahrzeug f√ľr die Befahrung des Stollens. Das Fahrzeug wurde notwendig, da es mit den normalen Einsatzfahrzeugen die Feuerwehr und Rettungsdienst zur Verf√ľgung stehen, keine M√∂glichkeit gab in den neu gebauten Fluchtstollen einzufahren.

Dies kann aber durchaus erforderlich werden, um Fu√ükranke zu retten oder den Fluchtstollen bei einem Brandereignis zu Erkunden. Auch einsatztaktisch kann das Fahrzeug bei einer Verrauchung des Tunnels genutzt werden, um zwischen den Fluchtt√ľren (Querschl√§gen) des Tunnels (jeweils vor der Rauchgrenze) zum Fluchtstollen Mensch und Material zu transportieren.

Ausr√ľstung des Fahrzeuges

Das Rettungstunnelfahrzeug hat einen Benzinmotor mit 70 PS und hat ein zul√§ssiges Gesamtgewicht von 1700 Kilogramm. Den Aufbau des Fahrzeuges erfolgte durch die hauptamtlichen Ger√§tewarte der Feuerwehr Weinheim. Neben dem Ausbau der Ladefl√§che mit einer Siebdruckplatte mit vier Festpunkten, wurde auf der R√ľckseite der Fahrerkabine ein √úberrollb√ľgel mit einem LED-Arbeitsscheinwerfer angebracht. Hier findet man auch ein Brecheisen und ein Warndreieck montiert.

Auf dem Fahrzeugdach wurde ein Blaulichtbalken mit Signalhorn von H√§nsch DBS 2000 LED montiert. Im Innenraum des Porters findet man ein Gurtmesser, eine Handlampe Streamlight Survivor LED mit Ladeger√§t, sowie zwei Motorola Handfunkger√§te mit Ladeger√§t installiert. Das Fahrzeug hat momentan kein 4m Funk – dies soll bei der Umstellung auf Digitalfunk zuk√ľnftig ber√ľcksichtigt werden. Trotzdem verf√ľgt das Kleineinsatzfahrzeug einen Funkrufnamen – dieser lautet 1/72-2.

Zur optionalen Beladung geh√∂rt eine Zarges Aluminiumkiste zum Festzurren. Ohne die Aluminiumkiste ist es m√∂glich zwei Krankentragen f√ľr verletzte Personen auf der Ladefl√§che zu transportieren. Die Fahrzeugbeschriftung und Markierungen wurden ebenfalls in Eigenleistung gestaltet.

Erste Erfahrungen sollen bei einer √úbung der Abteilung Stadt am 8. M√§rz gesammelt werden. Dann wird die Wehr das Fahrzeug erstmals im Fluchtstollen in den Einsatz bringen.“

√úber Alina Eisenhardt

Alina Eisenhardt (23) ist seit 2012 freie Mitarbeiterin bei uns, macht Redaktion, schreibt Texte und ist f√ľr "Unsere Metropolregion - Newsletter" verantwortlich. Sie studiert Psychologie.