Dienstag, 22. August 2017

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Neubaugebiet „Lützelsachsen Ebene“ wird mit Biogasanlage verbunden

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Weinheim, 07. Dezember 2011. (red/pm) Die Stadtwerke Weinheim verlegen zur Zeit eine rund 900 Meter lange Fernwärmeleitung zum 18 Hektar großen Neubaugebiet „Lützelsachsen Ebene“. Künftig sollen die hier entstehenden Häuser mit der Fernwärme einer Biogas-Analage bezeizt werden.

Pressemitteilung der Stadtwerke Weinheim:

Wärme fürs Neubaugebiet: Vom Wohngebiet bis zur Biogasanlage wird in Lützelsachsen Ebene von den Stadtwerken Weinheim eine 900 Meter lange Fernwärmeleitung gelegt.

„Das Wärmekonzept, das die Stadtwerke Weinheim derzeit im Weinheimer Neubaugebiet „Lützelsachsen Ebene“ realisieren, ist beispielhaft: Die Gebäude sollen mit Wärme aus einem rund ein Kilometer entfernten Blockheizkraftwerk versorgt werden, das ausschließlich mit Biogas betrieben wird.

„Die Wärmeversorgung von Lützelsachsen Ebene ist dadurch 100 Prozent regional und 100 Prozent ökologisch“, sagt Peter Krämer, Geschäftsführer der Stadtwerke Weinheim.

Die Stadtwerke Weinheim haben bereits 600 Meter der rund 900 Meter langen Fernwärmeleitung von der benachbarten Biogasanlage des Landwirts Axel Großhans ins Wohngebiet fertig gestellt. Ein Großteil der Versorgungsleitungen im südlichen und östlichen Teil des 18 Hektar großen Baugebiets sind ebenfalls verlegt. Neben Strom und Wasser wurden auch Rohre für die Wärmeversorgung unter die Erde gebracht.

Biogasanlage und Blockheizkraftwerk gehören Landwirt Axel Großhans. Er erzeugt seit Jahren aus verschiedenen Substraten seiner Felder und der Gülle seiner Rinder Biogas, das er in einem Blockheizkraftwerk zu Strom und Wärme umwandelt. Bisher speist er den Strom ins Netz ein, die Wärme blieb weitgehend ungenutzt. Das ändern die Stadtwerke Weinheim jetzt: Die Wärme wird künftig Gebäude umweltschonend beheizen.

„Das erhöht die Effizienz der Anlage und das Gelände mit seinen 350 Wohneinheiten und einem Gewerbebereich am Rande, hin zur B3, wird beheizt ohne zusätzlichen Kohlendioxidausstoß“, freut sich der Geschäftsführer und fügt hinzu: „Außerdem werden wir durch solche Projekte Stücke für Stück autark in der Energieversorgung.“

Im Moment werden noch Gräben im Neubaugebiet zugeschüttet und die Baustelle winterfest gemacht. Sobald es die Witterung nach der Weihnachts-Winterpause aber wieder zulässt, wird mit der Verlegung von Versorgungsleitungen im westlichen und nördlichen Teil des Neubaugebiets begonnen.

Auch die Arbeiten an der Fernwärmeleitung werden dann fortgesetzt. Im letzten Bauabschnitt steht die herausfordernde Querung der Bahnlinie Heidelberg – Frankfurt an.

Und auch preislich brauche die Fernwärme den Vergleich mit anderen Heizformen nicht zu scheuen, meint Peter Krämer. „Dieses Projekt zeigt, dass wir die Energiewende nicht nur ernst nehmen, sondern schon längst begonnen haben, sie regional konkret umzusetzen“, betont er. „Wer sich heute ein Haus kauft, achtet zunehmend auf eine nachhaltige, sparsame und klimaschonende Energieversorgung. Im Gebiet Lützelsachsen Ebene ist das gewährleistet.“

Hauseigentümer in der Bachwiesenstraße und dem Schaffnereiweg können sich ebenfalls gleich einen Anschluss an das Öko-Fernwärmenetz sichern. Die Stadtwerke Weinheim verlegen dort Leitungen ins Neubaugebiet und haben den Anwohnern angeboten, sich eine Anschlussleitung aufs Grundstück legen zu lassen.

„Für Hausbesitzer, die sich mit dem Gedanken tragen, in ein paar Jahren ihre Heizanlage zu modernisieren, lohnt sich das“, sagt Peter Krämer. „Die Anschlusskosten müssen sie nämlich erst zahlen, wenn sie Fernwärme beziehen.“

Mit dem Bezug von Öko-Fernwärme erfüllen Hausbesitzer ganz bequem auch die Vorgaben des Erneuerbare-Energien-Wärme-Gesetzes. Es schreibt vor, dass bei bestehenden Gebäuden nach einem Austausch der Heizanlage mindestens zehn Prozent der Wärme aus erneuerbaren Energien stammen muss, bei Neubauten mindestens 20 Prozent.“