Dienstag, 12. Dezember 2017

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Erwerb möglicherweise nach der Bundestagswahl

NPD verhandelt über Kauf des Schwarzen Ochsen

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Weinheim, 07. Mai 2013. (red) Die NPD Baden-Württemberg steht mit dem Besitzer des Gasthofs „Schwarzer Ochse“ in Verhandlungen über einen Kauf der Immobilie, bestätigte uns der NPD-Landesvorsitzende Alexander Neidlein auf Anfrage.

Vergangene Woche schmierten NPD-Gegner durchgestrichene Hakenkreuze auf die Hauswand des Schwarzen Ochsen sowie Nazis raus-Parolen. Der Besitzer hat das überspachteln lassen. Weht Ende des Jahres die NPD-Flagge über dem Anwesen?

Vergangene Woche schmierten NPD-Gegner durchgestrichene Hakenkreuze auf die Hauswand des Schwarzen Ochsen sowie Nazis raus-Parolen. Der Besitzer hat das überspachteln lassen.
Weht Ende des Jahres die NPD-Flagge über dem Anwesen?

 

Von Hardy Prothmann

Die Gerüchte in Sulzbach über einen Ankauf des „Schwarzen Ochsen“ durch die rechtsextreme NPD werden konkret. Wir haben den Weinheimer Jan Jaeschke, Kreisvorsitzender der NPD Rhein-Neckar, angefragt. Der verwies uns an den Landesverband.

Per email wollten wir wissen, ob die NPD an einem Kauf der Gaststätte interessiert sei. Herr Neidlein antwortete heute Abend:

Der besagte Landgasthof steht seit längerem zum Verkauf. Wir sind mit dem Besitzer in regem Kontakt über eine etwaige Kaufoption.

Allerdings müsse man noch ein Finanzierungskonzept erarbeiten. Weil man sich im Vorwahlkampf der Bundestagswahl befinde und diese „eine größere Summe an Geldern binden wird“, werde man erst nach der Wahl in konkrete Verhandlungen einsteigen.

Sobald der Kauf realisiert sei, werde man uns davon in Kenntnis setzen.

Was die Sulzbacher befürchten, könnte Ende des Jahres also Wirklichkeit werden: Ein NPD-Stützpunkt mitten im Ortsteil.

 

Über Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (50) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist Gründungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten Porträts und Reportagen oder macht investigative Stücke.

  • KEIOS

    Ist doch eine alte Masche, dass die NPD vorgibt, ein Ramschobjekt kaufen zu wollen, damit der Eigentümer das Objekt an die besorgte Gemeinde los wird. Würde mich wundern, wenn die Nazis dafür überhaupt das Geld haben.