Donnerstag, 22. Juni 2017

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ATU: Digitales Straßenkataster und „flexible Lösung“ für Straßenarbeiten

Klicken Sie auf das Bild für eine größere Darstellung. Quelle: Stadt Weinheim

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Weinheim, 08. Dezember 2010. Im Ausschuss für Technik und Umwelt (ATU) wurde das neue digitale Straßenkataster vorgestellt, sowie ein Auftrag in Höhe von 435.000 Euro an die Viernheimer Straßenbaufirma „Martin Pfenning & Söhne“ vergeben.

Von Hardy Prothmann

Die zunehmende Digitalisierung macht auch vor Weinheimer Straßen nicht halt: Knapp 245 Kilometer Straßenachsen, 12.636 Straßenflächen und eine Gesamtfläche von 275 Hektar wurden elektronisch erfasst und in ein Verwaltungssystem eingespeist. Rund 202.000 Kilometer sind Straßen der Stadt Weinheim, 43 Kilometer entfallen auf Kreis-, Landes- oder Bundesstraßen. Knapp 15.000 Kilometer davon müssen von der Stadt Weinheim unterhalten werden.

Der Nutzen aus Sicht der Stadt: „Die Weinheimer Fachämter im Rathaus können sich ab sofort gezielter und im Rahmen einer Gesamtplanung besser um die Sanierung und Instandsetzung der Straßen in der Stadt kümmern. Denn das Tiefbauamt kann nun auf eine genaue Datenbank mit Hilfe eines digitalen Straßenkatasters zurückgreifen, das im Verlauf der letzten beiden Jahre aufgebaut worden ist“, so die Stadt Weinheim.

Über die Vorteile, die sich daraus ergeben, informierte die Stadtverwaltung am Mittwoch den Gemeinderats-Ausschuss für Technik und Umwelt.

Dabei wurden sogar so genannte „punkthafte Objekte“ erfasst wie Straßenverkehrszeichen, Ampeln, Straßenlaternen und sogar Kanaldeckel. Straßenschäden können jetzt online am Bildschirm analysiert werden.

Damit soll der Sanierungsbedarf exakter festgestellt werden können – verbunden mit einer „besseren Planbarkeit der notwendigen Mittel“, sagte Oberbürgermeister Heiner Bernhard.

Die Straßen sind nach ihrem Zustand eingeteilt – nach Schulnoten. Optisch können die Ämter das auch erkennen. Blaue Straßen sind in einem sehr guten Zustand, rote Straße sind in einem mangelhaften Zustand.

Vorteile bringe das Straßenkataster außerdem für die Verkehrsbehörde, das Amt für Stadtentwicklung und das Grünflächenamt, so die Verwaltung. Die Kosten der Digitalisierung liegen bei 95.000 Euro – 5.000 Euro unter dem genehmigten Rahmen. Künftig sollen Mitarbeiter der Stadt weitere Bilder anfertigen und ins System einpflegen, denn eine Beurteilung der Situation muss natürlich mit möglichst aktuellem Material stattfinden.

Der Antrag wurde bei drei Enthaltungen angenommen.

Ein weiterer Antrag stand damit in Zusammenhang: Der Gemeinderat genehmigte die Pauschalsumme von 145.000 Euro jährlich an die Martin Pfenning & Söhne GmbH für Straßenunterhaltungsarbeiten für die Jahre 2011-2013, also 435.000 Euro ingesamt.

Dies wurde von einzelnen Gemeinderäten bemängelt, da hier ein Auftrag vergeben werde, ohne dass der Haushalt schon vorläge.

Auf Nachfrage erläuterte Oberbürgermeister Bernhard, dass zwar nicht klar kalkuliert sei, was genau dafür an Leistungen erbracht wird, aber durch wegfallende Ausschreibungskosten und eine Einigung über „bessere“ Preise Geld eingespart würde: „Das ist eine flexible Lösung.“