Freitag, 18. August 2017

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„Wie die Reise in eine neue Welt“

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Weinheim, 9. Juni 2011. (red/pm) Die Stadt Weinheim und die Volkshochschule Badische Bergstraße vergaben Zertifikate für bestandene Integrationskurse. Mehr als 30 Menschen haben an der Volkshochschule Badische Bergstraße einen Integrationskurs absolviert.

Information der Stadt Weinheim:

Die Zertifikate für die Integrationskurse wurden überreicht.

„Die junge Frau mit dem kleinen Kind auf dem Arm spricht noch mit leichtem Akzent, und manchmal muss sie nach einem Wort suchen, bevor sie es ausspricht. Aber ansonsten klappt es mit der deutschen Sprache ganz ausgezeichnet. Sie hat ein Ziel vor Augen, sagt sie. Wenn ihre kleine Tochter in Deutschland in die Schule kommt, dann will sie ihr beim Lernen helfen können.

Die Motive sind unterschiedlich, aus denen auch in diesem Jahr wieder mehr als 30 Menschen aus aller Herren Länder, bei der Volkshochschule Badische Bergstraße einen Integrationskurs absolviert haben. Aber sie sind auch ähnlich, denn sie zielen alle auf Integration, gesellschaftliche Teilhabe und letztendlich Chancengleichheit ab. Darauf, in Deutschland dazuzugehören und ein selbstbestimmtes Leben führen zu können. „Sie haben die Reise durch eine neue Sprache in eine neue Welt angetreten und ihr Ziel erreicht“, bescheinigte Sabine Ebert, die Leiterin der VHS-Sprachenschule. Sie überreichte gemeinsam mit VHS-Sprachdozentinnen, dem Stellvertretenden VHS-Leuter Klaus Rippel und Oberbürgermeister Heiner Bernhard jetzt im Saal der VHS in Weinheim die Zertifikate für bestandene Integrationskurse, deren Träger die VHS Badische Bergstraße seit 2005 ist.

Höre und staune 970 Personen aus mehr als 50 Ländern der Erde haben sich in diesen sechs Jahren beteiligt, die deutsche Sprache und Besonderheiten des Landes gelernt und in der VHS „Begleitung in allen Lebenslagen empfangen“, wie es Sabine Ebert formulierte. Über die Hälfte der Teilnehmer stammt aus Weinheim, der Rest aus den weiteren Mitgliedsgemeinden der VHS, aber auch aus den hessischen Nachbarkommunen Viernheim, Birkenau und Gorxheimertal.

„Ihnen gilt mein großer Respekt“, bescheinigte auch Oberbürgermeister Heiner Bernhard, der die Absolventen der Kurse „herzlich in unserer Mitte“ willkommen hieß. Der OB lobte die Migranten: „Sie haben sich die Arbeit gemacht, eine neue Sprache zu lernen, zusätzlich zu all-€™ den anderen Aufgaben, die einem der Aufenthalt in einem anfangs noch fremden Land stellt“. Aber die Sprache des Landes sei nun einmal „der Schlüssel zur Integration“, befand der Rathauschef.

Bernhard bezeichnete in diesem Zusammenhang die Integration als eine der großen Herausforderungen einer Stadtgesellschaft wie Weinheim, die sich als kommunale Verantwortungsgemeinschaft versteht. Gerade vor dem Hinblick des demographischen Wandels und des beginnenden Facharbeitermangels auf dem Arbeitsmarkt sei die Integration nicht nur eine sozial-ethische Pflichtaufgabe sondern auch eine volkswirtschaftliche. Denn der Staat könne es sich auf Dauer nicht erlauben, auf qualifizierte Personen zu verzichten – ganz gleich woher sie stammen.

Deshalb sei der Einsatz der VHS für die Integration durch Bildung in der Kommune nicht zu unterschätzen. Was die weitere Einbindung der nun deutschsprachigen Volkshochschüler angehe, biete Weinheim mit seiner „Weinheimer Bildungskette“ weitere Chancen, betonte Bernhard.“

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Das weinheimblog