Montag, 23. April 2018

Ein Mammut als Wegweiser – Kurt Oehlenschläger stiftete einen markanten Baum

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Guten Tag!

Weinheim, 09. April 2011. (red/pm) Der Mann kann das Gras wachsen hören. Fast 50 Jahren lang arbeitete Kurt Oehlenschläger aus Weinheim als Gärtner. Gleich nach dem Krieg war er der erste Lehrling der Grafenfamilie von Wieser in Leutershausen, dann wechselte er in den Schau- und Sichtungsgarten Hermannshof – und blieb dort 45 Jahre lang bis zu seinem Ruhestand im Jahr 1996. Er war und ist ein Gärtner aus Leidenschaft – und ein Freund seiner Heimatstadt Weinheim, ihrer Parks, Gärten und Wälder.

Kurt Oehlenschläger stiftete der Stadt einen markanten Baum am Stadteingang

Kurt Oehlenschläger stiftet Mammutbaum.

Anlässlich seines 80. Geburtstages hatte der Mann nun eine echt riesige Idee: Er stiftete dem städtischen Grünflächenamt einen Mammutbaum. Der steht seit Mitte der Woche an einem markanten Ort, nämlich an der Kreuzung B 3/ Prankelstraße, quasi dem südlichen Tor in die Innenstadt.

Geschenk und Standort sind vom Jubilar nicht zufällig gewählt. „Ich bin ein Freund des Exotenwaldes, und dieser Mammutbaum soll den Weinheim-Besuchern den Weg dorthin weisen“, erklärte er. Im Exotenwald stehen bis zu 60 Meter hohe und rund 140 Jahre alte Mammutbäume. Irgendwann wird der „Prankel-Mammut“ genauso groß und sicherlich zu einem Weinheimer Wahrzeichen.

Der neue Mammutbaum ist zwar noch ein Baby, aber dennoch bereits 500 Kilo schwer und drei Meter hoch, so dass die Gärtner des Baubetriebshofs mit schwerem Gerät anrückten, um ihn in die Pflanzgrube zu setzen. Stadt-Mitarbeiter Mirko Schöbel hob den Baum mit dem Kran an den richtigen Platz, Georg Alles, städtischer Baumpfleger, sorgte für die fachgerechte Pflanzung. Kurt Oehlenschläger selbst ließ es sich nicht nehmen, tatkräftig und fachmännisch selbst Hand anzulegen. Dann wurde der Baumnachwuchs mit einem Kirschwasser „getauft“, damit nichts schiefgeht.

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Das weinheimblog