Donnerstag, 19. Oktober 2017

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Bürgerversammlung zu den Flüchtlingswohnheimen

Flüchtlingsunterkunft: GAL fordert drei Standorte

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Weinheim, 09. Juli 2014. (red/pm) Unmittelbar vor der Bürgerversammlung heute abend gibt es in Weinheim eine intensive Diskussion über die Unterbringung von Flüchtlingen. Immer mehr in den Blick gerät dabei auch die Anzahl der Standorte für Flüchtlingswohnheime. Dazu meldet sich nun auch die GAL-Fraktion zu Wort:

Bei der Bürgerversammlung heute Abend geht es erneut um die Unterbringung von 200 Flüchtlingen in Weinheim.  Die GAL wirbt dafür, drei Standorte dafür zu finden.

Bei der Bürgerversammlung heute Abend geht es erneut um die Unterbringung von 200 Flüchtlingen in Weinheim. Die GAL wirbt dafür, drei Standorte dafür zu finden.

Information der GAL Weinheim:

„Wir haben den Eindruck gewonnen, dass die Mehrheit unserer Bürgerinnen und Bürger der Flüchtlingsaufnahme positiv gegenüber steht, aber eine angepasste dezentrale Unterbringung wünscht. Diesen Wunsch können wir, kann der Gemeinderat, aber auch der Rhein-Neckar-Kreis im weiteren Prozess nicht überhören“, heißt es in einer GAL-Stellungnahme.

Die GAL erinnert daran, dass schon seit den Diskussionen über einen Wohnheimstandort Heppenheimer Straße eine Aufnahmezahl von 70/80 Personen pro Standort im Gespräch ist. Die Begründungen für eine eher dezentralere Unterbringung sieht die GAL-Fraktion ganz pragmatisch: Natürlich sollen Flüchtlinge zum ersten Kennenlernen einer neuen Kultur übergangsweise mit Menschen ähnlichen Schicksals zusammenkommen können.

Integration in vereinzelten Wohnungen nicht möglich

In vereinzelten Wohnungen gelinge diese Integration kaum. Sprachförderung und soziale Betreuung müssten für den Rhein-Neckar-Kreis als Träger der Unterbringung gleichzeitig wirtschaftlich machbar sein. Dies gelinge am besten in kleineren Gruppen à 70 Personen. Die GAL wirbt deshalb dafür, die für Weinheim vorgesehenen rund 200 Flüchtlinge an möglichst drei Standorten unterzubringen. Das käme den jeweiligen Anwohnern entgegen und könnte deren Aufnahmebereitschaft deutlich verbessern.

„Schon jetzt gibt es mehr freundliche Stimmen, die für ein ehrenamtliches Engagement offen sind. Dies wird bei kleineren Einheiten sicherlich erleichtert, so dass dann auch der Aufwand für den Rhein-Neckar-Kreis einfacher wird“, erläutert die GAL-Fraktion ihre Position. Die von der Stadtverwaltung bisher vorgeschlagenen Standorte seien technisch alle machbar, aber das bedeute noch nicht, dass sie auch alle tatsächlich geeignet sind.

Dies müsse nun im Prozess mit den Bürgerschaft herausgefunden werden. Die GAL appelliert auch an Landrat Stefan Dallinger, sich mit dem Vorschlag ernsthaft auseinanderzusetzen. „Es geht uns ums Gelingen. Die Zeit der Massenunterkünfte auf der grünen Wiese, fernab von Wohngegenden ist vorbei. Wenn wir Integration wollen, brauchen wir eine dezentralere Unterbringung als bisher“, heißt es in der GAL-Erklärung abschließend.“

Über Alina Eisenhardt

Alina Eisenhardt (23) ist seit 2012 freie Mitarbeiterin bei uns, macht Redaktion, schreibt Texte und ist für "Unsere Metropolregion - Newsletter" verantwortlich. Sie studiert Psychologie.

  • Der alte Fritz

    Es ist einfach nur lächerlich… Wie soll Integration in Deutschland den stattfinden, wenn Migranten nur unter sich in großen Gruppen bleiben, ob 200 oder 70 Leute das macht keinen großen Unterschied. Es findet immer mehr ein Ghettoisierung in den Städten statt. Und die Entscheidungsträger stimmen dem auch noch zu. Es gibt soviel freistehenden Wohnraum mittlerweile, warum gelingt es nicht diesen zu nutzen. Mir kann keiner erzählen, dass das eine Frage des Geldes ist. Wie soll sich eine einheimische Bevölkerung an eine sich fremden Kultur annähern, wenn diese sich in einer so geballten Menge in irgendeinen Stadtteil niederlässt? Es ist leider nun mal so das der Mensch an sich Angst vor Fremden hat, das muss aber nicht heißen das es so bleiben muss. Meiner Meinung nach kann mann sich an alles gewöhnen, es muss aber auch in maßen stattfinden. Auch für die Migranten ist es meiner Meinung nach besser, nicht in einer geschaffenen Parallelwelt zu leben, so werden Sie sich ebenso wenig an eine neue fremde Kultur annähern in welcher Sie dann Leben müssen.
    Eine breitere Verteilung ist auf alle vorzuziehen.

  • Ref. Soziokultur Muddy’s Club

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