Montag, 23. Juli 2018

„Keine Abstriche bei Kinder- und Jugendarbeit“

Print Friendly, PDF & Email


Weinheim, 9. Juni 2011. (red/pm) Jugendhilfeausschuss plädiert für eine Umstrukturierung bei der Verwaltung der Jugendhilfe. Der Landkreis soll künftig Träger sein.

Information der Stadt Weinheim:

„Wenn nicht jetzt, wann dann?“ Unter diesem Motto steht die aktuelle Diskussion über eine Umstrukturierung in der Weinheimer Stadtverwaltung, in deren Zuge die Verwaltung der Jugendhilfe an den Rhein-Neckar-Kreis übertragen werden soll.

Der Jugendhilfeausschuss hat sich jetzt nach intensiver Diskussion für diese Veränderung der Verwaltungsstrukturen ausgesprochen, das letzte Wort hat der Gemeinderat noch vor der Sommerpause. In dieser Sitzung soll ein Vertreter des Landratsamtes anwesend sein.

Die 13 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die bislang bei der Stadt für die Verwaltung der Jugendhilfe zuständig waren, sollen künftig beim Landkreis beschäftigt sein. Der Standort Weinheim bleibt erhalten, weil der Kreis das Amt im neuen Behördenzentrum am Kreiskrankenhaus ansiedeln wird. Im Ausschuss war deshalb die Rede vom „Weinheimer Heimvorteil“ und davon, dass die Aufgaben „vom bisherigen Personal am bisherigen Standort“ erfüllt werden.

„Ohne diese Vor-Ort-Lösung hätten wir uns dem Thema nicht genähert“, erklärte auch Oberbürgermeister Heiner Bernhard. Nun sei aber der richtige Zeitpunkt für diese Umstrukturierung gekommen. Schließlich sei Weinheim die einzige Stadt in dieser Größenordnung in Baden-Württemberg, die sich noch eigenständig der Verwaltung der Jugendhilfe widme. Die finanzielle Situation der Stadt, die Notwendigkeit der Straffung von kommunalen Verwaltungsstrukturen und der neue Weinheim-Standort des Kreises seien nun die Hauptargumente, die Veränderung jetzt vorzunehmen. Bis das Behördenzentrum des Kreises fertiggestellt ist, bleiben die Mitarbeiter in ihren bisherigen Büros in der Weinheim Galerie.
Insgesamt kann die Stadt mit diesem Schritt mindestens 300 000 Euro pro Jahr an Personalkosten einsparen und vermeidet außerdem einem ständig wachsenden Zuschussbedarf bei der Jugendhilfe.

„Es wird keine Abstriche bei der Kinder- und Jugendarbeit vor Ort geben“, versprach OB Bernhard. Die in der Stadt über Jahre gewachsenen Netzwerke der offenen Jugendarbeit und der Jugendsozialarbeit seien von der Veränderung nicht betroffen, ebenso wenig wie die Verwaltung der Kinderbetreuung, der Bereich der Bildung , des Stadtjugendrings und insgesamt der Weinheimer Bildungskette. „Diese Veränderung“, so der Rathauschef, „wird nicht dazu führen, dass die Stadt mit dem Thema Kinder und Jugend nichts mehr zu tun hat“.

Der Jugendhilfeausschuss selbst wird in dieser Form nicht mehr bestehen und durch ein anderes Gremium mit vergleichbarer Besetzung ersetzt. OB Bernhard selbst wird Weinheim künftig als SPD-Sprecher im Jugendhilfeausschuss des Kreises vertreten, ebenso wie die Weinheimer Stadt- und Kreisrätin Christa Ohligmacher für die Freien Wähler. Vertreter Weinheimer Jugendverbände sind dort ebenfalls vertreten.“

Einen schönen Tag wünscht
Das weinheimblog