Freitag, 28. Juli 2017

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Dritter Demenztag am 13. Oktober

Weinheim knüpft ein „Netzwerk Demenz“

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alzheimer verein

Was können wir tun, damit Menschen mit Demenz so lange wie möglich in ihrer vertrauten Umgebung leben können? Diese Frage stellt sich nicht nur Dieter Gerstner, sondern auch die Mitglieder des Fördervereins Alzheimer e.V. Foto: Stadt Weinheim

 

Weinheim, 09. Juli 2013. (red/pm) Dieter Gerstner kennt sich beim Thema Demenz aus, wie nur wenig andere Menschen. „Die zentrale Frage unserer Gesellschaft wird lauten: Was können wir tun, damit Menschen mit Demenz so lange wie möglich in ihrer vertrauten Umgebung leben können?“, sagt der Pflegedienstleiter im Ruhestand.

Information der Stadt Weinheim:

„Gerstner, Beirat im Stadtseniorenrat, Gründer und Sprecher des Runden Tisch Demenz, Gründer und Vorsitzender des Fördervereins Alzheimer, organisiert ab September dieses Jahres in Weinheim eine Schulung für Demenzpaten.

Dabei geht es nicht um die Betreuung oder gar Pflege einzelner erkrankter Personen, betont er. Demenzpaten sind Ansprechpartner in ihrem Stadtteil, sie knüpfen Netzwerke, geben Hinweise und nennen Kontakte. Sie vermitteln Fachstellen und Organisationen, sie haben Verbindungen in Kirchengemeinden und Vereinen – ein „Demenzpate“ im wahrsten Sinne des Wortes.

„Andere Städte haben damit gute Erfahrungen gemacht“, weiß der Experte. Demenzpaten können Angehörigen Wissen vermitteln, und sie zu mehr Selbstbewusstsein führen“. Das gegenseitige Mutmachen sei wichtig bei dieser Krankheit des Vergessens. Gerstner: „Das Leben mit Demenz ist nicht nur negativ.“

Beginnend mit dem 11. September bietet Dieter Gerstner an neun Abenden jeweils im Bodelschwingh-Heim (bis 06. November) Referate und kurze Seminare an; sie dauern jeweils von 18:00 Uhr bis 19:30 Uhr.

Zu den Referenten gehören neben ihm selbst so ausgewiesene Experten wie der Weinheimer Neurologe Dr. Jürgen Peters, Bodelschwinghheim-Leiterin Heidi Zieger, Pflegedienstleiter Christian Rupp, Doris Jakob, die Zweite Vorsitzende des Fördervereins Alzheimer e.V., Carola Marg vom Pflegestützpunkt des Rhein-Neckar-Kreises in Weinheim, sowie der Weinheimer Rechtsanwalt Daniel Schwöbel.

Themen des Seminars

Die Themen umfassen die gesamte Bandbreite, von der Biographiearbeit über Krankheitsbilder bis hin zu rechtlichen Aspekten. Jeder Teilnehmer bekommt am Ende des Seminars ein Zertifikat.

Die Teilnahme ist kostenlos, was durch Spenden der Firma Freudenberg, der Volksbank Weinheim und der Bürgerstiftung möglich geworden ist, wie Gerstner betont.

Auch der Förderverein Alzheimer e.V., der eigens für die finanzielle Unterstützung der Demenzprojekte gegründet worden ist, kann auch schon seinen Beitrag beisteuern. Dort konnte Dieter Gerstner neulich sogar das 50. Fördermitglied begrüßen: es ist Brigitte Dreßler. Die Zahl der Mitglieder steigt weiter.

3. Weinheimer Demenztag

Die Demenz-Bewegung in Weinheim ist enorm rührig. Mitten in die Seminarphase im Oktober fällt der nunmehr 3. Weinheimer Demenztag im Rolf-Engelbrecht-Haus am Sonntag, 13. Oktober mit Vorträgen und Info-Ständen von ziemlich allen Organisationen und Anbietern, die in Weinheim mit der Krankheit beschäftigt sind. Diesmal sind auch schon die ersten angehenden Demenzpaten dabei.*

Info: Anmeldungen für das „Schulungsprogramm Demenzpaten“ (vom 11. September bis 06. November) nimmt ab sofort Dieter Gerstner entgegen, Telefon 06201- 64578. Die Ausbildung zum Demenzpaten ist kostenfrei.“

Über Alina Eisenhardt

Alina Eisenhardt (23) ist seit 2012 freie Mitarbeiterin bei uns, macht Redaktion, schreibt Texte und ist für "Unsere Metropolregion - Newsletter" verantwortlich. Sie studiert Psychologie.