Montag, 23. Juli 2018

„Der interreligiöse Dialog beginnt“

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Weinheim, 10. Juni 2011. (red/pm) Neuer Arbeitskreis besuchte die Weinheimer Moschee. Auf Einladung des früheren Mannheimer Ausländerbeauftragten Helmut Schmitt und Ute Schleh vom Weinheimer Amt für Jugend und Soziales gab es jetzt das erste Treffen des „Interreligiösen Dialogs“. Weinheimer Mevlana-Moschee bildet Dialog-Beauftragten aus.

Information der Stadt Weinheim:

Besuch in der Weinheimer Mevlana-Moschee.

 

„Es gab Tee und Gebäck, aber auch gleich sehr intensive Gespräche. So wie man sich einen Arbeitskreis eben vorstellt, der sich Dialog nennt. Auf Einladung des früheren Mannheimer Ausländerbeauftragten Helmut Schmitt und Ute Schleh vom Weinheimer Amt für Jugend und Soziales gab es jetzt das erste Treffen des „Interreligiösen Dialogs“. Darin treffen sich Weinheimerinnen und Weinheimer, die sich im letzten Herbst bei der Bürgerversammlung zur Beilegung des Minarett-Konflktes bereiterklärt haben, den Dialog zwischen dem Moscheeverein und den Anwohnern der Moschee in der Nordstadt verbessern zu helfen, sowie die Mitglieder der im letzten Sommer eingesetzten so genannten „Minarett-Kommission“. Auch Alexandra Raquet, die kommunale Beauftragte für Chancengleichheit, gehört zu den Gründerinnen des Arbeitskreises.

Jene Kommission, zu denen auch Vertreter der Moschee-Gemeinde gehörten, wünschte sich in einer Resolution einen solchen „Interreligiösen Dialog“ als Nachfolge. Das erste Treffen stand unter dem Motto „Kennenlernen“. Dabei geht es um das gegenseitige Kennenlernen, aber auch die Beschäftigung mit der islamischen Religion, die in der Nordstadt gewissermaßen vor der Haustür der Nachbarn ausgeübt wird. Deshalb boten die Gastgeber dem „Dialog“ eine besondere Führung durch die Mevlana Moschee, nachdem Mehmet Mert und Mustafa Özkan die Gäste begrüßt hatten.

Ute Schleh, die im Amt für Jugend und Soziales das Thema Integration betreut, betonte, dass sie bei verschiedenen Projekten und Kooperationen der letzten Zeit eine Integrationsbereitschaft des Moscheevereins gespürt habe. Unter anderem begleitet sie ein „Moscheeprojekt“ mit der Weinheimer Polizei, Integration Central und dem Stadtjugendring.

In Schautafeln im Eingangsbereich der Moschee sind Projekte und Veranstaltungen der letzten Jahre dargestellt. Der Integrationsprozess sei in Weinheim auf einem guten Wege. „Dass hier so viel passiert, muss aber von der Moschee noch deutlicher nach außen getragen werden, es ist zu wenig bekannt“, erklärte sie.
Womit sie Zustimmung bei Fatih Sahan und seiner Frau Derya Sahan fand. Fatih Sahan ist Diplom-Theologe und Dialogbeauftragter des islamischen Glaubensverbandes DITIB in Baden, seine Frau Derya ist Islamwissenschaftlerin und hat sich landesweit einen Ruf als Integrationsexpertin erworben. Sie leitete die Führung durch die Weinheimer Moschee, erklärte die religiösen Bräuche und zeigte auch Parallelen zu anderen Religionen auf. Sie berichtete auch von Entwicklungen im DITIB-Landesverband, bei denen immer mehr Dialogbeauftragte an den Moscheen vor Ort ausgebildet werden, um die Einbettung des islamischen Gotteshauses in das Umfeld zu fördern. Auch für die Weinheimer Mevlana-Moschee und die Nordstadt soll es in Zukunft einen solchen Beauftragten geben.

Helmut Schmitt und Ute Schleh werteten das erste Treffen des „Interreligiösen Dialogs“ als einen gelungenen Auftakt und einen weiteren Baustein der Integrationsarbeit in Weinheim. Schmitt betonte auch, dass der Arbeitskreis für weitere Mitglieder, die sich in den Dialog einbringen wollen, offen steht. Geplant sind monatliche Termine.

Das nächste Treffen findet am Donnerstag, 30. Juni, 17 Uhr, wieder in der Moschee statt. Wer Interesse hat, kann sich beim Amt für Jugend und Soziales mit Ute Schleh, Telefon 06201-82 376, Mail u.schleh@weinheim.de, in Verbindung setzen.“

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