Mittwoch, 13. Dezember 2017

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Ausschuss fĂŒr Technik und Umwelt beschließt Wettbewerbsverfahren

Sporthallen am liebsten vom regionalen Architekten

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Weinheim, 10. Juni 2014. (red/ld) Das ArchitektenbĂŒro fĂŒr die Sporthallen in LĂŒtzelsachsen und Oberflockenbach sollte aus der Region kommen – zumindest, wenn es nach den WĂŒnschen der Ausschussmitglieder geht. Geht es aber nicht. Der Architektenwettbewerb muss EU-weit ausgeschrieben werden. Beauftragt wurde damit das BĂŒro BĂ€umle Architekten/Stadtplaner aus Darmstadt. In der Ausgestaltung könnte der Wettbewerb aber regionale Firmen bevorzugen.

Der Ausschuss fĂŒr Technik und Umwelt beriet gestern ĂŒber die Planung der Sporthallen in LĂŒtzelsachsen und Oberflockenbach - am liebsten geplant von regionalen Architekten.

Der Ausschuss fĂŒr Technik und Umwelt beriet gestern ĂŒber die Planung der Sporthallen in LĂŒtzelsachsen und Oberflockenbach – am liebsten geplant von regionalen Architekten.

Von Lydia Dartsch

Zwei Verfahrensvarianten hatte die Verwaltung zur Auswahl: Eine Mehrfachbeauftragung von fĂŒnf Architekten ohne die Planung der Außenbereiche fĂŒr rund 300.000 Euro und als zweite Variante ein Verfahren nach der Vergabeordnung fĂŒr freiberufliche Leistungen (VOF) mit integriertem Architektenwettbewerb mit bis zu zehn Teilnehmern, inklusive Außenbereich, zum halben Preis.

Die Verwaltung schlug die zweite Variante vor und auch die Fraktionen zeigten sich zufrieden mit dieser Lösung und signalisierten in den Stellungnahmen ihre Zustimmung. Elisabeth Kramer (GAL) sagte:

Man hat fast den Eindruck, als bekÀme man die doppelte Leistung zum halben Preis.

Den Kostenunterschied zwischen den beiden Verfahren begrĂŒndete Gregor BĂ€umle damit, dass bei der Mehrfachbeauftragung von fĂŒnf Architekten auch fĂŒnf Honorare fĂ€llig wĂŒrden. Bei einem Wettbewerb dagegen gĂ€be es das Honorar nur fĂŒr den Siegerentwurf. Allerdings verpflichte sich die Stadt mit dem Wettbewerb auch einen der Teilnehmer zu beauftragen. Weil im Wettbewerbsverfahren auch die FreiflĂ€chen mitgeplant werden sollen, gehe zudem eine Verpflichtung einher, im Zuge des Hallenbaus auch die geplanten Außenanlagen umzusetzen, sagte er: „Der Mehrwert dieses Verfahrens ist, dass man am Ende ein Bauwerk hat, das in das Stadtbild integriert ist.“

Sorge hatten die Ausschussmitglieder vor allem wegen der Chancen fĂŒr regionale ArchitektenbĂŒros, sich bei dem EU-weit ausgeschriebenen Wettbewerb durchzusetzen. Die Chance dafĂŒr sei seiner Erfahrung nach gering, sagte Herr BĂ€umle. Stadtrat Holger Haring (CDU) fragte, ob man die Chance fĂŒr regionale Teilnehmer erhöhen könnte, indem man festsetzt, dass ein Teil der Teilnehmer aus der Region stammt.

„Eigentlich keine regionale Bevorzugung“ – Eigentlich

Eine regionale Bevorzugung sei im Europarecht nicht vorgesehen, sagte Herr BĂ€umle. Die Wettbewerbe seien eigentlich anonym, damit die QualitĂ€t des Entwurfs im Vordergrund stehe. Es gebe aber die Möglichkeit, vor dem Wettbewerb zunĂ€chst QualitĂ€tshĂŒrden fĂŒr die Teilnahme zu definieren und aus den Bewerbern, die diese Merkmale erfĂŒllen, einen Teil der Wettbewerbsteilnehmer zu benennen und die restlichen auszulosen: „Wenn das dann BĂŒros aus der Region sind …“, sagte Herr BĂ€umle.

Mit diesem Vorgehen zeigte sich der Ausschuss einverstanden. Der Vorschlag der Verwaltung fĂŒr ein VOF-Verfahren mit integriertem Architektenwettbewerb mit zehn Teilnehmern, von denen zwei benannt und die restlichen acht ausgelost werden, wurde bei zwei Enthaltungen beschlossen.

Über Lydia Dartsch

Lydia Dartsch (31) hat erfolgreich ihr Volontariat beim Rheinneckarblog.de absolviert und arbeitet nun als Redakteurin. Die studierte Politikwissenschaftlerin und Anglistin liebt Kino, spielt Gitarre und sportelt gerne.