Sonntag, 22. Oktober 2017

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Ausschuss f├╝r Technik und Umwelt beschlie├čt Wettbewerbsverfahren

Sporthallen am liebsten vom regionalen Architekten

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Weinheim, 10. Juni 2014. (red/ld) Das Architektenb├╝ro f├╝r die Sporthallen in L├╝tzelsachsen und Oberflockenbach sollte aus der Region kommen – zumindest, wenn es nach den W├╝nschen der Ausschussmitglieder geht. Geht es aber nicht. Der Architektenwettbewerb muss EU-weit ausgeschrieben werden. Beauftragt wurde damit das B├╝ro B├Ąumle Architekten/Stadtplaner aus Darmstadt. In der Ausgestaltung k├Ânnte der Wettbewerb aber regionale Firmen bevorzugen.

Der Ausschuss f├╝r Technik und Umwelt beriet gestern ├╝ber die Planung der Sporthallen in L├╝tzelsachsen und Oberflockenbach - am liebsten geplant von regionalen Architekten.

Der Ausschuss f├╝r Technik und Umwelt beriet gestern ├╝ber die Planung der Sporthallen in L├╝tzelsachsen und Oberflockenbach – am liebsten geplant von regionalen Architekten.

Von Lydia Dartsch

Zwei Verfahrensvarianten hatte die Verwaltung zur Auswahl: Eine Mehrfachbeauftragung von f├╝nf Architekten ohne die Planung der Au├čenbereiche f├╝r rund 300.000 Euro und als zweite Variante ein Verfahren nach der Vergabeordnung f├╝r freiberufliche Leistungen (VOF) mit integriertem Architektenwettbewerb mit bis zu zehn Teilnehmern, inklusive Au├čenbereich, zum halben Preis.

Die Verwaltung schlug die zweite Variante vor und auch die Fraktionen zeigten sich zufrieden mit dieser L├Âsung und signalisierten in den Stellungnahmen ihre Zustimmung. Elisabeth Kramer (GAL) sagte:

Man hat fast den Eindruck, als bek├Ąme man die doppelte Leistung zum halben Preis.

Den Kostenunterschied zwischen den beiden Verfahren begr├╝ndete Gregor B├Ąumle damit, dass bei der Mehrfachbeauftragung von f├╝nf Architekten auch f├╝nf Honorare f├Ąllig w├╝rden. Bei einem Wettbewerb dagegen g├Ąbe es das Honorar nur f├╝r den Siegerentwurf. Allerdings verpflichte sich die Stadt mit dem Wettbewerb auch einen der Teilnehmer zu beauftragen. Weil im Wettbewerbsverfahren auch die Freifl├Ąchen mitgeplant werden sollen, gehe zudem┬áeine Verpflichtung einher, im Zuge des Hallenbaus auch die geplanten Au├čenanlagen umzusetzen, sagte er: „Der Mehrwert dieses Verfahrens ist, dass man am Ende ein Bauwerk hat, das in das Stadtbild integriert ist.“

Sorge hatten die Ausschussmitglieder vor allem wegen der Chancen f├╝r regionale Architektenb├╝ros, sich bei dem EU-weit ausgeschriebenen Wettbewerb durchzusetzen. Die Chance daf├╝r sei seiner Erfahrung nach gering, sagte Herr B├Ąumle. Stadtrat Holger Haring (CDU) fragte, ob man die Chance f├╝r regionale Teilnehmer erh├Âhen k├Ânnte, indem man festsetzt, dass ein Teil der Teilnehmer aus der Region stammt.

„Eigentlich keine regionale Bevorzugung“ – Eigentlich

Eine regionale Bevorzugung sei im Europarecht nicht vorgesehen, sagte Herr B├Ąumle. Die Wettbewerbe seien eigentlich anonym, damit die Qualit├Ąt des Entwurfs im Vordergrund stehe. Es gebe aber die M├Âglichkeit, vor dem Wettbewerb zun├Ąchst Qualit├Ątsh├╝rden f├╝r die Teilnahme zu definieren und aus den Bewerbern, die diese Merkmale erf├╝llen, einen Teil der Wettbewerbsteilnehmer zu benennen und die restlichen auszulosen: „Wenn das dann B├╝ros aus der Region sind …“, sagte Herr B├Ąumle.

Mit diesem Vorgehen zeigte sich der Ausschuss einverstanden. Der Vorschlag der Verwaltung f├╝r ein VOF-Verfahren mit integriertem Architektenwettbewerb mit zehn Teilnehmern, von denen zwei benannt und die restlichen acht ausgelost werden, wurde bei zwei Enthaltungen beschlossen.

├ťber Lydia Dartsch

Lydia Dartsch (31) hat erfolgreich ihr Volontariat beim Rheinneckarblog.de absolviert und arbeitet nun als Redakteurin. Die studierte Politikwissenschaftlerin und Anglistin liebt Kino, spielt Gitarre und sportelt gerne.