Donnerstag, 25. Mai 2017

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Feuerwehr: 100.000 Euro Schaden

Küche in Mehrfamilienhaus brennt komplett aus

Weinheim, 12. Mai 2014. (red) Aus bisher ungeklärter Ursache kam es am Sonntagmorgen kurz vor 10 Uhr im Multring zu einem Küchenbrand eines Mehrfamilienhauses. Die Freiwillige Feuerwehr Weinheim Abteilung Stadt war zu diesem Zeitpunkt gerade bei einer Übung und war bereits 5 Minuten nach Alarm mit zwei Löschfahrzeugen, der Drehleiter und dem Einsatzleitwagen vor Ort.

Information der Feuerwehr Weinheim:

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„Bei Ankunft der Feuerwehr drückte sich der Rauch, bereits aus den Fenstern der Wohnung im 4. Obergeschoss. Die großen Löschfahrzeuge und die Drehleiter mussten sich zunächst, durch die engen Fußwege, des etwas weiter hinten liegenden Gebäudes manövrieren.

Hier kam der starke Baumbewuchs erschwerend hinzu, was aber von den Maschinisten der Fahrzeuge mit Geschick gelöst werden konnte. Mit Unterstützung von mehreren Polizeibeamten des Revier Weinheims, konnte das Mehrfamilienhaus mit elf Wohnungen schnell geräumt werden, um sich gezielt auf die Brandbekämpfung konzentrieren zu können.

Vorsorglich wurde auch das Nachbarhaus geräumt, da zunächst nicht ausgeschlossen werden konnte, dass dieses Haus durch einen möglichen Flammenüberschlag gefährdet ist. Die Bewohnerin der Brandwohnung wurde mit Brandverletzungen und einer Rauchvergiftung vom Rettungsdienst betreut und in ein Krankenhaus gebracht.

Die Einsatzleitung vor Ort bildete Stadtbrandmeister Reinhold Albrecht, gemeinsam mit Abteilungskommandant Ralf Mittelbach und seinem Stellvertreter Rolf Tilger sowie Zugführer Dirk Baumann. Ein Trupp unter Atemschutz legte sich eine Leitung ins 4. Obergeschoss und begann mit der Brandbekämpfung. Es stellte sich heraus, dass die Küche im Vollbrand stand und bereits auf weitere Räume überzugreifen drohte. Der Brandrauch hatte sich bereits in der ganzen Wohnung ausgebreitet und drückte sich auch ins Treppenhaus des Wohnhauses. Daher wurde ein mobiler Rauchverschluss an der Tür zur Brandwohnung gesetzt um eine weitere Brandausbreitung zu verhindern. Parallel dazu bauten weitere Einsatzkräfte die Wasserversorgung auf und brachten die Drehleiter in Stellung.

Mit einem Wenderohr unterstützte die Besatzung der Leiter die Löscharbeiten von außen. Inzwischen war auch ein weiter Atemschutztrupp im 4. Obergeschoss eingetroffen und unterstützte die Löscharbeiten mit einem weiteren Rohr. Vor dem Gebäude positionierte sich ein sogenannter Rettungstrupp mit Atemschutz und einer Notfalltasche. Dieser Trupp stellt die Sicherung für die bei der Brandbekämpfung eingesetzten Kräfte dar und könnte im Falle einer Atemschutznotfalls den betroffenen Trupp retten.

Um den Brandrauch aus der Wohnung und dem Treppenhaus zu drücken, wurden Abluftöffnungen geschaffen und ein Lüfter in Stellung gebracht. Auf dem Multring wurde ein Bereitstellungsraum eingerichtet, der vom Einsatzleitwagen koordiniert wurde. Neben weiteren Löschfahrzeugen, war hier der Gerätewagen Atemschutz und ein Kleineinsatzfahrzeug auf Bereitschaft. Auch der Rettungsdienst wurde hier in Absprache mit dem organisatorischen Leiter Rettungsdienst vorgehalten. Neben der Bewohnerin mussten im weiteren Einsatzverlauf noch weitere 4 Personen versorgt werden, bei denen auch der Verdacht einer Rauchvergiftung bestand.

Der 1. Bürgermeister Dr. Torsten Fetzner kam auch an die Einsatzstelle, um sich ein Bild der Lage zu machen und den betroffenen Bewohner seine Hilfe und Unterstützung anzubieten. Nach einer halben Stunde hatte die Weinheimer Feuerwehr den Brand soweit unter Kontrolle, so dass nur noch kleinere Nachlöscharbeiten durchgeführt werden mussten. Vorsorglich wurden auch die Wohnungen über und unter der Brandwohnung kontrolliert. Hier entstand kein Schaden. Gegen 11:30 Uhr konnten die letzten Fahrzeuge der Feuerwehr Weinheim einrücken. Die Einsatzstelle wurde an die Polizei Weinheim übergeben. Der Schaden wird auf 100.000 Euro geschätzt. Während das Mehrfamilienhaus weiter bewohnbar ist, ist die Brandwohnung ein Totalschaden und bis auf weiteres nicht mehr bewohnbar.

In diesem Zusammenhang möchte die Feuerwehr Weinheim noch mal auf die Notwendigkeit von Rauchwarnmeldern hinweisen. Ausführliche Informationen wird es am kommenden Sonntag den 18. Mai am Infostand des Feuerwehrzentrums in der Bensheimer Straße 6 anlässlich des Tag der offenen Tür geben.

Bereits am Samstagabend musste die Abteilung Stadt zu einem Brandmeldealarm in die Dietrich Bonhoeffer Schule ausrücken. Aus bisher unbekannter Ursache löste hier ein Rauchmelder aus. In der Nacht auf Sonntag, wurde die Wehr dann nochmals zu einem Brandmeldealarm in die Schule gerufen. Diesmal hatte eine andere Meldelinie ausgelöst. Auch hier konnte der Trupp, der unter Atemschutz mit Kleinlöschgerät vorging nichts feststellen. Der Betreiber wurde aufgefordert seine Anlage überprüfen zu lassen.“