Montag, 11. Dezember 2017

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Mehrere Personen verletzt

Dachstuhlbrand im Breitwieserweg

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Weinheim, 13. Februar 2014. (red/fw) Vergangene Dienstagnacht kam es im Breitwieserweg zu einem Zimmerbrand, durch den das gesamte Dachgeschoss in Flammen stand. Mehrere Personen wurden vorsorglich ins Krankenhaus eingeliefert. Gegen 02:30 Uhr konnte die Einsatzstelle dann verlassen werden.
Information der Feuerwehr Weinheim:

 

Foto 2

3,5 Stunden bekämpfte die Feuerwehr den Dachstuhlbrand. Foto: David Kunerth

 

„Kurz vor 23:00 Uhr wurde die Feuerwehr Weinheim Abteilung Stadt zu einem Zimmerbrand im Breitwieserweg gerufen. Die Leitstelle Rhein Neckar teilte der Weinheimer Wehr mit, dass die Bewohner bereits L√∂schversuche unternommen und sich ins Freie gerettet h√§tten.

Bereits f√ľnf Minuten nach dem Alarm, war das erste L√∂schfahrzeug und die Drehleiter an der Einsatzstelle eingetroffen. Bei Ankunft der Feuerwehr hatte sich das Feuer schon rasant ausgedehnt und die Flammen schlugen bereits sichtbar aus dem Dachstuhl des Reihenhauses.

Drei Häuser, der vier Reihenhäuser, mit einem gemeinsamen Dachstuhl waren betroffen. In der Erstphase des Brandes war es auch zu einigen lauten Knallgeräuschen gekommen, die viele Anwohner auf den Brand aufmerksam machten und die dann die Löscharbeiten beobachteten. Einige unter ihnen, wurden wieder an ein ähnliches Feuer im März 2005 erinnert, als auch im Breitwieserweg etwas weiter vorne ebenfalls der Dachstuhl eines baugleichen Rheinhauses ausbrannte.

Dachgeschosswohnung in Vollbrand

Ein Trupp des ersten L√∂schfahrzeugs ging unter Atemschutz mit der W√§rmebildkamera und dem ersten Rohr ins Geb√§ude und begann mit einem Innenangriff. Zu diesem Zeitpunkt stand die Dachgeschosswohnung bereits im Vollbrand und hatte auf die benachbarten Dachgeschosse √ľbergegriffen. Parallel dazu wurde die Drehleiter vor dem Geb√§ude mit einem Wenderohr in Stellung gebracht, um dem Trupp der innen gegen die Flammenwand k√§mpfte, aus der Luft mit weiteren L√∂schma√ünahmen zu unterst√ľtzen.

Ein weiterer Trupp des nachr√ľckenden Tankl√∂schfahrzeugs baute eine Riegelstellung hinter dem Haus auf um mit einer sogenannten Wasserwand den Flammen√ľberschlag auf die angrenzenden Geb√§ude zu verhindern. Parallel dazu wurde die Wasserversorgung f√ľr die eingesetzten Fahrzeuge aufgebaut und die Einsatzstelle ausgeleuchtet, gesichert und durch die Beamten des Polizeirevier Weinheim weitr√§umig abgesperrt.

Nachdem ein weiteres L√∂schfahrzeug eingetroffen war, wurden zwei weitere Trupps unter Atemschutz √ľber die zwei angrenzenden H√§user des Brandhauses mit jeweils einer Leitung zur Brandbek√§mpfung in den jeweiligen Dachstuhl geschickt. W√§hrend die Brandausbreitung auf der Ostseite (in Richtung Mannheimer Stra√üe) verhindert werden konnte, musste der Trupp, der an der Westseite (Richtung Fichtestra√üe) eingesetzt war, L√∂scharbeiten durchf√ľhren.

Feuer schnell unter Kontrolle

Durch den gezielten L√∂scheinsatz konnte die Wehr allerdings hier das Feuer schnell unter Kontrolle bringen und somit eine weitere Ausbreitung verhindern. Ein gr√∂√üere Wasser und Rauchschaden konnte verhindert werden. Auf der Ostseite konnte zwar die Brandausbreitung verhindert werden, daf√ľr machte hier aber die Rauchentwicklung Probleme. Dies l√∂ste die Wehr mit einem mobilen Rauchverschluss, der den Rauch im Dachgeschoss und so den Rest des Hauses rauchfrei hielt.

Neben der Abteilung Stadt, war auch die Abteilung Sulzbach in den Einsatz eingebunden. Die zwei Abteilungen bilden den Ausr√ľckebereich 1 in dem die Einsatzstelle Breitwieserweg liegt. Neben Sicherungstrupps unter Atemschutz f√ľr die eingesetzten Kr√§fte, unterst√ľtzte die Abteilung Sulzbach die L√∂scharbeiten und k√ľmmerte sich um die Ausleuchtung des Brandhauses. Hier war zuvor von den Einsatzkr√§ften aus Sicherheitsgr√ľnden Strom und Gas abgestellt worden.

Auf dem Gel√§nde der Stadtwerke Weinheim konnte sich die Feuerwehr gut aufbauen und den Einsatz leiten. Neben der Einsatzleitung die hier aufgebaut und durch den stellvertretenden Kreisbrandmeister Axel Schuh unterst√ľtzt wurde, war auch der Rettungsdienst mit einem Gro√üaufgebot vor Ort. Hier wurden auch der Ger√§tewagen Atemschutz aufgebaut, an dem die eingesetzten Atemschutzger√§tetr√§ger ihre Atemluftflaschen tauschen und verbrauchtes Material ablegen konnten. Au√üerdem wurde hier ein Bereitstellungsraum f√ľr weitere Fahrzeuge aufgebaut.

Psychosoziale Notfallversorgung f√ľr Betroffene

W√§hrend sich die meisten Bewohner unverletzt in Sicherheit bringen konnten, wurden die Bewohner des Brandhauses zur Kontrolle ins Weinheimer Krankenhaus gebracht. W√§hrend bei zwei Bewohnern eine Rauchvergiftung ausgeschlossen werden konnte, musste ein Bewohner vorsorglich im Krankenhaus bleiben. Vor Ort k√ľmmerten sich zwei Feuerwehrangeh√∂rige der Psychosozialen Notfallversorgung sowie Axel Langel Gesch√§ftsf√ľhrer der Baugenossenschaft Weinheim um die betroffenen Bewohner.

Nach 45 Minuten war das Feuer soweit unter Kontrolle. Allerdings zogen sich die Nachl√∂scharbeiten bis in die fr√ľhen Morgenstunden, da immer wieder in dem engen Dachstuhl mit Spitzboden Glutnester aufflammten. Die Einsatzkr√§fte mussten das Brandgut teilweise aus dem Dachstuhl bringen um das Feuer endg√ľltig l√∂schen zu k√∂nnen. Gegen 1 Uhr konnte dann ‚ÄěFeuer schwarz‚Äú gemeldet werden, was bei der Feuerwehr so viel wie Feuer gel√∂scht hei√üt.

Die meisten der 50 Einsatzkr√§fte konnten mit den Fahrzeugen einr√ľcken und diese im Feuerwehrzentrum Weinheim wieder best√ľcken. Ein L√∂schfahrzeug, die Drehleiter und der R√ľstwagen blieben vor Ort um das Dach mit Planen zu verschlie√üen. Gegen 02:30 Uhr konnte die Einsatzstelle dann verlassen werden.

Aufgrund der hohen Brandintensit√§t musste noch eine Brandnachschau durchgef√ľhrt werden, die in den fr√ľhen Morgenstunden von den Feuerwehrangeh√∂rigen der Abteilung Sulzbach durchgef√ľhrt wurde. Nach dem mit der W√§rmebildkamera nichts mehr festgestellt werden konnte, konnte der Einsatz endg√ľltig abgeschossen werden.“

√úber Alina Eisenhardt

Alina Eisenhardt (23) ist seit 2012 freie Mitarbeiterin bei uns, macht Redaktion, schreibt Texte und ist f√ľr "Unsere Metropolregion - Newsletter" verantwortlich. Sie studiert Psychologie.