Montag, 22. Januar 2018

Error, no Ad ID set! Check your syntax!
Eltern beschweren sich bei der Stadt - die verspricht Abhilfe

Eltern stinksauer auf VBus (RNV) – Kinder wurden einfach stehengelassen oder aus dem Bus gewiesen

Print Friendly, PDF & Email

Guten Tag!

Weinheim, 13. Dezember 2011. Gestern und heute sind nach dem Fahrplanwechsel mindestens ein Dutzend Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler nicht mit dem Schulbus wie gewohnt gefahren worden. Teils wurden sie nicht eingelassen, teils statt bis nach L├╝tzelsachsen in Hohensachsen aus dem Bus gewiesen. Bei der Stadt gingen massive Beschwerden zorniger Eltern ein – die Stadt hat zugesagt, dass das Busunternehmen angewiesen wird, bis zu den Winterferien nach dem alten Fahrplan zu fahren.

Der Weinheimer Vater J├╝rgen G├╝nther schreibt auf seinem Privatblog:

Das Wort ÔÇťSauereiÔÇŁ reicht nicht als Umschreibung. Am 12.12. sowie am 13.12.2011 weigert sich eine Busfahrerin des VRN L├╝tzelsachsen anzufahren und schmeisst die Schulkinder in Hohensachsen raus. Die Kinder mussten mit ihren Schultaschen 3km zu Fu├č im str├Âmenden Regen nach Hasue laufen.

Ich fordere die Stadt Weinheim auf, den Transportauftrag neu zu vergeben !

Nachtrag 1: Mittlerweile bilden sich in der Elternschaft Ideen aus, wie man Fahrgemeinschaften organisieren k├Ânnte.

Gestern und heute wurden die Kinder um 13:25 Uhr nach Aussagen von Eltern nicht von der Dietrich-Bonhoeffer-Schule (DBS) nach L├╝tzelsachsen transportiert – mit dem Fahrplanwechsel war diese Route durch das Viernheimer Unternehmen VBus (Tochtergesellschaft der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (RNV)) einfach gestrichen worden. Eine Information an die Eltern und Kinder soll es nicht gegeben haben.

„Die Kinder werden aufgefordert den Bus ÔÇ×Kaiserstrasse HohensachsenÔÇť zu verlassen und m├╝ssen ca. 3 km zu Fu├č nach Hause laufen“, schreibt Herr G├╝nther weiter auf seinem Blog.

Auf Nachfrage best├Ątigen weitere Eltern den Vorgang. Auch bei der Stadt ist der Fall bekannt und wird sofort bearbeitet. Kurz darauf informiert die Stadt, dass das Busunternehmen aufgefordert worden ist, L├╝tzelsachsen zumindest bis zu den Weihnachtsferien angefahren wird. Au├čerdem solle es eine neue Planung geben, schreibt die Stadt:

Zum Fahrplanwechsel am vergangenen Wochenende ├╝bernahm das Verkehrsunternehmen VBus, das den Stadtverkehr abwickelt, die Schulbusleistungen Richtung L├╝tzelsachsen und Hohensachsen von ihrem Subunternehmer. Der Subunternehmer hatte bei einer Schulbusfahrt, die am Anetplatz endet, bisher Sch├╝ler in Richtung L├╝tzelsachsen mitgenommen. Diese Fahrt Richtung L├╝tzelsachsen war im Umlaufplan der Busse wohl nicht ausgewiesen. Daher kam es dazu, dass die Kinder in Hohensachsen gestern und heute aus dem Bus gewiesen wurden.

Ich habe mit dem Verkehrsunternehmen VBus vereinbart, dass die Sch├╝ler bis zu Beginn der Weihnachtsferien, wie bisher, nach L├╝tzelsachsen gefahren werden. Zwischenzeitlich m├╝ssen die Fahrpl├Ąne ├╝berarbeitet werden, damit sichergestellt wird, welche Busse in welche Richtung fahren, um den Sch├╝lerinnen und Sch├╝lern Gewissheit zu geben, rechtzeitig und sicher nach Hause zu kommen.

Die Eltern und Kinder sind trotzdem verst├Ąndnislos: „Der Schulbusverkehr ist ja nicht erst gestern erfunden worden – so eine Fehlplanung darf einfach nicht passieren“, sagte uns eine Mutter. Eine andere sagte auf Nachfrage: „Wenn das nicht sofort einwandfrei l├Ąuft, organisieren wir das privat.“

├ťber Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (50) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist Gr├╝ndungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten Portr├Ąts und Reportagen oder macht investigative St├╝cke.