Samstag, 21. Juli 2018

Eltern beschweren sich bei der Stadt - die verspricht Abhilfe

Eltern stinksauer auf VBus (RNV) – Kinder wurden einfach stehengelassen oder aus dem Bus gewiesen

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Guten Tag!

Weinheim, 13. Dezember 2011. Gestern und heute sind nach dem Fahrplanwechsel mindestens ein Dutzend SchĂŒlerinnen und SchĂŒler nicht mit dem Schulbus wie gewohnt gefahren worden. Teils wurden sie nicht eingelassen, teils statt bis nach LĂŒtzelsachsen in Hohensachsen aus dem Bus gewiesen. Bei der Stadt gingen massive Beschwerden zorniger Eltern ein – die Stadt hat zugesagt, dass das Busunternehmen angewiesen wird, bis zu den Winterferien nach dem alten Fahrplan zu fahren.

Der Weinheimer Vater JĂŒrgen GĂŒnther schreibt auf seinem Privatblog:

Das Wort “Sauerei” reicht nicht als Umschreibung. Am 12.12. sowie am 13.12.2011 weigert sich eine Busfahrerin des VRN LĂŒtzelsachsen anzufahren und schmeisst die Schulkinder in Hohensachsen raus. Die Kinder mussten mit ihren Schultaschen 3km zu Fuß im strömenden Regen nach Hasue laufen.

Ich fordere die Stadt Weinheim auf, den Transportauftrag neu zu vergeben !

Nachtrag 1: Mittlerweile bilden sich in der Elternschaft Ideen aus, wie man Fahrgemeinschaften organisieren könnte.

Gestern und heute wurden die Kinder um 13:25 Uhr nach Aussagen von Eltern nicht von der Dietrich-Bonhoeffer-Schule (DBS) nach LĂŒtzelsachsen transportiert – mit dem Fahrplanwechsel war diese Route durch das Viernheimer Unternehmen VBus (Tochtergesellschaft der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (RNV)) einfach gestrichen worden. Eine Information an die Eltern und Kinder soll es nicht gegeben haben.

„Die Kinder werden aufgefordert den Bus „Kaiserstrasse Hohensachsen“ zu verlassen und mĂŒssen ca. 3 km zu Fuß nach Hause laufen“, schreibt Herr GĂŒnther weiter auf seinem Blog.

Auf Nachfrage bestĂ€tigen weitere Eltern den Vorgang. Auch bei der Stadt ist der Fall bekannt und wird sofort bearbeitet. Kurz darauf informiert die Stadt, dass das Busunternehmen aufgefordert worden ist, LĂŒtzelsachsen zumindest bis zu den Weihnachtsferien angefahren wird. Außerdem solle es eine neue Planung geben, schreibt die Stadt:

Zum Fahrplanwechsel am vergangenen Wochenende ĂŒbernahm das Verkehrsunternehmen VBus, das den Stadtverkehr abwickelt, die Schulbusleistungen Richtung LĂŒtzelsachsen und Hohensachsen von ihrem Subunternehmer. Der Subunternehmer hatte bei einer Schulbusfahrt, die am Anetplatz endet, bisher SchĂŒler in Richtung LĂŒtzelsachsen mitgenommen. Diese Fahrt Richtung LĂŒtzelsachsen war im Umlaufplan der Busse wohl nicht ausgewiesen. Daher kam es dazu, dass die Kinder in Hohensachsen gestern und heute aus dem Bus gewiesen wurden.

Ich habe mit dem Verkehrsunternehmen VBus vereinbart, dass die SchĂŒler bis zu Beginn der Weihnachtsferien, wie bisher, nach LĂŒtzelsachsen gefahren werden. Zwischenzeitlich mĂŒssen die FahrplĂ€ne ĂŒberarbeitet werden, damit sichergestellt wird, welche Busse in welche Richtung fahren, um den SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern Gewissheit zu geben, rechtzeitig und sicher nach Hause zu kommen.

Die Eltern und Kinder sind trotzdem verstĂ€ndnislos: „Der Schulbusverkehr ist ja nicht erst gestern erfunden worden – so eine Fehlplanung darf einfach nicht passieren“, sagte uns eine Mutter. Eine andere sagte auf Nachfrage: „Wenn das nicht sofort einwandfrei lĂ€uft, organisieren wir das privat.“

Über Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (50) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist GrĂŒndungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten PortrĂ€ts und Reportagen oder macht investigative StĂŒcke.