Samstag, 21. Oktober 2017

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Gemeinderat vergibt Erarbeitung eines Energiekonzepts

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Weinheim, 13. Juli 2011. (red) Der Gemeinderat hat heute die Ausarbeitung eines Energiekonzepts f√ľr die Stadt durch die Enerko GmbH beschlossen. Der urspr√ľngliche Antrag wurde erweitert – Stadt und Stadtwerke sollen eng zusammenarbeiten.

56.000 Euro soll die Erarbeitung eines Klimaschutzkonzepts kosten – in dem Papier steht dann, was man alles tun kann und sollte und wie was miteinander verkn√ľpft, um Klimaschutz und Wirtschaftlichkeit miteinander zu verbinden. Die Stadt hofft auf eine F√∂rderung von 65 Prozent, so dass die Stadt nur rund 20.000 zahlen m√ľsste.

Die CDU wollte den Antrag vertagen. Weinheim Plus hatte „Bauchschmerzen“. Die FDP will Ergebnisse sehen. SPD und GAL stimmten zu und wiesen die Bedenken von CDU und Weinheim Plus zur√ľck.

Oberb√ľrgermeister Heiner Bernhard erweiterte den Antrag in der Richtung, dass beim Erstellen des Klimaschutzkonzepts eng mit den Stadtwerken und deren Klimaschutzkonzept gearbeitet werde. Der OB ist Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke Weinheim.

Erster B√ľrgermeister Dr. Torsten Fetzner betonte, dass es bereits in der Vergangenheit eine enge Verzahnung mit den Stadtwerken g√§be, wobei das zu verbessern sei: „Wir brauchen aber von au√üen eine Beratung, weil wir an unsere Grenzen kommen.“

GAL-Stadtrat Hans-Ulrich Sckerl sagte: „Wir tun das aus einer √∂kologischen Verpflichtung, aber auch, um Wirtschaft zu f√∂rdern und zwar auch Handwerker und Dienstleister. Wir brauchen zudem private Investitionen – ohne die geht das nicht.“

Sckerl greift damit direkt die CDU an, weil sich die Gr√ľnen zunehmend nicht nur als Klimasch√ľtzer, sondern als Partner der Wirtschaft aufstellen – durch Schaffung von Arbeitspl√§tzen in der „√Ėko“-Wirtschaft.

Mehrere Stadtr√§te forderten, dass es keine privaten Vergaben, weder an die Stadtwerke noch einen privaten „Partner“ geben solle.

Mit einem Klimaschutzkonzept und einer qualifizierten Beratungsfirma sei es f√ľr die Kommune leichter, an F√∂rdermittel zu gelangen.

Herbert Freischlad von der Enerko GmbH regte die Gr√ľndung eines runden Tisches noch in diesem Herbst an, an dem auch Vertreter der Stadtwerke, der Weinheimer B√ľrgerschaft und der Wirtschaft teilnehmen sollen. Im Fokus sollen zun√§chst konkrete Projekte stehen, die schnell umzusetzen sind.

Unter anderem rede man schon √ľber ein Blockheizkraftwerk f√ľr die Dietrich-Bonhoeffer-Schule, grunds√§tzlich k√∂nnten alle gr√∂√üeren √∂ffentlichen Geb√§ude so versorgt werden. Auch m√∂glichst schnell umsetzbare Energie-Einsparungsma√ünahmen will die Enerko untersuchen und angehen.

Mit zwei Enthaltungen wurde der Antrag angenommen.

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