Dienstag, 12. Dezember 2017

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Kommune und Stadtwerke gleichen CO-2-Emissionen aus

Stadt heizt jetzt klimaneutral

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Weinheim, 13. Mai 2014. (red/pm) Die Stadt heizt nun klimaneutral. Die Kommune und die Stadtwerke gleichen die CO2-Emissionen aus und fördern ein Ökostromprojekt im Ruhrgebiet.

Information der Stadt Weinheim:

„Die Stadt ergreift weitere MaĂźnahmen zum Klimaschutz. Seit 2013 bezieht die Stadt bereits Ă–kostrom. Auch fĂĽr die Beheizung der städtischen Gebäude, die ĂĽber eine Gasheizung verfĂĽgen, konnte nun in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Weinheim eine ökologische und pragmatische Lösung zum Schutz des Klimas gefunden werden.

„Klimaschutz kann man auf vielfältige Weise betreiben“, sagt Erster Bürgermeister Dr. Torsten Fetzner. „Eine Möglichkeit ist, durch energetische Sanierungen der Gebäude den Energiebedarf zu verringern. Hierfür sind unsere finanziellen Mittel leider begrenzt.“ Der Dezernent der technischen Rathausämter hat jetzt aber auch darauf verwiesen, dass die Kommune dort erneuerbare Energien einsetzt, wo es möglich ist, wie bei dem Anschluss der städtischen Gebäude an das mit Holzhackschnitzel betriebene Wärmenetz in Rippenweier.

Fetzner: „Dies ist aber auch nicht überall möglich. Deshalb haben wir nach einer Lösung gesucht, die sich kurzfristig umsetzen lässt und effektiv ist.“ Die Stadtwerke Weinheim konnten der Stadt nun eine Lösung anbieten, bei der 1235 Tonnen Kohlendioxid im Jahr neutralisiert werden – das entspricht der Heizleistung der kommunalen mit Gas betriebenen Gebäude.

„Die Hauptsache ist, es geschieht, denn Klima ist global.“

Klimaneutralität bedeutet hier den Ausgleich von entstandenen CO2-Emissionen durch Einsparung der entstandenen Menge an anderer Stelle, erklärt der Bürgermeister. Fetzner: „Treibhausgase haben eine globale Schädigungswirkung, daher ist es nicht relevant, an welchen Orten der Welt schädliche Emissionen entstehen und an welchen Orten sie vermieden werden. Die Hauptsache ist, es geschieht, denn Klima ist global.“

Mit dem künftig von der Stadt gezahlten Aufschlag für das Ökogas beteiligen sich die Stadtwerke Weinheim an einem Projekt im Ruhrgebiet. Aus bereits vor Jahren geschlossenen Kohlegruben entweichen dort nach wie vor klimaschädliche Gase wie Methangas, Schwefeldioxid und Kohlendioxid. Die klimaschädigende Wirkung von Methan ist 21-mal höher als die von CO2. Ziel der Projekte ist es, Anlagen aufzubauen, die das Methan auffangen und in Blockheizkraftwerken zu Ökostrom umwandeln.

Ein weiterer Schritt

Durch den Erwerb dieser Emissionsminderungs-Zertifikate wird genau die Menge CO2 neutralisiert, die durch die Beheizung der Gebäude entsteht. „Auch bei der Beheizung unserer kommunalen Gebäude verbessern wir unsere Klimabilanz. Dies ist eine weiterer Schritt, unsere im Leitbild zur Energiewende in Weinheim definierten Ziele zu erreichen“ sagt Dr. Torsten Fetzner.

Durch die Verbrennung von fossilen Energieträgern, wie Erdöl und Erdgas entsteht Kohlenstoffdioxid, das als Hauptauslöser des Treibhauseffekts angesehen wird. Biogas hingegen verbrennt klimaneutral, weil das bei der Verbrennung entstehende CO2 vorher von den Pflanzen aus der Luft gebunden wird. So wird in Weinheim das Neubaugebiet LĂĽtzelsachsen-Ebene durch ein Fernwärmenetz mit dieser klimafreundlichen Energieart versorgt. Wird Biogas aus Energiepflanzen gewonnen, werden hierfĂĽr landwirtschaftliche Flächen benötigt, die nur begrenzt zur VerfĂĽgung stehen. Zudem soll die Energieproduktion nicht in Konkurrenz zur Erzeugung von Lebensmitteln treten.“

Ăśber Alina Eisenhardt

Alina Eisenhardt (23) ist seit 2012 freie Mitarbeiterin bei uns, macht Redaktion, schreibt Texte und ist fĂĽr "Unsere Metropolregion - Newsletter" verantwortlich. Sie studiert Psychologie.