Donnerstag, 22. Juni 2017

Error, no Ad ID set! Check your syntax!
"Geschichte des Monats"

Weinheim wieder einmal „best practice“

Weinheim, 13. Februar 2014. (red/pm) Das Weinheimer Mehrgenerationenhaus ist auf der bundesweiten Internetseite die „Geschichte des Monats“

Information der Stadt Weinheim:

 

Mehrgenerationenhaus

Das Mehrgenerationenhaus in Weinheim. Foto: Stadt Weinheim

 

„Das Mehrgenerationenhaus Weinheim verbindet mit dem Projekt Kita- und Grundschulpaten (KiG) Bildung und Integration auf spielerische Weise. Freiwillig Engagierte besuchen regelmäßig Kindergärten und Schulen, um durch Vorlesen das Sprach- und Lesevermögen von Kindern zu stärken und sie für Bücher zu begeistern. Dabei werden gezielt auch Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund angesprochen.“

So beginnt eine längere Reportage über das Mehrgenerationenhaus in Weinheim; sie steht seit Beginn dieser Woche an prominenter Stelle, nämlich gleich ganz oben auf der bundesweiten Internetseite www.mehrgenerationenhäuser.de. Diese Homepage wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geführt und ist die zentrale Plattform für die Mehrgenerationenhäuser im Land.

„best practice“- Beispiel

Jeden Monat wählt das Ministerium ein Projekt aus der Republik aus und erzählt sie als „Geschichte aus den Häusern“ – als ein „best practice“-Beispiel. Diesmal ist Weinheim an der Reihe. „Das hat uns sehr gefreut, denn es ist eine Bestätigung für alle, die am Projekt mitarbeiten“, sagt Ulrike Süss, die Leiterin des Weinheimer Bildungsbüros. Sie verweist darauf, dass Weinheim mit Bildungsthemen schon oft auch bundesweit eine Vorbildfunktion eingenommen hat, zum Beispiel bei der sprichwörtlichen „Weinheimer Bildungskette“.

Über deren Umsetzung haben Ulrike Süss und die Weinheimer Bildungsamtsleiterin Carmen Harmand schon im Rahmen bundesweit bedeutsamer Bildungskongresse referiert. Bei der aktuellen Hervorhebung des Mehrgenerationenhauses in der Konrad-Adenauer-Straße geht es vor allem um das Projekt „Kita- und Grundschulpaten“ (KiG). Dabei geben freiwillig engagierte Lesepatinnen und Lesepaten ihre Begeisterung für Bücher weiter und vermitteln Lese- und Lernfreude.

17 ehrenamtliche Paten und Patinnen sind dafür regelmäßig in der hauseigenen KiTa Kuhweid, in vier Grundschulen und einer Förderschule in Weinheim im Einsatz. „Durch das Programm haben die Kinder darüber hinaus feste Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner, die ihnen ungeteilte Aufmerksamkeit schenken“, so die Koordinatorin des Programms Mehrgenerationenhäuser in Weinheim Khadija Huber. Sie möchte mit der Idee ein bedarfsgerechtes Angebot im Schwerpunktthemenfeld des Aktionsprogramms „Integration und Bildung“ etablieren.

Bildung im Kontext mit Integration und Chancengleichheit

Für Ulrike Süss ist die Wahrnehmung aus Berlin vor allem eine Bestätigung der Netzwerkarbeit vor Ort. Der Weinheimer Schwerpunkt, der die Bildung in der Stadt im Kontext mit Integration und Chancengleichheit behandelt, werde in der Hauptstadt sehr wohl wertgeschätzt. „Und das Besondere ist dann noch die Verknüpfung zu freiwilligem bürgerschaftlichem Engagement“, sagt sie.

Das KiG-Projekt ist Teil des kommunalen Programms „Weinheimer Bildungskette“. Maßgeblich unterstützt wird das Angebot von der Freudenberg Stiftung. Die Umsetzung des KiG-Projektes erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem örtlichen LIONS-Club, der Weinheimer Ehrenamtsbörse, dem Generali Zukunftsfonds sowie den fünf Weinheimer Grund- und Förderschulen. Die gute Einbindung, die enge Begleitung und die regelmäßigen Fortbildungen der Ehrenamtlichen sind Garant des Projekts“, erklärt die Projektverantwortliche Elke König.

Im Bildungsbüro und im Mehrgenerationenhaus, so Ulrike Süss, bereite man sich auch schon auf die Ankunft von Flüchtlingen im Herbst 2015 vor. „Wir haben uns vorgenommen, mit den Angeboten der Weinheimer Bildungskette aktiv zu einer Willkommenskultur beizutragen sowie die zügige Integration der Familien und insbesondere der Kinder zu unterstützen“. Elke König denkt dabei vor allem an die Erleichterung der Integration der Kinder in den Schulalltag durch die „KiG“-Paten.

Fülle von Angeboten

„Wir wollen als Partner der Kommune und als Ort der Begegnung einen guten und gemeinsamen Weg ohne Angst aufzeigen“, erklärt Khadija Huber die Rolle des Mehrgenerationenhauses. In unserem Netzwerk gibt es eine Fülle von Angeboten, in denen mit bemerkenswertem Engagement unser gemeinsames Ziel umgesetzt wird.

Zu unseren Netzwerkpartnern zählen das Amt für Bildung und Sport, das Amt für Jugend, Soziales, Familie und Senioren, das Referat des Oberbürgermeisters, die VHS, der Stadtjugendring, der Stadtseniorenrat, der Kontaktpunkt der Bürgerstiftung bzw. die Weinheimer Ehrenamtsinitiative, Job Central, das Deutsche Rote Kreuz, die Arbeiterwohlfahrt, der Pflegestützpunkt und der Stadtteilverein Pro West.

Die bisherigen Erfolge zeigen, wie Integration und Bildung als gemeinsames Projekt aller gut gelingen können.“

Über Alina Eisenhardt

Alina Eisenhardt (23) ist seit 2012 freie Mitarbeiterin bei uns, macht Redaktion, schreibt Texte und ist für "Unsere Metropolregion - Newsletter" verantwortlich. Sie studiert Psychologie.