Freitag, 28. Juli 2017

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Jeder kann Leben retten

Wiederbelebung ist einfach

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In Deutschland leisten nur 15 Prozent der Laien vor dem Eintreffen der Rettungskräfte Erste Hilfe. Foto: Ralph Mittelbach

 

Weinheim, 13. September 2013. (red/fw) In der Woche der Wiederbelebung (16. bis 22. September) informiert Feuerwehr Weinheim, wie man in der Situation eines Herzstillstand erste Hilfe leisten kann. Denn: Jeder kann eine Wiederbelebung durchf√ľhren, jeder kann Leben retten.

Information der Feuerwehr Weinheim:

„Der pl√∂tzliche Herztod ist eine der h√§ufigsten Todesursachen in Deutschland. Ein Grund warum die Feuerwehr Weinheim diesem den Kampf angesagt hat. Seit 2011 engagieren sich die Weinheimer Brandsch√ľtzer federf√ľhrend mit der Unterst√ľtzung, des GRN Krankenhaus, des DRK Weinheim und der Johanniter Unfallhilfe sowie den √Ąrzten Dr. Frank H√∂ltermann und Dr. Arndt Bublitz im Kampf um den pl√∂tzlichen Herztod.

Bei einem Herzstillstand sind es immer nur wenige Minuten, die √ľber Leben und Tod entscheiden. Bis zum Eintreffen der Rettungskr√§fte vergeht wertvolle Zeit. Daher ist es wichtig, dass jeder Mensch, in so einer Situation erste Hilfe leisten kann. Damit steigen die √úberlebenschancen des Betroffenen um ein Vielfaches. Jeder kann und sollte eine Wiederbelebung durchf√ľhren. Das ist die Botschaft der Kampagne ‚Äě100 Pro Reanimation‚Äú, die 2012 startet. Ziel der Initiative des Berufsverbandes Deutscher An√§sthesisten e. V. (BDA) und der Deutschen Gesellschaft f√ľr An√§sthesiologie und Intensivmedizin e. V. (DGAI) ist es, das Bewusstsein f√ľr die lebensrettenden F√§higkeiten jedes Einzelnen zu sch√§rfen und √ľber die lebensentscheidenden Sofortma√ünahmen zu informieren.

Der pl√∂tzliche Herztod ist mit sch√§tzungsweise 80.000 bis 100.000 F√§llen pro Jahr eine der h√§ufigsten Todesursachen in Deutschland. Jeden kann es treffen. Die Betroffenen sind auf schnelle Hilfe angewiesen. Doch die Bereitschaft von Laien, Wiederbelebungsma√ünahmen nach einem pl√∂tzlichen Herzstillstand durchzuf√ľhren, ist in Deutschland mit 15 % im internationalen Vergleich alarmierend niedrig. Gr√ľnde daf√ľr sind oftmals die Angst, etwas falsch zu machen und eine unzureichende Ausbildung in Erster Hilfe.

Dabei sind die Ma√ünahmen zur Wiederbelebung eines Menschen einfach. Man kann dabei nichts falsch machen. Der einzige Fehler ist, nichts zu tun. ‚ÄěPr√ľfen, Rufen, Dr√ľcken‚Äú lautet die Devise: Pr√ľfen, ob die bewusstlos zusammengebrochene Person noch reagiert und atmet. Unter 112 den Rettungsdienst rufen. Fest, mindestens 100-mal pro Minute in der Mitte des Brustkorbs dr√ľcken und nicht aufh√∂ren, bis Hilfe eintrifft. Trainierte Ersthelfer sollten zus√§tzlich die Mund-zu-Mund-Beatmung im Verh√§ltnis von 30 Herzdruckmassagen zu zwei Beatmungen durchf√ľhren. Diese Ma√ünahmen verdoppeln bis verdreifachen die Chance, dass der Betroffene √ľberlebt.

Woche der Wiederbelebung

In der Woche vom 16. Bis 22. September findet bundesweit die Woche der Wiederbelebung statt. Die Feuerwehrsanit√§ter der Weinheimer Feuerwehr haben dies zum Anlass genommen auf das Thema aufmerksam zu machen. Mit einem Infostand der von der Kampagne zur Verf√ľgung gestellt wurde, werden Sie √ľber die Wiederbelebung informieren und beraten. Auch auf automatisch externe Defibrillatoren werden die Brandsch√ľtzer hinweisen. Diese Ger√§te k√∂nnen erg√§nzend zu einer Wiederbelebungsma√ünahme eingesetzt werden.

Die Weinheimer Feuerwehr hat in den letzten zwei Jahren ein dichtes Netz im Stadtgebiet aufgebaut und wirbt f√ľr deren Einsatz. Daher wurde jetzt auch ein Infoflyer erstellt, auf dem alle Ger√§te in Weinheim erfasst sind und die Wiederbelebung erkl√§rt wird.

Als Auftaktveranstaltung nutzt die Feuerwehr Weinheim den Weinheimer Herbst. In der Weinheim Galerie werden die Feuerwehrsanit√§ter von 13:00 bis 18:00 Uhr am Sonntag ihren Informationsstand aufbauen. In der kommenden Woche, werden sie dann im Weinheimer Stadtgebiet immer wieder an √∂ffentlichen Orten f√ľr die Wiederbelebung werben.

Ziel der Aktion ist es die Angst vor der Ersten Hilfe zu nehmen. Viele schrecken davor zur√ľck, bei einem pl√∂tzlichen Herzstillstand einer Person Erste Hilfe zu leisten, wie eine aktuelle Studie zeigt. In nur 15 % der F√§lle beginnen Laien vor Eintreffen des Rettungsdienstes mit den Reanimationsma√ünahmen. Im internationalen Vergleich liegt Deutschland hiermit weit zur√ľck. L√§nder wie Schweden oder die Niederlande erreichen zum Beispiel eine Rate von 60 %. ‚ÄěHier sehen wir gro√üen Handlungsbedarf‚Äú, sagt Stadtbrandmeister Reinhold Albrecht.

‚ÄěWeil wir nicht tatenlos zusehen m√∂chten, beteiligen wir uns an der Kampagne ‚Äě100 Pro Reanimation‚Äú. ‚ÄúZiel der Initiative ist es, das Bewusstsein f√ľr die lebensrettenden F√§higkeiten jedes Einzelnen zu sch√§rfen und √ľber die lebensentscheidenden Sofortma√ünahmen zu informieren. ‚ÄěOft ist es die Angst, etwas falsch zu machen, die Menschen davon abh√§lt, Wiederbelebungsma√ünahmen umzusetzen‚Äú, meint Feuerwehrsanit√§ter Sven Hufnagel der zum Lenkungskreis der Feuerwehrsanit√§ter geh√∂rt.“

√úber Alina Eisenhardt

Alina Eisenhardt (23) ist seit 2012 freie Mitarbeiterin bei uns, macht Redaktion, schreibt Texte und ist f√ľr "Unsere Metropolregion - Newsletter" verantwortlich. Sie studiert Psychologie.