Donnerstag, 22. Juni 2017

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Für den „Katastrophenfall“: DRK Weinheim erhält modernen Gerätewagen

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Weinheim, 14. Dezember 2010. (pm) Wenn es zu einer größeren Schadenslage kommt, dann sollen die Hilfsorganisationen schnelle und professionelle Hilfe leisten. Hier stoßen die Helfer aber oft an ihre Grenzen, da das Material und die Fahrzeuge die ihnen zur Verfügung stehen überaltert sind. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Weinheim hat nun einen neuen Gerätewagen erhalten, der die Versorgung von bis zu zehn Verletzten gleichzeitig ermöglicht.

Von Ralf Mittelbach

Auch der Bund und das Land Baden-Württemberg haben erkannt, dass die Zeit nicht stehen geblieben ist und versuchen die Katastrophenschutzeinheiten der Hilfsorganisationen zu modernisieren. Daher erhielt die Schnelleinsatzgruppe (SEG) Nord des Deutschen Roten Kreuz bereits im Frühjahr einen neuen Krankentransportwagen.

Die SEG Nord deckt das Gebiet von Laudenbach bis Schriesheim ab. Nachdem die Krankentransportwagen über das ganze Land verteilt wurden, wurden nun spezielle Gerätewagen-Sanität (GW-San) entwickelt. Dafür hat das Land Baden-Württemberg mit dem Bund kooperiert und insgesamt 120 Fahrzeuge beschafft, die nun an die Katastrophenschutzeinheiten im Land verteilt werden

Der neue Gerätewagen des DRK kommt ab "fünf Verletzten" zum Einsatz. Foto: Christoph Scherer

Insgesamt werden im Rhein Neckar Kreis 5 GW-San stationiert, wobei einer an die Schnelleinsatzgruppe Nord geht. Das Fahrzeug, welches den ehrenamtlichen Helfern des DRK zum Schutz der Bürger zur Verfügung gestellt wurde, kann nun zu größeren Einsätzen im Raum Weinheim zum Einsatz kommen.

Einsatz ab fünf verletzten Personen.

Der GW-San ersetzt einen veralteten Arzttruppwagen aus den 80’igern, der von Ausstattung, Ausrüstung und Motorleistung nicht mehr zeitgemäß war. Auf dem Gerätewagen San ist Material vorhanden, mit dem man beispielsweise einen Behandlungsplatz mit einem großen 30m-² Zelt inklusive Licht, Heizung und eigener Stromversorgung einrichten kann.

Dadurch können bis zu 10 Personen gleichzeitig medizinisch versorgt werden. Wie Christoph Scherer Leiter der Schnelleinsatzgruppe Nord berichtet, wird das Fahrzeug in der Rettungswache Weinheim stationiert und kann bei größeren Einsätzen eingebunden werden. Sobald mehr als 5 Personen verletzt sind und der Regelrettungsdienst an seine Grenzen kommt, macht der Einsatz des Fahrzeuges Sinn.

Zusammen mit einem Mannschaftswagen kann so eine komplette SEG Erstversorgung ausrücken. Das Fahrzeug kann aber auch vorbeugend bei verschiedenen Großveranstaltungen vorgehalten werden.

Ein Nachteil hat das Fahrzeug allerdings. Aufgrund des vielen Materials wiegt der Gerätewagen an die sieben Tonnen und darf daher nur mit LKW-Führerschein gefahren werden. Aufgrund der hohen Kosten des Führerscheins, sind wenige ehrenamtliche Helfer bereit diese Kosten aus eigener Tasche zu tragen.

Anmerkung der Redaktion:
Ralf Mittelbach ist Pressewart der Feuerwehr Weinheim.