Dienstag, 23. Mai 2017

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Linke will langfristige Weiterf├╝hrung der Altstadtgalerie am Marktplatz

„Die Institution des Kunsthandwerks erhalten“

Weinheim, 15. September 2014. (red/pm) ÔÇ×G├Ąbe es die Altstadtstadtgalerie am Marktplatz nicht, w├╝rde sich die Stadt wahrscheinlich sehr bem├╝hen, etwas vergleichbares in ihr Zentrum zu bekommenÔÇť, sagt Matthias H├Ârdt, Stadtrat der Weinheimer Linken. Am vergangenen Mittwochen besuchten Herr H├Ârft und Stadtrat Carsten Labudda (Linke) Helga Tritschler und ihre potentielle Nachfolgerin Helena Berghoff in der Altstadtgalerie.

 

Foto: Matthias H├Ârdt

Stadtrat Matthias H├Ârdt, Inhaberin Helga Tritschler, Stadtrat Carsten Labudda und Frau Tritschlers potenzielle Nachfolgerin Helena Berghoff. Foto: Matthias H├Ârdt

 

Information von Stadtrat Matthias H├Ârdt:

„Schon nach wenigen Minuten war sich die Gespr├Ąchsrunde sehr vertraut. Denn schlie├člich trafen sich mit Matthias H├Ârdt und Helga Tritschler sozusagen alte Bekannte. ÔÇ×Ich kenne die Altstadtgalerie seit ihren ersten TagenÔÇť, so Matthias H├Ârdt. Schlie├člich ist er gerade um die Ecke am Hutplatz aufgewachsen, war zum damaligen Zeitpunkt als Schornsteinfeger f├╝r den Marktplatz zust├Ąndig und zudem Mitglied im Sanierungsbeirat ÔÇ×S├╝dliche AltstadtÔÇť.

Genau in dem zuletzt genannten Gremium habe der damals f├╝r die Altstadtsanierung zust├Ąndige Rathausmitarbeiter Manfred M├╝ller-Jehle f├╝r die Einrichtung der Altstadtgalerie ÔÇô neben der Vorstellung zahlreicher anderer guter Ideen – geworben. So hat es Matthias H├Ârdt zumindest in Erinnerung.

ÔÇ×Und die Argumente die damals richtig waren, treffen heute in versch├Ąrfter Form immer noch zuÔÇť, so H├Ârdt weiter. Die Altstadtgalerie habe sich zu einer ├╝berregional bekannten Institution des Kunsthandwerks entwickelt. Die Werke namhafter K├╝nstler seien quasi in einer Dauerausstellung pr├Ąsent und dem talentierten Nachwuchs werde ebenfalls eine Chance gegeben.

Die Altstadtgalerie trage so zum guten Ruf der Stadt Weinheim bei; und das kostenlos. Schlie├člich habe Helga Tritschler renovierungsbed├╝rftige R├Ąume von der Stadt angemietet, diese mit weit ├╝ber 100.000 Euro in ein Schmuckst├╝ck verwandelt und zahle schon fast 25 Jahre p├╝nktlich ihre Miete.

Die Altstadtgalerie d├╝rfe deshalb nicht mit einem gew├Âhnlichen Laden gleichgesetzt werden. Weinheim m├╝sse sich gl├╝cklich sch├Ątzen, dass Helga Tritschler ├╝ber die vielen Jahre Zeit, Ideen und viel Geld investiert und mit Helena Berghoff eine engagierte und ├╝berdurchschnittlich talentierte Nachwuchsk├╝nstlerin gefunden habe, welche die Galerie in der bew├Ąhrten Form weiterf├╝hren wolle.

F├╝r die linken Stadtr├Ąte spielen bei dieser Frage nat├╝rlich auch soziale Belange eine wichtige Rolle. Eine K├╝ndigung des Mietvertrages durch die Stadt w├╝rde das Ende der Galerie bedeuten. Denn gleichwertigen Ersatz gibt es nicht und Helga Tritschlers Alter und Gesundheitszustand stehen einem Umzug und Neuanfang entgegen. ÔÇ×F├╝nf hochwertige Arbeitspl├Ątze w├╝rden wegfallenÔÇť, so Tritschler. Wegen der ungekl├Ąrten Zukunftsfrage wurde obendrein in diesem Jahr kein Ausbildungsplatz angeboten.

Stadtrat Carsten Labudda st├Ârt bei dem Thema noch mehr. Beim Gemeinderatsbeschluss zum Umzug des Tourismusb├╝ros ins Alte Rathaus war lediglich davon die Rede, dass ein Lagerraum f├╝r die Galerie wegfallen w├╝rde. ÔÇ×Daf├╝r w├╝rde man sicher eine L├Âsung finden!ÔÇť, so Labudda. Tourismusmarketing und der Verkauf regionaler Produkte seien ebenfalls sehr wichtig, doch d├╝rfe daf├╝r die Altstadtgalerie nicht geopfert werden.“

├ťber Lydia Dartsch

Lydia Dartsch (31) hat erfolgreich ihr Volontariat beim Rheinneckarblog.de absolviert und arbeitet nun als Redakteurin. Die studierte Politikwissenschaftlerin und Anglistin liebt Kino, spielt Gitarre und sportelt gerne.