Sonntag, 25. Juni 2017

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Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei

Notruf 112 gilt europaweit

Rhein-Neckar, 15. April 2014. (red/fw) Ob Feuer in Finnland oder Unfall in Ungarn: Der Notruf 112 ist in Europa der einheitliche und direkte Draht zu schneller Hilfe. Die Telefonnummer 112 ist mittlerweile in allen Staaten der EuropÀischen Union die Nummer in NotfÀllen. Auch in sÀmtlichen Handynetzen verbindet 112 mit der zustÀndigen Notrufzentrale.

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Information der Feuerwehr Ilvesheim:

„Jedoch wissen nur 17 Prozent der Menschen in Deutschland, dass die 112 nicht nur im eigenen Land, sondern ĂŒberall in der EuropĂ€ischen Union (EU) Hilfe bringt.

Damit liegt die Bundesrepublik in der Eurobarometer-Umfrage weit hinter dem EU-Durchschnitt von 27 Prozent – nur in Großbritannien (13 Prozent), Griechenland (sieben Prozent) und Italien (fĂŒnf Prozent) ist die Kenntnis geringer. Der Anteil der Bevölkerung in Deutschland, die die 112 als europaweiten Notruf identifizieren kann, ist im Vergleich zu 2008 lediglich um fĂŒnf Prozentpunkte gestiegen.

Die einheitliche Notrufnummer besser bekannt zu machen, ist auch ein Ziel ihrer Ilvesheimer Feuerwehr. Folgende Punkte stehen hierbei im Mittelpunkt des Interesses:

  • Der Hintergrund: Die EuropĂ€er sind aus beruflichen oder privaten GrĂŒnden immer hĂ€ufiger in anderen LĂ€ndern der EU unterwegs, weshalb eine EU-weit einheitliche Notrufnummer sehr sinnvoll ist. So mĂŒssen die BĂŒrger sich statt mehrerer Notrufnummern nur noch die 112 merken – und bekommen ĂŒberall adĂ€quate Hilfe!
  • Der Anruf: Die Notrufnummer 112 kann von ĂŒberall her erreicht werden: Egal ob Festnetz, öffentliches Telefon oder Mobiltelefon. Beim Handy muss allerdings eine SIM-Karte eingelegt sein. Seit Inkrafttreten dieser Vorschrift im Sommer 2009 hat sich das Aufkommen der vorsĂ€tzlichen Fehlanrufe in den Leitstellen enorm verringert.
  • Die Kosten: Das GesprĂ€ch ĂŒber die Notrufnummer ist immer kostenlos!
  • Die Antwort: Wer bei der 112 ans Telefon geht, ist auf NotfĂ€lle vorbereitet: In AbhĂ€ngigkeit vom jeweiligen nationalen System fĂŒr den Bevölkerungsschutz kommt der Notruf zumeist bei Feuerwehr, Rettungsdienst oder Polizei an. Die dortigen Mitarbeiter sind fĂŒr die Notrufabfrage geschult und sprechen beispielsweise in Deutschland hĂ€ufig auch Englisch; in GrenznĂ€he auch die Sprache der Nachbarregion.

Absetzen eines Notrufs

Im Frankreich-Urlaub brennt es plötzlich in der Ferienwohnung; bei der Fahrt durch Estland kommt es zum Verkehrsunfall – Sie zĂŒcken Ihr Telefon, wĂ€hlen den EU-weiten Notruf 112 und erreichen die Leitstelle von Feuerwehr, Rettungsdienst oder Polizei. Was sind nun die wichtigsten Informationen fĂŒr den Menschen am anderen Ende der Leitung?

Was ist passiert? AbhĂ€ngig davon, ob es sich um einen Unfall, ein Feuer oder eine sonstige technische Hilfeleistung handelt, werden unterschiedliche Fahrzeuge alarmiert – beim MĂŒllcontainerbrand kommt die Feuerwehr mit einem Löschfahrzeug, beim Handtaschenraub die Polizei im Streifenwagen.

Wo ist es passiert? Hier ist nicht nur die möglichst genaue Straßenbezeichnung samt Hausnummer (wenn zutreffend) hilfreich, sondern auch der Ort, in dem der Notfall passiert ist. HĂ€ufig werden durch die Leitstellen große Gebiete bearbeitet, in dem es dann mehr als eine „Hauptstraße“ oder „Bahnhofsstraße“ gibt. Die Nennung des Ortes vermeidet, dass in mehreren Gemeinden RettungskrĂ€fte alarmiert werden.

Zielgerecht alarmieren

Wie viele Verletzte/betroffene Personen sind es? Vom einzelnen FußgĂ€nger bis zum vollbesetzten Schulbus – abhĂ€ngig von der Anzahl der gefĂ€hrdeten Menschen werden unterschiedlich viele Rettungsmittel benötigt. Wenn die Leitstelle dies bereits beim Notruf erfĂ€hrt, kann sie zielgerecht alarmieren.

Wer ruft an? Gerade, wenn eine Einsatzstelle beispielsweise beim außer Kontrolle geratenen Lagerfeuer im Wald schwer von außen zu finden ist, ist es fĂŒr die EinsatzkrĂ€fte hilfreich, wenn die Leitstelle den Anrufer nochmals kontaktieren kann.

Warten auf RĂŒckfragen? Aufregung und Anspannung sind normal – schließlich wĂ€hlt man nicht jeden Tag den Notruf! Falls man nun in der Hektik eine wichtige Angabe vergessen hat, werden die routinierten Leitstellenmitarbeiter dies abfragen. Daher sollte man nie als erster auflegen, sondern warten, bis die Notrufstelle erklĂ€rt hat, dass sie alle Informationen hat.“

Über Alina Eisenhardt

Alina Eisenhardt (23) ist seit 2012 freie Mitarbeiterin bei uns, macht Redaktion, schreibt Texte und ist fĂŒr "Unsere Metropolregion - Newsletter" verantwortlich. Sie studiert Psychologie.