Freitag, 28. Juli 2017

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Feuerwehr Weinheim testet neue Sicherheitstechnik

Übung im Saukopftunnel

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Die Sperrung des Saukopftunnels war für die Feuerwehren Weinheim und Birkenau eine Gelegenheit, die Sicherheitsvorkehrungen für den Notfall zu testen. Foto: Mirko Schöbel

Die Sperrung des Saukopftunnels war für die Feuerwehren Weinheim und Birkenau eine Gelegenheit, die Sicherheitsvorkehrungen für den Notfall zu testen. Foto: Mirko Schöbel

 

Weinheim, 15. Juli 2013. (red/fw) Der Weinheimer Saukopftunnel, der die Weinheim und Birkenau durch die B 38 verbindet, wurde 1999 eingeweiht. Er ist 2.715 Meter lang und damit der längste einröhrige, im Gegenverkehr betriebene Straßentunnel in Mitteleuropa außerhalb der Alpen. An Werktagen fahren im Durchschnitt rund 20.400 Fahrzeuge durch den Saukopftunnel. Alle drei Monate wird er wegen Wartungs- und Reinigungsarbeiten eine Woche lang nachts zwischen 20:00 und 06:00 Uhr für den Straßenverkehr gesperrt.

Information der Feuerwehr Weinheim:

„Die Feuerwehr Weinheim und die Feuerwehr Birkenau nutzten diese Möglichkeit die neue Sicherheitstechnik, die im Zuge der Umrüstung und Bau des Rettungsstollens zusätzlich eingebaut wurde, ausgiebig auf Herz und Nieren zu testen. Benjamin May ist Tunnel-Sicherheitsexperte des Landratsamts Rhein-Neckar-Kreis. Er erklärte den Brandschützern in der sogenannten Tunnelleitzentrale die Handhabung der verschiedenen Computerprogramme und Abläufe, im Falle eines Verkehrsunfalles oder eines Brandes.

Über 70 Kameras und Temperaturfühler, die im ganzen Tunnel verteilt sind, registrieren Werte, die dann vom Computer ausgewertet werden. Das Computerprogramm erkennt dadurch selbständig, in welchem Teil des Tunnels ein Brand ausgebrochen ist, beziehungsweise es zu einer Behinderung gekommen ist. Das Programm lässt dann automatische, vorprogrammierte Szenarien ablaufen. Von der Alarmierung der Feuerwehr und der Polizei, bis hin zur Vollsperrung des Tunnels und der Evakuierung.

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Herr May erklärte anhand des großen Schaubilds des Tunnels die verschiedenen Brandabschnitte und die Querschläge, die in den Rettungsstollen führen. Foto: Mirko Schöbel

 

Im Tunnel gibt es über 26 Notruftelefone, eine Lautsprecheranlage für Durchsagen und einige Radiosender sind dank interner Verstärker auch im Tunnel zu empfangen. In Notfällen kann die Tunnelleitzentrale über die Autoradios Sicherheitshinweise an die Fahrer übermitteln.

Im Falle eines Brandes ziehen die sechs großen Lüfter des Tunnels den Rauch ab und pumpen in den unteren Teil Frischluft in den Tunnel. Die Brandschützer der Feuerwehr Birkenau simulierten im Tunnel mit mehreren Nebelmaschinen einen Fahrzeugbrand. So dass die Gruppe der Feuerwehr Weinheim in der Tunnelleitzentrale die Abläufe im Ernstfall üben konnten. Herr May erklärte anhand des großen Schaubilds des Tunnels die verschiedenen Brandabschnitte und die Querschläge, die in den Rettungsstollen führen.

Anschließend wurde im Rettungsstollen die Befahrung mit verschiedenen Fahrzeugen getestet. Damit im Falle eines Schadensereignisses im Tunnel, Material und Menschen transportiert werden können. Stadtbrandmeister Reinhold Albrecht ging nochmals auf die Wichtigkeit von solchen Simulationsübungen ein: Der Rhein-Neckar-Kreis werde für die Feuerwehr weiterhin solche Termine zur Übung und Begehung des Saukopftunnels anbieten.“

Über Lydia Dartsch

Lydia Dartsch (31) hat erfolgreich ihr Volontariat beim Rheinneckarblog.de absolviert und arbeitet nun als Redakteurin. Die studierte Politikwissenschaftlerin und Anglistin liebt Kino, spielt Gitarre und sportelt gerne.