Donnerstag, 23. November 2017

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Unzufriedenheit mit Anschaffung eines Mehrzweckfahrzeugs

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Weinheim, 15. Dezember 2010. Die Anschaffung eines neuen Mehrzweckfahrzeugs ist auf großes Unzufrieden im Gemeinderat gestoßen.

In der Vorlage steht: „Mittel stehen nicht zur Verf√ľgung“. Tats√§chlich werden aber 67.860 Euro gebraucht, um ein neues Mehrzweckfahrzeug anzuschaffen.

Das alte hat nach nur sechs Jahren seinen Dienst aufgegeben. √Ąrgerlich f√ľr viele Stadtr√§te: Durch Zweckentfremdung. Denn eigentlich wurde das Fahrzeug „lediglich f√ľr Arbeiten im Sepp-Herberger-Stadion und f√ľr den Winterdienst“ eingeplant.

Tats√§chlich wurde es „mangels Alternative“ zum Transport von „Anbauger√§te“ genutzt. Daf√ľr war das Fahrzeug technisch nicht ger√ľstet. Innerhalb von f√ľnf Jahren vielen durch die „√úberbeanspruchung“ insgesamt 30.600 Euro an Reparaturkosten an – das sin knapp 74 Prozent des Anschaffungspreises.

Im Gemeinderat fragten R√§te aller Fraktionen nach den Gr√ľnden der √úberbeanspruchung. Die ergab sich durch den Einsatz des Ger√§ts auch in den Ortsteilen – f√ľr weite Strecken und Steigungen war das Fahrzeug nicht ausgelegt. Vermutlich also eine Fehlanschaffung.

Auch Erster B√ľrgermeister Dr. Torsten Fetzner best√§tigte: „Das ist sehr √§rgerlich.“ Aus den Reihen der Stadtr√§te fielen auch die Worte „Murks“ (Stadtrat Breiling, FDP) und „das passt uns gar nicht“ (Stadtrat Dr. Lehner, Weinheim Plus).

Das neue Fahrzeug ist st√§rker motorisiert und soll die Belastungen besser verkraften. Der Kauf erfolgt als Barkauf, da ein Mietkauf deutlich h√∂here Kosten erzeugen w√ľrde. Die Mittel werden durch eine Umbuchung von Einsparungen bei der Kostenstelle „Erwerb von beweglichen Sachen des Anlageverm√∂gens“ zur Verf√ľgung gestellt.

Bei zwei Gegenstimmen und drei Enthaltungen wurde die Anschaffung beschlossen.

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