Dienstag, 22. August 2017

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Der Wald liegt im grünen Bereich

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Weinheim, 16. Oktober 2011. (red/pm) Der Weinheimer Forstausschuss vernahm positive Nachrichten – „Vogesenhütte“ wird neu gedeckt.

Information der Stadt Weinheim:

Waldernte in technischer Perfektion.

„Jahrelang steckte der grüne Wald in roten Zahlen, in Weinheim wie anderswo. Aber seit zwei Jahren haben sich die Zeiten geändert. Bauboom, deutsches Holz als nachgefragtes Material, die rasant wachsende Zahl von Holzöfen- und Kaminen – der Holzpreis ist gestiegen und die Kommunen, die früher drauflegen mussten, verdienen mit ihrem Wald nun Geld. Zumindest, wenn die Förster gute Arbeit gemacht haben.

In Weinheim mit seiner rund 1800 Hektar großen Waldgemarkung ist das jedenfalls so, das erfuhren jetzt die Mitglieder des Forstausschusses bei ihrer turnusgemäßen Herbstbegehung.

Rund 7000 Festmeter Holz sollen dem Weinheimer Wald im nächsten Jahr entnommen werden, und die Holzpreise liegen aktuell so hoch, dass der Forstwirtschaftsplan mit einem Überschuss von rund 40 000 Euro abschließen könnte – so jedenfalls die aktuelle Planung. Ein Ergebnis, das nicht aus der Luft gegriffen ist, denn es würde sich in etwa mit dem Ergebnis des Jahres 2010 und dem erwarteten Resultat des Jahres 2011 decken.

„Die Holzerlöse entwickeln sich ausgezeichnet“, berichtet Forstgebietsleiter Sebastian Eick, der erstmals die Weinheimer Kommunalpolitiker durch den Wald führte. Überhaupt war die Begehung von Personalwechsel bestimmt. Auch Revierförster Michael Stehle verabschiedete sich für geraume Zeit, er tritt eine Vaterschaftspause an. Sein Nachfolger ist Förster Nils Güttle.

Beeindruckt zeigten sich die Kommunalpolitiker, an der Spitze Oberbürgermeister Heiner Bernhard und Bürgermeister Dr. Torsten Fetzner, von einer gewaltigen Vollernter-Maschine, die ihnen mit Waldarbeiter Tobias Kopp am Steuer einige Minuten ihrer kraftstrotzenden Arbeit demonstrierte. 20 oder 30 Meter hohe Douglasien wurden in Sekundenschnelle wie ein Streichholz kurz über der Erde abgeknickt und in einem Arbeitsgang entastet – das ist Waldernte in technischer Perfektion. Bis zu 20 Festmeter Holz pro Stunde schafft die monströse Maschine, die sich robotergleich durch den Wald arbeitet.

Ein völlig entgegengesetztes Thema war da das nun vom Land verordnete „Alt- und Totholz-Konzept“, das Revierförster Philipp Lambert auf einer Waldfläche oberhalb des Gorxheimertals vorstellte. Nach diesem Konzept lässt der Förster schwaches, geborstenes oder auch schon abgestorbenes Holz im Wald stehen oder liegen, denn diese Baumfriedhöfe eignen sich am besten als Nist- und Aufenthaltsorte für seltene Tierarten. Das Ziel ist, künftig fünf Prozent einer Waldfläche nicht wirtschaftlich zu nutzen, sondern der Ökologie Priorität einzuräumen. Pro drei Hektar Fläche sollte das eine Baumgruppe sein, so der Förster.

Letzte Station der mobilen Ausschuss- Sitzung war dann die so genannte „Vogesenhütte“ an der „Rentnereiche“ oberhalb der Weinheimer Nordstadt. Die Wanderhütte ist schwer in die Jahre gekommen, was sich vor allem am Dach auswirkt. Die Zedernschindeln bröseln wie Butterkekse. Lambert machte klar: „Wenn nichts geschieht, ist die ganze Hütte im Bestand bedroht.“ Rund 12 000 Euro sollen die Förster nun einsetzen, um das Dach neu zu decken. Die Summe wird im nächsten Forstetat eingeplant, der dann immer noch im grünen Bereich ist.“

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Das weinheimblog