Mittwoch, 24. April 2019

Vor-Ort-Termin in Lützelsachsen

Untendurch ist am sichersten

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Vor-Ort-Termin: Schulklasse nutzt Unterführung in Lützelsachsen. Foto: Stadt Weinheim.

Weinheim-Lützelsachsen, 15. Mai 2012. (red/pm) Vor-Ort-Termin an der B3.  Lützelsachsener Schüler nutzen die Unterführung. Appelle der Ortsvorsteherin.

Information der Stadt Weinheim:

„Doris Falter war entsetzt. „Das wäre beinahe schief gegangen“, schüttelt sie den Kopf. Lützelsachsens Ortsvorsteherin wurde neulich Zeugin einer gewagten Aktion. Ein junger Mann rannte unvorsichtig auf Höhe des OEG-Bahnhofs über die B 3 und wäre beinahe von einem Auto erfasst worden. Es bremste in letzter Sekunde.

„Es kommt leider immer wieder vor“, berichtet sie auch von Gesprächen mit Anwohnern, „dass die B 3 an dieser Stelle von Fußgängern überquert wird“. Doris Falter: „Es grenzt fast schon an ein Wunder, dass noch nichts passiert ist.“

Ihre Sorge gilt vor allem den Kindern, die sich so ein riskantes Manöver abschauen könnten. Das dürfe nicht passieren.

Deshalb organisierte die Ortsvorsteherin gestern einen Vor-Ort-Termin, um die Straßenunterführung an dieser Stelle ins rechte Licht zu rücken. Denn kaum eine Stelle der B3 ist eigentlich schneller, komfortabler und risikoloser zu queren als zwischen Sommergasse, Wintergasse und „Opel Sporer“. Denn dort gibt es eine Unterführung, die auf beiden Seiten der B3 mit Treppen und einer schrägen Rampe zu betreten ist.

Die Lützelsachsener Grundschule unterstützte die Aktion der Ortsvorsteherin gerne, schließlich setzt sich die Schule selbst für einen sicheren Schulweg ein. Die Kinder der Bachwiesenstraße nutzen die Unterführung bereits, später sollen auch die ABC-Schützen aus „Lützelsachsen Ebene“ die gefahrlose Querung angeboten bekommen. Von Ortskern her führt der Weg unter der B 3 aber auch umgekehrt zu wichtigen Freizeiteinrichtungen wie dem Sportplatz oder dem Waidsee.

Eine ganze Schulklasse trabte gestern also zur B-3-Unterführung, um demonstrativ die Unterführung zu betreten – begleitet von ihrer Lehrerin, Ortsvorsteherin Doris Falter sowie den Ortschaftsräten Rolf Emenlauer und Olivier de Bastiani. Emenlauer verwies darauf, dass sich die Kommunalpolitik vor ein paar Jahren bei der Planung des Kreuzungsbereichs für die Beibehaltung der Unterführung stark gemacht habe.

„Wir wussten warum“, erklärte er, „alles andere hätte eine stärkere Gefährdung bedeutet“. Kleiner positiver Nebeneffekt beim zwischenzeitlich einsetzenden starken Regen: Die Kinder konnten sich sogar unterstellen, während es oben platschte. Sie wissen jetzt, wo sich der sicherste und trockene Schulweg befindet. Und noch mehr. Ortsvorsteherin Falter nutzte die Gelegenheit, um die Zweitklässler auf dem Heimweg zur Schule zu einer Besichtigung der aktuellen Ausstellung zur Lützelsachsener Ortsgeschichte einzuladen. Also ein erlebnisreicher Vormittag.“

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