Samstag, 25. November 2017

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OB Bernhard verspricht frühestmögliche Beteiligung der Anwohner

Zweite Flüchtlingsunterkunft in der Weststadt möglich

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Rhein-Neckar, 17. Juni 2014. (red/pm) Der Rhein-Neckar-Kreis und die Stadt Weinheim priorisieren für die Flüchtlingsunterkunft des Kreises ein Grundstück an der Theodor-Heuss-Straße. Der Gemeinderat berät sich am 25. Juni.

Im Dezember hatten Landrat und Oberbürgermeister eine Flüchtlings-Sammelunterkuft für 200 Menschen in der Heppenheimer Straße angekündigt. Jetzt sollen hier nur noch 100 Menschen untergebracht werden. Für weitere 100 Personen wurde nun ein mögliches Grundstück gefunden.

Im Dezember hatten Landrat und Oberbürgermeister eine Flüchtlings-Sammelunterkuft für 200 Menschen in der Heppenheimer Straße angekündigt. Jetzt sollen hier nur noch 100 Menschen untergebracht werden. Für weitere 100 Personen wurde nun ein mögliches Grundstück gefunden.

Information des Landratsamtes Rhein-Neckar und der Stadt Weinheim:

„Die Weinheimer Stadtverwaltung und der Rhein-Neckar-Kreis haben nach intensiver Suche ein zweites Grundstück gefunden, das der Kreis zum Bau einer Flüchtlingsunterkunft nutzen kann. Damit zeichnet sich ab, dass die rund 200 Flüchtlinge, die der Landkreis im Herbst 2015 in Weinheim unterbringen muss, auf zwei Standorte aufgeteilt werden können, wie es von der Bürgerinitiative „Fremde als Freunde willkommen heißen“ gefordert worden war. Das Thema soll in einer öffentlichen Sitzung des Gemeinderates am 25. Juni und am 9. Juli in einer Versammlung mit Anwohnern weiter diskutiert werden.

„In der Heppenheimer Straße haben wir gemerkt, dass sich die Anwohner so früh wie möglich einbringen wollen, dazu werden wir auch am zweiten Standort einladen“, so Weinheims Oberbürgermeister Heiner Bernhard.

Fast 50 Standorte untersucht

Nach einem mehrwöchigen Ausschlussverfahren, in dem vom Amt für Stadtentwicklung zunächst fast 50 Standorte untersucht wurden, priorisieren Stadt und Landkreis jetzt ein Grundstück an der Theodor-Heuss-Straße in der Weststadt. Der Rhein-Neckar-Kreis wird – wie an der Heppenheimer Straße – Bauherr und Betreiber der Unterkunft sein. Das Grundstück befindet sich auf derzeitigem Ackergelände südlich der Randbebauung der Theodor-Heuss-Straße. Die Anwohner wurden jetzt parallel mit dem Gemeinderat über eine Postwurfsendung über die aktuellen Absichten informiert.

Die Vorlage für die Gemeinderatssitzung am 25. Juni dokumentiert, wie sich das städtische Fachamt und der Kreis mit weiteren Standorten beschäftigt haben. Kriterien bei der Suche waren unter anderem: Die kurzfristige Verfügbarkeit einer Immobilie oder eines freien Baugrundstücks, die Frage, ob dabei bauliche Bestandsnutzungen verändert werden müssten, die Eignung zum Wohnen – insbesondere hinsichtlich bestehender Immissionsbelastungen – und eine integrierte Lage, zum Beispiel zu Nahversorgungs- und Bildungseinrichtungen, die eine möglichst rasche und unkomplizierte Aufnahme der in Not geratenen Menschen begünstigt.

Flüchtlingsunterkunft ohne Schulangebot?

In die engere Auswahl waren noch eine Bebauung südlich des Sandloch-Sportplatzes in Lützelsachsen und eine Privatfläche am „Schleimweg“ in Sulzbach gekommen. In Sulzbach wäre aber die Erschließung schwierig und die Menschen wären in einer abgelegenen Randlage des Ortes untergebracht. In Lützelsachsen wäre die Grundschule aus Raumgründen aktuell nicht in der Lage, schulpflichtige Kinder aus Flüchtlingsfamilien aufzunehmen. Eine Flüchtlingsunterkunft ohne Schulangebot würde aber wohl dazu führen, dass der Kreis eine reine „Männerunterkunft“ eröffnen müsste, die aber grundsätzlich als eher problematisch angesehen wird.

Bei dem nun vorgeschlagenen Standort sind alle Kriterien erfüllt, es bestehe ein direkter Wohnbezug zu den angrenzenden Wohngebieten, Versorgungs- und Bildungsangebote seien im näheren Umfeld vorhanden. So seien die Rahmenbedingungen für eine „Willkommenskultur“ auch am zweiten Standort gegeben.“

Über Alina Eisenhardt

Alina Eisenhardt (23) ist seit 2012 freie Mitarbeiterin bei uns, macht Redaktion, schreibt Texte und ist für "Unsere Metropolregion - Newsletter" verantwortlich. Sie studiert Psychologie.

  • Antonia Scheib-Berten

    Meines Wissens hat die Bürgerinitiative „Fremde als Freunde willkommen heißen“nicht nur die Aufteilung der 100 Asylbewerber in 2 Unterkünfte gefordert, sondern auch angeregt, anstelle von Sammelunterkünften die Menschen in der Wohnform „Reihenhäuser“ unterzubringen. Ist das mittlerweile völlig ausgeschlossen? Und wenn ja, gibt es hier einen entsprechenden Beschluß? Ich höre so gar nichts mehr davon.

    • hardyprothmann

      Beschlossen wurde, nach einem weiteren Standort zu suchen. Die dezentrale Unterbringung hat in Weinheim keine Chance.

  • Antonia Scheib-Berten

    Ob morgen(25.6.2014) im Gemeinderat wirklich eine endgültige Entscheidung hinsichtlich der Bauplätze getroffen werden wird? Auf fb gibt es sehr kontroverse Diskussionen!