Freitag, 13. Dezember 2019

Hauptversammlung der Linken

„Beton erzeugt kein Brot“

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Weinheim, 18. Juli 2012. (red/pm) Am Dienstag fand die Hauptversammlung der Weinheimer Linken statt. Zu Beginn der Versammlung richtete der stellvertretende Vorsitzende des Weinheimer Bauernverbandes, Karl BĂ€r, ein Grußwort an die Anwesenden. Er bedankte sich bei den Linken fĂŒr die tatkrĂ€ftige UnterstĂŒtzung der BĂŒrgerinitiative zum Schutz der Breitwiesen: Die Linke habe entgegen den etablierten Parteien die Problematik des Landverbrauchs erkannt. Jedes Jahr gingen in Deutschland wertvolle AckerflĂ€chen verloren, indem sie zugebaut werden. Jedoch: „Beton erzeugt kein Brot“, so BĂ€r. Die Landwirtschaft sei ökologisch, ökonomisch und sozial ein nachhaltiger Wirtschaftsfaktor, der dringend erhalten werden mĂŒsse.

Information des Ortsverbandes Weinheim:

„Jeder Schritt wirkliche Bewegung ist wichtiger als ein Dutzend Programme“

Im Anschluss stellte der Linken-Vorsitzende Carsten Labudda den TĂ€tigkeitsbericht der letzten zwei Jahre vor. Dabei verwies er auf seinen Stellvertreter JĂŒrgen Gulden, der vor fĂŒnf Jahren die Losung ausgegeben habe: „Wir wollen durch KontinuitĂ€t ĂŒberzeugen.“ So biete die Linke in Weinheim seit Jahren einen monatlichen Stammtisch, einen kommunalen Arbeitskreis und zahlreiche Veranstaltungen an, die stets fĂŒr alle interessierten BĂŒrger offen seien und von diesen auch immer wieder gern genutzt werden, um ihre Anliegen vorzubringen.

Es habe sich in der Stadt herumgesprochen, dass das „KĂŒmmern um die Belange der Menschen“ im Mittelpunkt der politischen Arbeit der Linken stehe. Gemeinsam mit den engagierten BĂŒrgern der Stadt habe man auch als kleine Partei tolle Erfolge erringen können. Labudda erinnerte an die Eröffnung des stĂ€dtischen BĂŒrgerbĂŒros in der Weststadt und die Erhöhung des Zuschusses fĂŒr die TagesmĂŒtter. Ebenso habe die Linke dazu beigetragen, dass die Planung der Eichelberghalle wieder in den stĂ€dtischen Haushalt aufgenommen wurde.

„Bewegung“ wichtiger als „Programme

Dass die Verwaltung ihren Haushaltsentwurf bereits mit der Einbringung auf der Website der Stadt zum Download anbiete, so dass die BĂŒrger sich von Anfang an detailliert ĂŒber die Planungen informieren können, sei ebenfalls ein Verdienst der Linken. Mit vielen kleinen Schritten habe die Linke bei den BĂŒrgern Weinheims an Akzeptanz und Vertrauen gewonnen: „Die Menschen wissen, dass sie mit ihren Anliegen zu uns kommen können, weil wir sie Ernst nehmen“, so Labudda. Dann erinnerte er unter dem Beifall der Genossen an den Philosophen Karl Marx, der mit Blick auf die Parteien einst sagte: „Jeder Schritt wirkliche Bewegung ist wichtiger als ein Dutzend Programme.“

Bei der Anschließenden Vorstandswahl wurde Stadtrat Carsten Labudda von den Genossen einstimmig als Vorsitzender bestĂ€tigt. Der bisherige Stellvertreter JĂŒrgen Gulden zog sich aus gesundheitlichen GrĂŒnden aus der Vorstandsarbeit zurĂŒck. Die Linken bedankten sich mit großem Applaus fĂŒr seine engagierte Arbeit. An seiner Stelle wird kĂŒnftig Matthias Hördt im Vorstand vertreten sein. Die bisherigen Beisitzer Ernst Ihrig und Cemal Demirci wurden wieder gewĂ€hlt.“