Donnerstag, 19. Oktober 2017

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4. Demenztag am 19. Oktober

Weinheim knüpft ein „Netzwerk Demenz“

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Weinheim, 18. August 2014. (red/pm) Weinheim knüpft ein „Netzwerk Demenz“: Dieter Gerstner organisiert bereits zum zweiten Mal Schulungen für „Demenzpaten“. Der 4. Demenztag findet am 19. Oktober statt.

Gerstner

Dieter Gerstner schult Demenzpaten. Foto: Stadt Weinheim

Information der Stadt Weinheim:

„Dieter Gerstner kennt sich beim Thema Demenz aus, wie nur wenig andere Menschen. Er ist ein Mann der Praxis – mit reichlich Hintergrundwissen. „Die zentrale Frage unserer Gesellschaft wird lauten“, sagt der Pflegedienstleiter i.R., „was können wir tun, damit Menschen mit Demenz so lange wie möglich in ihrer vertrauten Umgebung leben können“.
Gerstner, Beirat im Stadtseniorenrat, Gründer und Sprecher des Runden Tisch Demenz, Gründer und Vorsitzender des Fördervereins Alzheimer, organisiert ab September dieses Jahres jetzt schon zum zweiten Mal in Weinheim eine Schulung für Demenzpaten.

Dabei geht es nicht um die Betreuung oder gar Pflege einzelner erkrankter Personen, betont er. Demenzpaten sind Ansprechpartner in ihrem Stadtteil, sie knüpfen Netzwerke, geben Hinweise und nennen Kontakte. Sie vermitteln Fachstellen und Organisationen, sie haben Verbindungen in Kirchengemeinden und Vereinen – ein „Demenzpate“ im wahrsten Sinne
des Wortes. „Andere Städte haben damit gute Erfahrungen gemacht“, weiß der Experte. Demenzpaten können Angehörigen Wissen vermitteln, und sie zu mehr Selbstbewusstsein führen“. Das gegenseitige Mutmachen sei wichtig bei dieser Krankheit des Vergessens. Gerstner: „Das Leben mit Demenz ist nicht nur negativ.“

Beginnend mit dem 17. September bietet Dieter Gerstner an neun Abenden jeweils im Bodelschwingh-Heim (bis 19. November) Referate und kurze Seminare an; sie dauern jeweils von 18:00 Uhr bis 19:30 Uhr.

Von Biographiearbeit bis hin zu rechtlichen Aspekten

Zu den Referenten gehören neben ihm selbst so ausgewiesene Experten wie Bodelschwinghheim-Leiterin Heidi Zieger, Pflegedienstleiter Christian Rupp, Doris Jakob und Elisabeth Merkert vom Förderverein Alzheimer e.V., Carola Marg vom Pflegestützpunkt des Rhein-Neckar-Kreises in Weinheim sowie der Mediziner und Demenzexperte Dr. Norbert Specht-Leible vom Heidelberger Bethanien-Krankenhaus. Die Themen umfassen die gesamte Bandbreite, von der Biographiearbeit über Krankheitsbilder bis hin zu rechtlichen Aspekten. Jeder Teilnehmer bekommt am Ende des Seminars ein Zertifikat.

Die Teilnahme ist kostenlos, was durch Spenden der Firma Freudenberg, der Volksbank Weinheim und der Bürgerstiftung möglich geworden ist, wie Gerstner betont.
Auch der Förderverein Alzheimer e.V., der eigens für die finanzielle Unterstützung der Demenzprojekte gegründet worden ist, kann auch schon seinen Beitrag beisteuern.

Die Demenz-Bewegung in Weinheim ist enorm rührig. Mitten in die Seminarphase im Oktober fällt der nunmehr 4. Weinheimer Demenztag im Rolf-Engelbrecht-Haus am Sonntag, 19. Oktober mit Vorträgen und Info-Ständen von ziemlich allen Organisationen und Anbietern, die in Weinheim mit der Krankheit beschäftigt sind. Diesmal sind auch schon die ersten angehenden Demenzpaten dabei.

Info: Anmeldungen für das „Schulungsprogramm Demenzpaten“ (vom 17. September bis 19. November) nimmt ab sofort Dieter Gerstner entgegen, Telefon 06201- 64578. Die Ausbildung zum Demenzpaten ist kostenfrei. 4. Weinheimer Demenztag im Rolf-Engelbrecht-Haus am Sonntag, 19. Oktober.“

Über Alina Eisenhardt

Alina Eisenhardt (23) ist seit 2012 freie Mitarbeiterin bei uns, macht Redaktion, schreibt Texte und ist für "Unsere Metropolregion - Newsletter" verantwortlich. Sie studiert Psychologie.