Mittwoch, 20. September 2017

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Initiative bleibt wachsam

Ruhe im Steinbruch

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Weinheim, 19. Oktober 2013. (red/pm) Seit drei Monaten ist es ruhig im Steinbruch der Wachenberg. Die Chancen, dass der Porphyrabbau fĂŒr immer gestoppt wurde, sind hoch. Dennoch bleibt die BĂŒrgerinitiative wachsam.

Information der BĂŒrgerinitiative „Rettet den Wachenberg“:

„Der Wachenberg ruht – jedenfalls gibt es einen Stillstand beim Abbau des Porphyrs seit ĂŒber drei Monaten. Das berichtet die Initiative „Rettet den Wachenberg“ in einer Pressemitteilung und zeigt damit, dass sie trotzdem weiterhin um den Berg besorgt ist.

Schließlich, so die Gruppe um Gunda Krichbaum und Gisela Schmitt, sei zwar im Januar das höchst erfreuliche Urteil mit der BestĂ€tigung des Bebauungsplans ergangen, aber nun wehrten sich bekanntlich sowohl die Porphyrwerke als auch die Gemeinde Hirschberg als VerpĂ€chterin und wollten beim Bundesverwaltungsgericht erreichen, dass doch noch eine Revision zugelassen wird.

Keine Hoffnung auf weiteren Abbau

Viel Hoffnung, so die Initiative, gebe es fĂŒr die BefĂŒrworter des weiteren Abbaus allerdings nicht. Das zeige auch die derzeitige Ruhe am Berg „Es gibt zwar immer noch Bereiche, in denen Porphyr abgebaut werden könnte, aber offenbar sind die Porphyrwerke in Bezug auf das Gerichtsurteil nicht sehr optimistisch,“ so die naheliegende Deutung der Initiative.

Um Klarheit zu erhalten, hat die Initiative genauer nachgefragt, diesmal wieder beim Landratsamt Heidelberg im Dezernat IV, zustĂ€ndig fĂŒr Gewerbeaufsicht und Umweltschutz. An den Dezernenten Hildebrandt ging ein Brief mit prĂ€zisen Fragen zum Stillstand beim Abbau. Sorge bereite die Art und Weise der derzeitigen Nutzung des Steinbruchs. Zwar habe es schon vorher Zeichen dafĂŒr gegeben, dass Betonreste aus den Transportern ĂŒber einen Hang abgekippt wurden.

FFH- und Vogelschutzgebiet

Die entsprechenden Spuren waren auch bei einer gemeinsamen Begehung mit dem Landratsamt zu beobachten. Inzwischen aber seien diese Betonmengen derart groß, dass die ZulĂ€ssigkeit solcher BeeintrĂ€chtigungen nicht vorstellbar sei. Schließlich handele es sich, so die Initiative weiter in dem Brief an das Landratsamt, um ein FFH- und Vogelschutzgebiet von europĂ€ischer Bedeutung, weshalb auch die Untere Naturschutzbehörde um Stellungnahme gebeten werde.

Weiterhin will die Initiative wissen, wie die Sicherheit im Steinbruch gewĂ€hrleistet sei und welche Anforderungen dazu die Gemeinde Hirschberg und die Porphyrwerke selbst erfĂŒllten. Und wie schon bei einigen Anfragen zuvor hofft die Initiative auf Antworten zu Fragen der Renaturierung im Steinbruch.

Einerseits freuen sich die Mitglieder der Initiative mit der BĂŒrgerschaft ĂŒber die Ruhe im Steinbruch. „Auf der anderen Seite mĂŒssen wir weiter wachsam sein, bis die Unwiderruflichkeit der Rechtskraft des Bebauungsplans endgĂŒltig bestĂ€tigt ist. Erst dann ist der Wachenberg sicher und endgĂŒltig gerettet,“ so die Initiative abschließend.“

Über Alina Eisenhardt

Alina Eisenhardt (23) ist seit 2012 freie Mitarbeiterin bei uns, macht Redaktion, schreibt Texte und ist fĂŒr "Unsere Metropolregion - Newsletter" verantwortlich. Sie studiert Psychologie.