Freitag, 26. Mai 2017

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Bildungsbüro bietet weiterhin Landesprogramm an

Starke Eltern – Starke Kinder

Weinheim, 19. Juli 2014. (red/pm) Das Weinheimer Bildungsbüro kann die Kursangebote des Landesprogramms „Stärke“ weiter anbieten.

Information der Stadt Weinheim:

Wappen weinheim„Gute Nachrichten für die Weinheimer Bildungslandschaft: Das Bildungsbüro der Stadt Weinheim kann im Rahmen des Landesprogramms „Stärke“ weiterhin Projekte voranbringen, die „den Eltern und uns sehr am Herzen liegen“, sagt Ceylan Firat, Leiterin der Fachstelle „Eltern und Schule“ im Bildungsbüro Weinheim.

„Ich war richtig glücklich, als wir vom Rhein-Neckar-Kreis den Bescheid erhalten haben“, berichtet sie: „An Werkreal- und Realschulen haben wir in den letzten fünf Jahren sehr viele positive Erfahrungen mit zweisprachigen Elternberatungen in Gruppen gemacht, den sogenannten Elterninfocafés.“ Die nun über das Stärkeprogramm zur Verfügung gestellten Mittel erlauben es, diese Erfahrungen auf Grundschulen und Kitas zu übertragen und zu vertiefen.

Insgesamt werden jetzt im Bildungsbüro sechs Familien- und Elternbildungsveranstaltungen, so genannte Kurse, konzipiert und umgesetzt, die ganz auf die Bedarfe von Eltern mit Einwanderungsgeschichte und ihre Kinder zugeschnitten sind. Als Partner konnte Ceylan Firat die Friedrich- und die Albert Schweitzer Grundschule sowie die Kita Kuhweid gewinnen.

Mehrsprachige Erziehung

Erfolgreich gestartet sind die Kurse bereits an der Albert Schweitzer Grundschule mit Eltern der ersten Klassen zum Thema „Erziehung und Konflikte“. Dabei wird das Sozialcurriculum der Schule vorgestellt und informiert, wie an der Schule mit Konflikten umgegangen wird. Als Anregung, diese auch in der Familie zu nutzen, wird die Methode der gewaltfreien Kommunikation eingeführt. Parallel läuft an der Friedrich-Grundschule der Kurs zum Thema „Mehrsprachige Erziehung“ für Eltern, deren Kinder mehrsprachig aufwachsen.

Inhaltlich mitgestaltet wird er von einer Psychologin des türkischen Konsulats, die mit der Methode der Kreativen Dramatechnik an die unterschiedlichen Erfahrungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer anknüpft. Gesucht werden Antworten auf Fragen wie „Wie kann ich mein Kind, außer es zum muttersprachlichen Unterricht zu schicken, noch zusätzlich mehrsprachig fördern“? und „Welche Vor- und Nachteile hat die mehrsprachige Erziehung für mein Kind“?

An den Grundschulen findet bereits seit zwei Jahren die individuelle mehrsprachige Beratung von Eltern und Familien durch Elternberaterin Fulya Mor stattfindet. Die Elternberatung in Gruppen in den Kursen an Schulen wird von zwei weiteren Elternberaterinnen des Bildungsbüros geleitet, mit Unterstützung der Schulen und den außerschulischen Partnern. Es handelt sich hierbei um die Literatur- und Sprachwissenschaftlerin Nilgün Ilden und die Kulturpädagogin Elena Gramatikov.

Positives Feedback

Im Bildungsbüro sind unsere zwei mehrsprachigen Elternberaterinnen in Gruppen für die Konzeption und Durchführung der Kurse zuständig. Gramatikov beschreibt die bisherigen Erfahrungen: “Die Kurse sind bei den Eltern auf große Resonanz gestoßen, obwohl es für sie bedeutet, dass sie einiges an Zeit investieren müssen. Immerhin beinhaltet jeder Kurs mindestens sechs Sitzungen. Die Eltern kommen aber regelmäßig, da sie merken, es macht Sinn.

Durch das Kurssystem können die Themen vertieft werden. Verschiedene und unterschiedliche Aspekte des Themas werden behandelt. Praktisches Erproben der neu gegebenen Impulse zwischen den Veranstaltungen findet statt. Der Austausch über die gemachten Erfahrungen wird als bereichernd erlebt.“ Nilgün Ilden ergänzt: „ Durch die Vielfältigkeit der Eltern und der Mitwirkenden entstehen viele Ideen im offenen Austausch. Die Atmosphäre ist geprägt von gegenseitiger Wertschätzung. Für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist, wie sie uns zurückgemeldet haben, das Kursangebot ein Zeichen dafür, dass Eltern der Schule wichtig sind und mit ihren Anliegen ernst genommen werden.“

Kompetenzen werden gestärkt

„Eltern brauchen Orientierung und einen geschützten Raum, um sich über ihre Unsicherheit, auch im Umgang mit ihren Kindern, auszutauschen“, so Ceylan Firat abschließend. Mit den Angeboten werden die schon vorhandenen Kompetenzen im Umgang mit ihren Kindern gefestigt und erhöht, ganz im Sinne der Programms „Stärke“, dessen Ziel es ist, durch Stärkung der Elternkompetenzen auch die Kinder zu stärken und ihre Entwicklungsmöglichkeiten zu verbessern.

Für Herbst sind weitere Kurse geplant: „Übergang Grundschule-Sekundarstufe I mit Informationen zur Grundschulempfehlung und zum Beratungsverfahren sowie zu weiterführenden Schulen“ und „Mehrsprachige Erziehung“ an der Albert Schweitzer Grundschule. An der Friedrich Grundschule wird mit Eltern der ersten Klassen das Thema „Lernen“ behandelt. Zudem wird es einen Kurs geben an der Kita Kuhweid mit Eltern von Vorschulkindern zum „Übergang Kita- Grundschule“.“

Über Alina Eisenhardt

Alina Eisenhardt (23) ist seit 2012 freie Mitarbeiterin bei uns, macht Redaktion, schreibt Texte und ist für "Unsere Metropolregion - Newsletter" verantwortlich. Sie studiert Psychologie.