Sonntag, 25. Juni 2017

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Ergebnis der Tarifverhandlungen wird den kommunalen Haushalt belasten - möglicherweise massiv

Rund eine Million Euro Mehrkosten für’s Personal?

Weinheim/Rhein-Neckar, 20. März 2014. (red) Von den Warnstreiks im öffentlichen Dienst ist hier noch nicht viel zu spüren – welches Ergebnis auch herauskommt, es wird den kommunalen Haushalt schmerzen. Sollten die geforderten 3,5 Prozent Lohnerhöhung durchkommen, bedeutet das für die Stadt Weinheim rund eine Million Euro Mehrkosten.

Von Hardy Prothmann

Die Stadt Weinheim hat neben 80 Beamten rund 600 Beschäftigte, die auf 473 Stellen arbeiten. Die aktuellen Tarifverhandlungen betreffen also 600 Einkommensbezieher. Und ganz egal, ob die Mitarbeiter im öffentlichen Dienst Mitglied einer Gewerkschaft sind oder nicht – über die Allgemeinverbindlichkeitsklausel wird die Stadt Weinheim als Mitglied im kommunalen Arbeitgeberverband das Verhandlungsergebnis auf alle Mitarbeiter umsetzen müssen.

Insbesondere in den unteren Einkommensklassen werden die zusätzlich geforderten 100 Euro die prozentuale Einkommenssteigerung sogar auf 7-10 Prozent erhöhen. Heute wird in der zweiten Verhandlungsrunde ein Angebot der Arbeitgeber erwartet – eine dritte Runde ist schon vereinbart, also kann man davon ausgehen, dass es noch keine Einigung geben wird.

Sollten sich die Gewerkschaften mit den 3,5 Prozent durchsetzen können, hat die Stadt Weinheim für 2014 vermutlich rund eine Million Euro Mehrkosten beim Personal zu schultern:

Das kann man leicht ausrechnen bei rund 28 Millionen Euro Personalkosten,

sagt Amtsleiter Roland Urnauer auf Anfrage.

Insgesamt sei die Stadt mit ihrem Stellenschlüssel durchschnittlich aufgestellt, wie auch die Landesprüfungsanstalt festgestellt hat. Bei vielen Stellen gibt es für die Stadt auch keinen Planungsspielraum:

Insbesondere die Kinderbetreuung hat für viele neue Stellen gesorgt.

Herr Urnauer verweist dabei auf die Erzieherinnen. Vor sechs Jahren gab es 38 Stellen, jetzt sind es rund 100. Bei der Ganzstagsbetreuung in Schulen waren es zwei Stellen, jetzt sind es 15 auf denen 40 Personen arbeiten.

Umgekehrt hat die Stadt auch Stellen abgeben können, beispielsweise das Jugendamt, das jetzt beim Kreis geführt wird. Andere Stellen gehen „extra“ wie das Vermessungsamt, das die Stadt selbst unterhält.

Welche Kosten genau auf die Stadt zukommen, weiß Herr Urnauer noch nicht: „Wir haben da noch nichts berechnet. Das wäre Kaffeesatzleserei. Sobald das Ergebnis da ist, rechnen wir das fix aus.“ Nur eins ist jetzt schon klar: Es wird teurer.