Mittwoch, 17. Oktober 2018

Wasser darf kein Spekulationsobjekt werden

Trinkwasser muss Menschenrecht bleiben

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Weinheim, 20. Februar 2013. (red/pm) Wird Wasser demnÀchst zum Spekulationsobjekt? Laut der EuropÀischen Union (EU) sollen die Kommunen ihren Trinkwasserverbrauch demnÀchst europaweit ausschreiben.

Information der Stadtwerke Weinheim:

„Wenn es nach dem Willen der EuropĂ€ischen Union (EU) geht, sollen Kommunen ihre Trinkwasserversorgung bald europaweit ausschreiben mĂŒssen. Damit wĂŒrde Wasser, unser wichtigstes Lebensmittel ĂŒberhaupt, zur reinen Handelsware und so zum Spekulationsobjekt von Privatunternehmen. Welche Folgen das hĂ€tte, zeigen abschreckende Beispiele aus Großbritannien und Spanien: steigende Preise, sinkende WasserqualitĂ€t und marode Leitungssysteme. Kann die EU das wirklich wollen?

Der Zugang zu Wasser ist ein Menschenrecht. Daher ist die Trinkwasserversorgung in Baden-WĂŒrttemberg völlig zu Recht auch eine Aufgabe der öffentlichen Daseinsvorsorge. Das muss so bleiben. Denn nur wenn die Trinkwasserversorgung weiterhin in kommunaler Hand liegt und am Gemeinwohl ausgerichtet ist, können wir in Deutschland die erstklassige QualitĂ€t unseres Trinkwassers halten. Und nur dann wird sich auch kĂŒnftig der Wasserpreis an den Kosten orientieren und nicht an der Profitgier europĂ€ischer Großkonzerne.

Die Kommunen mĂŒssen weiterhin frei wĂ€hlen können, ob sie die Trinkwasserversorgung in Eigenregie oder zusammen mit einem Partner sicherstellen wollen. Das lebensnotwendige Gut Wasser darf nicht einem europĂ€ischen Handelsregime unterworfen werden. Ich hoffe, dass auch unsere Bundesregierung dieser EU-Richtlinie eine Absage erteilt.

Ich (Peter KrĂ€mer) engagiere mich dafĂŒr, dass dieser geplante Unsinn der EU nicht durchkommt. Und damit reihe ich mich in den großen Protest zahlreicher BĂŒrger ein: Mehr als eine Million Menschen aus Mitgliedsstaaten der EU haben ihre Unterschrift bei dem europĂ€ischen BĂŒrgerbegehren „Wasser ist ein Menschenrecht” unter www.right2water.eu/de schon geleistet.

Damit muss das Thema noch einmal auf die Agenda der EU-Institutionen. Das letzte Wort ist also noch nicht gesprochen. UnterstĂŒtzen auch Sie den Antrag und unterschreiben Sie das BĂŒrgerbegehren „Wasser ist ein Menschenrecht“ online unter www.right2water.eu/de.“


Über Alina Eisenhardt

Alina Eisenhardt (23) ist seit 2012 freie Mitarbeiterin bei uns, macht Redaktion, schreibt Texte und ist fĂŒr "Unsere Metropolregion - Newsletter" verantwortlich. Sie studiert Psychologie.