Dienstag, 23. Mai 2017

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Vorwahlumfrage vom Runden Tisch Energie

Alle Parteien halten lokale Energiewende für wichtig

Weinheim, 21. Mai 2014. (red/pm) Nicht hundertprozentig zufrieden war der Runde Tisch Energie (RTE) mit der Beteiligung an seiner Umfrage bei den Parteien und Listen, die sich 25. Mai zur Wahl des neuen Gemeinderats stellen. SPD, CDU, GAL, Freie Wähler und Linke haben ausführlich Stellung genommen, die FDP antwortete nur pauschal mit einem Hinweis auf das Wahlprogramm, die Weinheimer Liste beteiligte sich gar nicht.

Information des Runden Tischs Energie:

„Die gute Nachricht heißt für den RTE, dass alle Parteien die lokale Energiewende grundsätzlich für sehr wichtig oder wichtig halten. SPD, GAL und die Linke votieren dringend für die Stelle eines Klimaschutzmanagers in der Stadtverwaltung. Lediglich die Freien Wähler und die CDU machen kleinere Einschränkungen.

Grundsätzlich beziehen sich alle Befragten auf das Leitbild des Gemeinderats zur Energiewende und wünschen sich eine Fortsetzung der bereits eingeleiteten Maßnahmen (moderne Straßenbeleuchtung, Energiemanagement bei städtischen Gebäuden) sowie einen ganzen Strauß zusätzlicher Aktivitäten bis hin zur Nutzung von Erdwärme und Windenergie. CDU und Freie Wähler erwähnen ausdrücklich die Kostenseite von Maßnahmen und erwarten „realisierbare“ Vorschläge der Verwaltung.

Nahezu einig sind sich die Parteien auch darin, dass die Verwaltung den Gemeinderat und die Öffentlichkeit regelmäßig über die Fortschritte unterrichten soll, die auf dem Weg zur lokalen Energiewende erreicht worden sind. Zur allgemeinen Motivation wird es für wichtig gehalten, die entscheidenden Akteure, Gewerbe, Bürger, Stadtwerke dahin zu bringen, dass sie sich vernetzen und gemeinsam für das Ziel arbeiten. Dabei wird auch unserem Wirtschaftsförderer eine Rolle zugeteilt.

Viele Möglichkeiten zur Senkung des Energieverbrauchs

Will man den Energieverbrauch in Weinheim senken, rückt ein ganzes Bündel von Möglichkeiten ins Blickfeld der Parteien. Blockheizkraftwerke und Wärmedämmung sind hier die „Klassiker“, auf die alle setzen. Während aber die GAL ausführlich auf eine Förderung des Fahrradverkehrs setzt, votiert die CDU für einen „flüssigen“ motorisierten Individualverkehr, weil auch der zu weniger Spritverbrauch beiträgt.

Was erneuerbare Energiequellen angeht, sprechen sich alle Befragten im Prinzip für einen Energie-Mix aus. Neben der etablierten Solarenergie käme demnach in Weinheim auch die Geothermie in Frage, wenn sie sicher und wirtschaftlich darstellbar ist. Die meisten Befragten äußern sich vorsichtig zur Chance der Windenergie auf Weinheimer Gemarkung. Landschafts- und Naturschutz sowie die Wirtschaftlichkeit seien hier sorgsam zu beachten.

Wenn die einzelnen Parteien „Lieblingsprojekte“ haben, dann ist es bei der SPD die Geothermie, bei der GAL die Förderung der Elektromobilität (die unabhängig auch von Linken und der CDU angesprochen wird) und bei den Freien Wählern die Idee eines Klimaschutz-Fonds. Das Sprecherteam des RTE hat die Vielzahl der Antworten dankbar zur Kenntnis genommen, wünscht sich aber in der Folge, dass den schönen Worten im Laufe der kommenden Gemeinderatsperiode auch die entsprechenden Taten folgen mögen. Im Detail kann man die Antworten nachlesen auf der Internetseite www.rte-weinheim.de

Über Alina Eisenhardt

Alina Eisenhardt (23) ist seit 2012 freie Mitarbeiterin bei uns, macht Redaktion, schreibt Texte und ist für "Unsere Metropolregion - Newsletter" verantwortlich. Sie studiert Psychologie.