Sonntag, 21. Januar 2018

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Damit der Strom in die Dose kommt

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Weinheim, 22. September 2011. (red/pm) Am Weinheimer Energietag am 26. September 2011 kann man sogar Stromproduktion verfolgen: An der Weschnitz und im Hallenbad.

Information der Stadt Weinheim:

Weinheimer Energietag am 26. September 2011.

 

„Der Strom kommt aus der Steckdose. Aber wie kommt er hinein? Am landesweiten „Energietag“ am Sonntag, 25. September, der in Weinheim als ökologische „Energietour“ zu verschiedenen Standorten angeboten wird, können die interessierten Besucher auch exemplarisch verfolgen, wie Strom produziert wird. Zum Beispiel am Wasserkraftwerk von Walter Fuchs in der Oberen Hildebrandschen MĂŒhle oder am Blockheizkraftwerk der Stadtwerke im Hallenbad. An beiden Orten finden zwischen 13 Uhr und 17 Uhr fachkundige FĂŒhrungen statt.

Das Wasserkraftwerk der Weschnitz ist von außen nicht zu sehen und nicht zugĂ€nglich. Aber wenn Walter Fuchs, der an der Weschnitz lebt, davon erzĂ€hlt, vermischen sich die Themen moderner Technik mit der Geschichte der MĂŒhlen im Weschnitztal. Die Obere Hildebrandsche MĂŒhle (das Kraftwerk liegt im Keller des Einrichtungshauses „Micasa“) wurde 1574 erbaut.

Weinheim – einst Stadt der MĂŒhlen

Weinheim war einst die Stadt der MĂŒhlen. 1071 wurden im Lorscher Kodex von damals insgesamt drei MĂŒhlen in Weinheim genannt. Erst mit dem Aufkommen der Dampfkraft (um 1850) hatte die Wasserkraft ihre Monopolstellung verloren.

2001 knĂŒpfte Walter Fuchs an die alten wirtschaftshistorischen Wurzeln an: Er ließ eine doppel regulierte Kaplanturbine einbauen, die von der Weschnitz angetrieben wird. Die Stadtwerken Weinheim finanzierten die Investition damals als Beitrag zur umweltfreundlichen Stromerzeugung mit rund 220 000 Euro. Die Maschine arbeitet mit rund 150 PS und erbringt eine Jahresleistung von 400 000 bis 600 000 Kilowattstunden. je nach Jahresniederschlagsmenge. Insgesamt erzeugen vier MĂŒhlen an der Weschnitz auf Weinheimer Gemarkung fĂŒr 350 Haushalte „grĂŒnen Strom“, im Durchschnitt eine Million Kilowattstunden jĂ€hrlich (mehr Infos unter www.sechs-mĂŒhlen-tal.de).

In der NĂ€he von Wasser steht auch ein Blockheizkraftwerk, das die Stadtwerke Weinheim im Keller des Hallenbades in der Mannheimer Straße installiert haben. Es funktioniert natĂŒrlich ganz anders. Es versorgt nicht nur das Hallenbad „HaWei“ sondern das komplette angrenzende Neubaugebiet „Unter den Burgen“ in der Grundlast mit Strom und WĂ€rme. Es wurde 2009 in Betrieb genommen. Es reduziert die CO-2-Emissionen im Vergleich zu herkömmlichen EnergietrĂ€gern um rund 400 Tonnen im Jahr. KrĂ€mer: „Das ist die bestmögliche Ausnutzung des eingesetzten Brennstoffes mit dem Ziel maximaler Energieeffizienz und Ressourcenschonung.“

Bei der „Kraft-WĂ€rme-Kopplung“ durch ein solches „Heim-Kraftwerk“ treibt der Motor eine Turbine zur Stromerzeugung an. Die WĂ€rme, die bei diesem Prozess entsteht, geht aber nicht verloren, sondern wird direkt in ein NahwĂ€rmenetz eingespeist, teilweise auch in einem Heißwasser-Kessel zwischengespeichert. Somit bleibt die grĂ¶ĂŸtmögliche Menge an Energie erhalten, das verschafft sowohl einen ökologischen als auch einen ökonomischen Effekt. Insgesamt erzeugen in Weinheim fast 40 Anlagen der Stadtwerke etwa zwei Millionen Kilowattstunden Strom. Blockheizkraftwerke dieser Art werden auch immer hĂ€ufiger in privaten Wohneinheiten eingesetzt. Wie das geht, wird auch am 25. September erklĂ€rt.“

Info: Der landesweite Energietag, in Weinheim als „Energietour veranstaltet,“ findet am Sonntag, 25. September, von 13 Uhr bis 17 Uhr statt – und sollte natĂŒrlich am besten mit dem Fahrrad zurĂŒckgelegt werden. Eine Informations-Zentrale mit Bewirtung und Ausstellung befindet sich an der Karrillon-Schule in der West-Straße. Weitere Stationen sind u.a das Wasserkraftwerk an der Weschnitz, die Stadtwerke im Breitwieserweg und das Kraftwerk sowie verschiedene andere Projekte bei der Firma Freudenberg.