Donnerstag, 14. Dezember 2017

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Gemeinderat beschließt Aufnahme in örtliche Bedarfsplanung ab 2014

Freudenberg baut betriebsnahe Kindertagesstätte

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Das Ziel zur Erfüllung des Rechtanspruchs auf Kindebetreuung fest im Blick: Der Gemeinderat bewilligt die Aufnahme in die Bedarfsplanung der neuen betriebsnahen Kindertagesstätte von Freudenberg und Postillion. (Archivbild: Stadt Weinheim)

 

Weinheim, 22. Juli 2013. (red/aw) Die Firma Freudenberg plant den Neubau einer betriebsnahen Kindertagesstätte in der Viernheimer Straße. Eine betriebsinterne Umfrage ergab, dass 170 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Interesse an einem solchen Angebot hätten. Träger der Einrichtung soll der Postillion e.V. werden. Um Planungssicherheit zu erhalten, stellte dieser bei der Verwaltung den Antrag, die entstehenden Krippen- und Kindergartenplätze in die Bedarfsplanung mit aufzunehmen. Der Gemeinderat stimmte diesem, unter dem Vorbehalt zu erfüllender Rahmenbedingung, in seiner Sitzung am 17. Juli 2013 zu.

Freudenberg möchte mit einer betriebsnahen Kindertagesstätte die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verbessern. Auf einem firmeneigenen Grundstück in der Viernheimer Straße soll im Spätherbst 2014 ein Neubau errichtet werden, der Kapazität für fünf Betreuungsgruppen hat.

Geplant sind derzeit vier Krippengruppen und eine Kindergartengruppe, mit jeweils zehn beziehungsweise zwanzig Kindern. Die Konzeption des Neubaus soll jedoch so erfolgen, dass auch ein Betrieb von zwei Kindergartengruppen und nur drei Krippengruppen möglich ist.

Die Firma Freudenberg beabsichtigt, den Postillion e.V. mit der Trägerschaft der Einrichtung zu beauftragen. In diesem Zusammenhang gibt es auch bereits konkrete Überlegungen, nahe liegende bereits bestehende Einrichtungen in der Mierendorffstraße (Krippengruppe mit zehn Kindern) und der Fichtestraße (Kindergartengruppe mit fünfzehn Plätzen) in die neue Kindertagesstätte zu integrieren.

Bis zu 60 Betreuungsplätze mehr

Um Planungssicherheit zu erhalten hat der Träger Postillion e.V. Anfang Mai diesen Jahres beantragt, die neue Einrichtung in die Bedarfsplanung der Stadt aufzunehmen. Der Gemeinderat stimmte diesem am vergangenen Mittwoch, den 17. Juli unter Vorbehalt zu. Folgende Punkte gilt es dabei u.a. für die Firma Freudenberg und dem Träger Postillion e.V. umzusetzen:

  • Mindestens die Hälfte der Plätze, also zwanzig Krippen- und zehn Kindergartenplätze, sind für Weinheimer Kinder vorzuhalten. Ferner sollen keine Kinder, die zum Zeitpunkt der Eröffnung der neuen Einrichtung bereits einen Platz in einer anderen Einrichtung haben, in die betriebsnahe Stätte wechseln.
  • Der Postillion e.V. erhält für die vier Krippengruppen einen Zuschuss in Höhe von 68 Prozent der jährlichen Betriebsausgaben. Die Stadt Weinheim erhält vom Land Baden-Württemberg einen Betriebskostenzuschuss in gleicher Höhe, unabhängig vom Wohnort der Kinder.
  • Bei der Finanzierung der Kindergartengruppe sind verschiedene Alternativen möglich. Die konkreten Regelungen der Zuschussvereinbarunge werden rechtzeitig mit dem Träger Postillion e.V. und der Firma Freudenberg abgestimmt.
  • Außerdem ist die Zahl der Kindergartenkinder aus anderen Bundesländern auf maximal drei Kinder, beziehungsweise fünfzehn Prozent, begrenzt.

Mit der Schaffung von insgesamt vierzig weiteren Krippen- und zwanzig Kindergartenplätzen würde die Stadt Weinheim dem Ziel der Erfüllung des Rechtsanspruchs deutlich näher kommen. Auch, wenn zehn Krippen- und fünfzehn Kindergartenplätze wegfallen.