Dienstag, 23. Oktober 2018

RP Karlsruhe legt Maßnahmenberichte vor.

Hochwasserschutz wird verbessert

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Rhein-Neckar, 22. Dezember 2014. (red/pm) Das Regierungspr√§sidium Karlsruhe hat die Ma√ünahmenberichte f√ľr die Projektgebiete ‚ÄěEnz-Nagold-W√ľrm‚Äú und ‚ÄěN√∂rdlicher Oberrhein (Teil Bergland mit Weschnitz)‚Äú fertig gestellt. Damit liegen jetzt alle Ma√ünahmenberichte vor, die unter Federf√ľhrung des Regierungspr√§sidiums Karlsruhe erstellt wurden. Ziel der Planung ist es, Ma√ünahmen zum Hochwasserschutz umzusetzen, die Risiken f√ľr ¬†Umwelt, Kultur, Wirtschaft und nicht zuletzt die menschliche Gesundheit minimieren sollen.¬†

Information des Regierungspräsidiums Karlsruhe:

„‚ÄěDie Ma√ünahmenberichte stellen einen weiteren wichtigen Schritt zur Umsetzung der europ√§ischen Hochwasserrisikomanagementrichtlinie dar. Sie f√ľhren die Ma√ünahmen auf, die notwendig sind, um in diesen Gebieten das Risiko f√ľr die vier Schutzg√ľter `menschliche Gesundheit`, `Umwelt`, `Kulturerbe` und `wirtschaftliche T√§tigkeiten` zu verringern. Zudem werden die f√ľr die Umsetzung jeweils Verantwortlichen mit Angabe des f√ľr die Umsetzung vorgesehen Zeitraums benannt‚Äú, so Regierungspr√§sidentin Nicolette Kressl heute in Karlsruhe.

 

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Mannheim während des Hochwassers 2013.

 

Die Projektgebiete umfassen die √ľberflutungsgef√§hrdeten Gebiete entlang Enz, Nagold und W√ľrm bis nach Pforzheim. Ferner die Gebiete entlang der Oberl√§ufe der Murg, Alb, Pfinz, Saal-, Kraich- und Leimbach sowie der baden-w√ľrttembergischen Weschnitz.

Ereignisse nicht vergessen

Bei einem Extremhochwasser w√§ren dort zirka 172 Quadratkilometer √ľberflutet und 120.000 Einwohner betroffen. Hochwasserereignisse sind naturgegeben und die Hochwassergefahr kann nie ganz gebannt werden.

Nicht vergessen sind die gro√üen Hochwasserereignisse im Mai/Juni des vergangenen Jahres, bei dem auch St√§dte und Gemeinden in Baden-W√ľrttemberg betroffen waren. Umso wichtiger ist es, durch vorausschauendes und vorsorgendes Handeln die Sch√§den als Folge solcher Ereignisse so gering wie m√∂glich zu halten.

Dazu wurde unter Federf√ľhrung des Regierungspr√§sidiums Karlsruhe auf Grundlage eines landeseinheitlichen Vorgehenskonzeptes ausgehend von den Hochwassergefahrenkarten das Hochwasserrisiko analysiert und beschrieben sowie konkrete Ziele und Ma√ünahmen zur Verringerung des Hochwasserrisikos zusammengestellt.

Aktive Vorsorge steht im Vordergrund

Dies schlie√üt zwar Ma√ünahmen des technischen Hochwasserschutzes ein, im Vordergrund stehen aber Ma√ünahmen der aktiven Vorsorge. Im Einzelnen weist der Bericht f√ľr jede der 93 Kommunen in den Projektgebieten bis zu 14 Ma√ünahmen aus.

Dar√ľber hinaus enth√§lt der Bericht noch 16 landesweite Ma√ünahmen, f√ľr die vor allem die Ministerien zust√§ndig sind. Hierbei geht es unter anderem um die Bereitstellung von Leitf√§den f√ľr Krisenmanagementplanung, Gew√§sserschauen, hochwassergerechte Bauleitplanung und Baugenehmigung, Eigenvorsorge bei Kulturg√ľtern, hochwasserangepasste Waldbewirtschaftung und Landwirtschaft sowie erg√§nzende Informationsmaterialien.

Hier konnte bereits einiges erreicht werden. Zu einigen wichtigen Themen liegen zwischenzeitlich so genannte Kompaktinformationen vor.

„Industrie und Wirtschaft werden in die Pflicht genommen“

Des Weiteren werden in den Projektgebieten auch die unteren Verwaltungsbehörden in den Landkreisen Böblingen, Calw, Enzkreis, Freudenstadt, Karlsruhe, Rastatt und Rhein-Neckar-Kreis sowie in den Stadtkreisen Baden-Baden, Karlsruhe und Pforzheim sowie das Regierungspräsidium Karlsruhe und die Regionalverbände aber auch Industriebetriebe und Wirtschaftsunternehmen mit Maßnahmen in die Pflicht genommen.

Letztlich wird auch jeder einzelne B√ľrger angesprochen, seine Eigenvorsorge noch zu optimieren. Seit Beginn der Planung wurden alle verantwortlichen Akteure intensiv in die
Erstellung des Maßnahmenberichts einbezogen.

Meilensteine dabei waren jeweils zwei Veranstaltungen der Hochwasserpartnerschaften am 18.12.2012 in Pforzheim und am 01.10.2013 in Karlsbad-Auerbach sowie am 05.11.2013 in Nagold und am 08.07.2014 in Karlsruhe. Ebenso wurden auch die ‚Äěinteressierten Stellen‚Äú – Verb√§nde, Vereine und breite √Ėffentlichkeit – aktiv einbezogen und angeh√∂rt.

Weitere Informationen online

Die verantwortlichen Akteure sollen ab jetzt beginnen, die notwendigen Ma√ünahmen in dem daf√ľr vorgesehenen Zeitraum umzusetzen. Die Ma√ünahmenberichte stehen auf der Internetseite des Regierungspr√§sidiums Karlsruhe – www.rp-karlsruhe.de – √∂ffentlich bereit unter: Abteilungen > Abteilung 5 > Referat 52 > EU-Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie > Weitere¬†Informationen: Hochwasserrisikomanagement ‚Äď Ma√ünahmenberichte im Regierungsbezirk Karlsruhe

Weitergehende Informationen zum Hochwasserrisikomanagement in Baden-W√ľrttemberg finden sich auf den Internetseiten des Ministeriums f√ľr Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-W√ľrttemberg unter www.hochwasserbw.de

Dort stehen als Information auch die zugeh√∂rigen Hochwassergefahrenkarten f√ľr jedermann als interaktive Karte zur Verf√ľgung. Auch die Kompaktinformationen zum Hochwasserrisikomanagement k√∂nnen auf dieser Seite eingesehen und kostenfrei heruntergeladen werden.“

√úber Minh Schredle

Minh Schredle (22) hat 2013 als Praktikant bei uns angefangen und war seitdem freier Mitarbeiter. Von Dezember 2014 bis August 2016 hat er volontiert. Ab September 2016 ist er freier Mitarbeiter bei uns.