Dienstag, 24. Oktober 2017

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RP Karlsruhe legt Ma├čnahmenberichte vor.

Hochwasserschutz wird verbessert

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Rhein-Neckar, 22. Dezember 2014. (red/pm) Das Regierungspr├Ąsidium Karlsruhe hat die Ma├čnahmenberichte f├╝r die Projektgebiete ÔÇ×Enz-Nagold-W├╝rmÔÇť und ÔÇ×N├Ârdlicher Oberrhein (Teil Bergland mit Weschnitz)ÔÇť fertig gestellt. Damit liegen jetzt alle Ma├čnahmenberichte vor, die unter Federf├╝hrung des Regierungspr├Ąsidiums Karlsruhe erstellt wurden. Ziel der Planung ist es, Ma├čnahmen zum Hochwasserschutz umzusetzen, die Risiken f├╝r ┬áUmwelt, Kultur, Wirtschaft und nicht zuletzt die menschliche Gesundheit minimieren sollen.┬á

Information des Regierungspr├Ąsidiums Karlsruhe:

„ÔÇ×Die Ma├čnahmenberichte stellen einen weiteren wichtigen Schritt zur Umsetzung der europ├Ąischen Hochwasserrisikomanagementrichtlinie dar. Sie f├╝hren die Ma├čnahmen auf, die notwendig sind, um in diesen Gebieten das Risiko f├╝r die vier Schutzg├╝ter `menschliche Gesundheit`, `Umwelt`, `Kulturerbe` und `wirtschaftliche T├Ątigkeiten` zu verringern. Zudem werden die f├╝r die Umsetzung jeweils Verantwortlichen mit Angabe des f├╝r die Umsetzung vorgesehen Zeitraums benanntÔÇť, so Regierungspr├Ąsidentin Nicolette Kressl heute in Karlsruhe.

 

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Mannheim w├Ąhrend des Hochwassers 2013.

 

Die Projektgebiete umfassen die ├╝berflutungsgef├Ąhrdeten Gebiete entlang Enz, Nagold und W├╝rm bis nach Pforzheim. Ferner die Gebiete entlang der Oberl├Ąufe der Murg, Alb, Pfinz, Saal-, Kraich- und Leimbach sowie der baden-w├╝rttembergischen Weschnitz.

Ereignisse nicht vergessen

Bei einem Extremhochwasser w├Ąren dort zirka 172 Quadratkilometer ├╝berflutet und 120.000 Einwohner betroffen. Hochwasserereignisse sind naturgegeben und die Hochwassergefahr kann nie ganz gebannt werden.

Nicht vergessen sind die gro├čen Hochwasserereignisse im Mai/Juni des vergangenen Jahres, bei dem auch St├Ądte und Gemeinden in Baden-W├╝rttemberg betroffen waren. Umso wichtiger ist es, durch vorausschauendes und vorsorgendes Handeln die Sch├Ąden als Folge solcher Ereignisse so gering wie m├Âglich zu halten.

Dazu wurde unter Federf├╝hrung des Regierungspr├Ąsidiums Karlsruhe auf Grundlage eines landeseinheitlichen Vorgehenskonzeptes ausgehend von den Hochwassergefahrenkarten das Hochwasserrisiko analysiert und beschrieben sowie konkrete Ziele und Ma├čnahmen zur Verringerung des Hochwasserrisikos zusammengestellt.

Aktive Vorsorge steht im Vordergrund

Dies schlie├čt zwar Ma├čnahmen des technischen Hochwasserschutzes ein, im Vordergrund stehen aber Ma├čnahmen der aktiven Vorsorge. Im Einzelnen weist der Bericht f├╝r jede der 93 Kommunen in den Projektgebieten bis zu 14 Ma├čnahmen aus.

Dar├╝ber hinaus enth├Ąlt der Bericht noch 16 landesweite Ma├čnahmen, f├╝r die vor allem die Ministerien zust├Ąndig sind. Hierbei geht es unter anderem um die Bereitstellung von Leitf├Ąden f├╝r Krisenmanagementplanung, Gew├Ąsserschauen, hochwassergerechte Bauleitplanung und Baugenehmigung, Eigenvorsorge bei Kulturg├╝tern, hochwasserangepasste Waldbewirtschaftung und Landwirtschaft sowie erg├Ąnzende Informationsmaterialien.

Hier konnte bereits einiges erreicht werden. Zu einigen wichtigen Themen liegen zwischenzeitlich so genannte Kompaktinformationen vor.

„Industrie und Wirtschaft werden in die Pflicht genommen“

Des Weiteren werden in den Projektgebieten auch die unteren Verwaltungsbeh├Ârden in den Landkreisen B├Âblingen, Calw, Enzkreis, Freudenstadt, Karlsruhe, Rastatt und Rhein-Neckar-Kreis sowie in den Stadtkreisen Baden-Baden, Karlsruhe und Pforzheim sowie das Regierungspr├Ąsidium Karlsruhe und die Regionalverb├Ąnde aber auch Industriebetriebe und Wirtschaftsunternehmen mit Ma├čnahmen in die Pflicht genommen.

Letztlich wird auch jeder einzelne B├╝rger angesprochen, seine Eigenvorsorge noch zu optimieren. Seit Beginn der Planung wurden alle verantwortlichen Akteure intensiv in die
Erstellung des Ma├čnahmenberichts einbezogen.

Meilensteine dabei waren jeweils zwei Veranstaltungen der Hochwasserpartnerschaften am 18.12.2012 in Pforzheim und am 01.10.2013 in Karlsbad-Auerbach sowie am 05.11.2013 in Nagold und am 08.07.2014 in Karlsruhe. Ebenso wurden auch die ÔÇ×interessierten StellenÔÇť – Verb├Ąnde, Vereine und breite ├ľffentlichkeit – aktiv einbezogen und angeh├Ârt.

Weitere Informationen online

Die verantwortlichen Akteure sollen ab jetzt beginnen, die notwendigen Ma├čnahmen in dem daf├╝r vorgesehenen Zeitraum umzusetzen. Die Ma├čnahmenberichte stehen auf der Internetseite des Regierungspr├Ąsidiums Karlsruhe – www.rp-karlsruhe.de – ├Âffentlich bereit unter: Abteilungen > Abteilung 5 > Referat 52 > EU-Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie > Weitere┬áInformationen: Hochwasserrisikomanagement ÔÇô Ma├čnahmenberichte im Regierungsbezirk Karlsruhe

Weitergehende Informationen zum Hochwasserrisikomanagement in Baden-W├╝rttemberg finden sich auf den Internetseiten des Ministeriums f├╝r Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-W├╝rttemberg unter www.hochwasserbw.de

Dort stehen als Information auch die zugeh├Ârigen Hochwassergefahrenkarten f├╝r jedermann als interaktive Karte zur Verf├╝gung. Auch die Kompaktinformationen zum Hochwasserrisikomanagement k├Ânnen auf dieser Seite eingesehen und kostenfrei heruntergeladen werden.“

├ťber Minh Schredle

Minh Schredle (22) hat 2013 als Praktikant bei uns angefangen und war seitdem freier Mitarbeiter. Von Dezember 2014 bis August 2016 hat er volontiert. Ab September 2016 ist er freier Mitarbeiter bei uns.