Dienstag, 24. Oktober 2017

Error, no Ad ID set! Check your syntax!
Elternkurs an der Albert-Schweizer- Grundschule

Mehrsprachige Erziehung – Herausforderung und Chance

Print Friendly, PDF & Email

Weinheim, 23. Dezember 2014. (red/pm) Noch bevor die Rolle der Sprache fĂŒr die Integration in den Blickwinkel der aktuellen politischen Diskussion geriet, widmete sich das BildungsbĂŒro Weinheim mit seinen StĂ€rke-Kursen diesem Thema. Rektorin Jutta Wirth begrĂŒĂŸte Eltern aus unterschiedlichen HerkunftslĂ€ndern zum Kurs „Mehrsprachige Erziehung“.

Information der Stadt Weinheim:

 

Sprache als SchlĂŒssel zur. Foto: Stadt Weinheim

Sprache als TrĂ€ger und SchlĂŒssel zur Kultur des Landes. Foto: Stadt Weinheim

 

„Rektorin Jutta Wirth von der Albert-Schweizer- Grundschule in Weinheim begrĂŒĂŸte jetzt als Gastgeberin Eltern aus unterschiedlichen HerkunftslĂ€ndern zum Kurs „Mehrsprachige Erziehung“. Von Frankreich ĂŒber Kamerun bis hin zur TĂŒrkei reichte das Spektrum. „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass sich Eltern, deren Kinder mehrsprachig aufwachsen, hĂ€ufig die Frage stellen, wie gehe ich sprachlich mit meinem Kind um und wie kann ich ihm beim Deutschlernen helfen?

Mit unserem Kurs wollen wir zum einen ganz praktische Tipps geben, zum anderen aber auch vermitteln, dass eine gelungene Integration sich nicht nur darauf beschrĂ€nken kann, die deutsche Sprache mechanisch zu erlernen“, erklĂ€rte Literatur- und Sprachwissenschaftlerin NilgĂŒn Ilden vom BildungsbĂŒro.

Sprache als TrĂ€ger und SchlĂŒssel

Die Sprache, sie sei auch TrĂ€ger und SchlĂŒssel zur Kultur eines Landes. FĂŒr den Mehrspracherwerb sei es besonders wichtig, im Umfeld integriert zu sein, aber auch die Herkunftskultur zu kennen und zu leben. NilgĂŒn Ilden: „Nur so entwickelt das Kind seine eigene Kultur und IdentitĂ€t, die ihm einen positiven Spracherwerb ermöglicht.“

Ilden hielt den Kurs gemeinsam mit Ebru Altinkumlar, der Psychologin des tĂŒrkischen Konsulats in Karlsruhe. Beide ermöglichten auch einen emotionalen Umgang mit dem Thema. Eine Mutter beschrieb es so: „Ich habe Bilder im Kopf behalten und Zugriff auf GefĂŒhle bekommen. Ich bin mir jetzt viel bewusster, welche Sprache ich wann und warum einsetze“.

Praktische Möglichkeiten sind das Ziel

Eine andere Mutter ergĂ€nzte: „Ich fand die praktischen Tipps sehr gut, jetzt weiß ich, wie andere Eltern das zu Hause machen, der Austausch war wichtig fĂŒr mich“. Ceylan Firat, Leiterin der Fachstelle „Eltern und Schule“ im BildungsbĂŒro Weinheim und verantwortlich fĂŒr das Kursangebot, hob besonders hervor: „Eltern praktische, machbare Möglichkeiten aufzuzeigen, ist eines unserer Ziele.“

MĂŒtter oder VĂ€ter, die selbst die deutsche Sprache nicht sehr gut beherrschen, sollten mit ihren Kindern nicht Deutsch sprechen. Das raten Experten. Dennoch, so Ceylan Firat, haben sie viele Möglichkeiten zur Förderung, zum Beispiel indem sie die Kinder schon frĂŒh und regelmĂ€ĂŸig in den Kindergarten bringen, Freundschaften mit deutschen Kindern unterstĂŒtzen und erwachsene deutsche Bekannte einladen oder besuchen.

Es ist auch im Sinne des Landesprogramms StĂ€rke, mit dessen Mitteln das BildungsbĂŒro den sechsteiligen Kurs verwirklichen konnte, dass durch die StĂ€rkung der Elternkompetenzen Kinder gestĂ€rkt und ihre Entwicklungsmöglichkeiten verbessert werden. Ilden: „Die positive Resonanz der Eltern hat uns gezeigt, dass das gelungen ist.““