Samstag, 21. Juli 2018

Berater soll „Personalsituation“ untersuchen. Kostenpunkt: 105.000 Euro

Print Friendly, PDF & Email

Weinheim, 24. November 2011. (red) Um ihren Haushalt zu „konsolidieren“, gibt die Stadt Weinheim 105.000 Euro f├╝r eine Beratungsfirma aus N├╝rnberg aus. Der Gemeinderat beschloss in seiner Sitzung am Mittwoch, die ÔÇ×arf Gesellschaft f├╝r Organisationsentwicklung mbHÔÇť zu beauftragen.

Die ÔÇ×arfÔÇť soll den kommunalen Haushalt analysieren und dabei Hilfestellung zu einer Verbesserung der Organisationsstruktur und bei Einsparungsm├Âglichkeiten im Haushalt bieten. Vor allem bei den Personalausgaben sollen „Einsparungsm├Âglichkeiten“ gesucht werden. Zudem soll „die Angemessenheit der Personalausstattung verifiziert werden“.

Interessant: Im Beschluss des Gemeinderates, der von einem fraktions├╝bergreifenden Antrag erg├Ąnzt worden ist, wird unter anderem festgelegt, dass „die Strukturanalyse nicht auf K├╝ndigungen von Personal oder eine Verminderung der st├Ądtischen Leistungen abziele“. Motto: Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass.

Der Gemeinderat soll gemeinsam mit dem Personalamt eng mit dem Beraterb├╝ro zusammenarbeiten und regelm├Ą├čig Berichte vorgelegt bekommen. Eine ├╝berfraktionelle Arbeitsgruppe hatte fast zwei Jahre daran gearbeitet, einen Vorschlag f├╝r eine ├ťberpr├╝fung der Personalsituation zu finden.

Hinter vorgehaltener Hand hei├čt es, dass die Personalausstattung einerseits zu ├╝ppig und andererseits vertraglich zu teuer ausgestattet sei. Die Stadt gibt 26 Millionen Euro und damit gut ein Viertel ihres Haushalts f├╝rs Personal aus. Als angemessen gelten 15-20 Prozent. Kritisiert wird zudem, dass durch organisatorische M├Ąngel Arbeiten oft „redundant“ ausgef├╝hrt werden.

├ťber Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (50) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist Gr├╝ndungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten Portr├Ąts und Reportagen oder macht investigative St├╝cke.